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Spatenstich für attraktiven Nahverkehr

Der Spatenstich für die den Tunnel ist gesetzt: Cemal Bozoglu, Johannes Hintersberger, Carolina Trautner, Johann Häusler, Anni Fries, Hans Reichhart, Michael Wörle, Roland Schmidt (von links)

Am Gersthofer Bahnhof beginnen die Umbauarbeiten

Der Startschuss für die Um- und Neubauten am Gersthofer Bahnhofsgelände ist gefallen: am 18. März 2019 trafen sich Vertreter von Stadt, Landkreis und Freistaat zum Spatenstich für die Eisenbahnüberführung, die in Zukunft einen bequemen und sicheren Zugang zu den Bahnsteigen in Richtung Augsburg und Donauwörth ermöglichen soll. In den nächsten Monaten entsteht ein 700 Tonnen schweres Tunnelbauwerk neben dem Bahndamm, das in der Zeit vom 19. bis zum 24. Juni unter den Gleisen eingeschoben wird.

Laut Bürgermeister Michael Wörle soll es bei der Realisierung des Projekts keine Verzögerungen geben; bis 2021 sollen alle Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Zuvor war der Gersthofer Bahnhof oft negativ in den Schlagzeilen, wie stellvertretende Landrätin, Anni Freis, noch einmal betonte. Das Bahnhofsgebäude stand lange leer und war in schlechtem Zustand, der Bahnhof ist nicht barrierefrei zugänglich, es fehlen Toiletten und seitens der Bahn waren keine Maßnahmen zu erwarten. Gott sei Dank habe sich die Stadt 2011 dazu entschlossen, das Bahnhofsgelände zu kaufen, so Fries. Nun sind die Weichen für einen zukunftsfähigen Bahnhof gestellt.

Das Bahnhofs-Projekt besteht aus mehreren Modulen: So sollen neben dem Fußgängertunnel Aufzüge und Rampen für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen für einen barrierefreien Bahnhof sorgen. Zudem werden den Bahnfahrern zukünftig Toiletten, Ladestationen für Elektroautos und E-Bikes sowie Fahrradboxen zur Verfügung stehen. Der Umbau an den Bahnsteigen greift auch auf die umliegende Infrastruktur über. So sind zudem ein Kreisverkehr am Hery Park und die barrierefreie Umgestaltung der Bushaltestellen am Bahnhof geplant. „Damit hat Gersthofen ein großes Projekzt zu schultern“, stellt Anni Freis fest, „ die Baumaßnahmen kosten die Stadt 10 Millionen Euro im Voraus.“ Finanziert wird das Projekt zur Hälfte von der Stadt Gersthofen und zur anderen Hälfte vom Freistaat Bayern, wie Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Dr. Hans Reichhart, anlässlich des Spatenstiches darlegte. „Wir beginnen hier etwas das nicht selbstverständlich ist, da es eigentlich nicht in die Verantwortung von Stadt und Land fällt. Die Kommune und der Freistaat nehmen gemeinsam Geld in die Hand, ohne dabei nach der Zuständigkeit zu fragen, für ein wichtiges Projekt“, so Reichhart. Die Region lebe von der Mobilität und daher müsse ein entsprechendes Angebot im öffentlichen Nahverkehr geschaffen werden, so der Minister weiter. Vor allem auch für Pendler ist ein attraktiver Nahverkehr wichtig. „4000 Augsburger pendeln jeden Tag nach Gersthofen zur Arbeit und umgekehrt 3000 Menschen aus Gersthofen nach Augsburg. Für die Pendler muss ein attraktiver Bahnhof geschaffen werden und garantiert sein, dass sie ihre Arbeitsplätze gut erreichen können“, so Bürgermeister Wörle. In diesem Zuge müsse auch das gesamte Mobilitätskonzept der Region weiterentwickelt werden. Abgesehen von den Diskussionen über ein drittes Gleis zwischen Augsburg und Donauwörth müsse auch die Verkehrsführung auf der B2 hinterfragt werden, gab Wörle zu bedenken, und brachte die Möglichkeit einer Komplettumfahrung ab Langweid ins Spiel. Auch Anni Fries hofft auf eine Entlastung der B2. Daher wünsche sie sich, dass der Umbau des Gersthofer Bahnhofes gut angenommen wird und betont vor allem in Hinblick auf die Barrierefreiheit: „Mit dem neuen Bahnhof können wir etwas im sozialen Bereich leisten.“
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.gersthofer | Erschienen am 06.04.2019
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