Anzeige

Landrat informiert sich über Chemie CABB in Gersthofen stellt Produktion und Umweltschutz vor

Die Chemieproduktion bei CABB in Gersthofen stand im Mittelpunkt des Firmenbesuches von Landrat Martin Sailer (dritter von rechts). Begleitet wurde er von Dr. Martin Wienkenhöver, Geschäftsführer CABB, Dr. Hermann Teufel, Geschäftsführer IGS, Dr. Thomas B
Im Rahmen seiner regelmäßigen Firmenbesuche war Landrat Martin Sailer am Mittwoch, 9. Juni, zu Gast bei der CABB GmbH im Industriepark Gersthofen. Das Unternehmen produziert seit mehr als einhundert Jahren Chloressigsäure und eine große Anzahl daraus abgeleiteter Produkte, ehemals als Betriebsteil der Farbwerke Hoechst AG.

Ökonomie und Ökologie im Einklang

Im Mittelpunkt des Informationsbesuches stand eine Führung durch zwei wichtige Betriebe der CABB, in denen anschaulich die Realisierung eines produktionsintegrierten Umweltschutzes gezeigt wurde. So werden zum Beispiel die Reststoffe aus der Chlor- und Chloressigsäureproduktion durch ein in Gersthofen entwickeltes Verfahren zur Herstellung von hochreiner Salzsäure in ein absatzkräftiges Verkaufsprodukt umgewandelt. Das spart hohe Kosten für die Entsorgung, sichert Arbeitsplätze und schützt die Umwelt. Ein schönes Beispiel für die Verwirklichung des sogenannten "magischen Dreiecks" aus Ökonomie, Ökologie und sozialen Aspekten.

Dr. Martin Wienkenhöver, Geschäftsführer der CABB GmbH in Deutschland, machte in seiner Präsentation deutlich, dass die Maßnahmen zum Schutz von Mensch und Umwelt seit vielen Jahren zur Unternehmenspolitik gehören, gleichrangig mit wirtschaftlichen und sozialen Aspekten. "Daneben hat aber auch die Entwicklung von neuen Produkten und Anwendungen einen hohen Stellenwert, denn wir müssen uns sowohl an den Kundenwünschen als auch an innovativen Technologien orientieren", so der Geschäftsführer. Die Produktionsprozesse werden dabei einer ständigen und intensiven Prüfung unterzogen, was in der chemischen Industrie unter Umweltschutzaspekten zum Selbstverständnis gehört.

Chemie für das tägliche Leben

Landrat Martin Sailer interessierte sich insbesondere für die Anwendungsgebiete der Produkte von CABB, die als Zwischenprodukte viele Abnehmer in den unterschiedlichsten Branchen haben. Das Hauptprodukt, die Monochloressigsäure, findet sich beispielsweise in weiter veredelter Form in der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie, aber auch in der Baustofftechnik, in Reinigungsmitteln und in medizinischen Anwendungen. Für die hochreine Salzsäure sind Brauereien und Molkereien große Abnehmer. Sailer zeigte sich beeindruckt von der Verbindung von Produktion und Umweltschutz, aber auch von den Kapazitäten in Gersthofen: "Ich freue mich, dass es bei CABB gute Nachrichten gibt, was die Auftragslage und Unternehmensstrategie betrifft. Solche positiven Aussagen stärken die Wirtschaft im Landkreis Augsburg jetzt und in der Zukunft".

CABB beschäftigt in Gersthofen knapp 200 Mitarbeiter, davon etwa 170 in der Produktion. Die Ausbildungsquote liegt bei etwa zehn Prozent, wobei die Lehrlinge – zum größten Teil Chemikanten – bei der IGS (Industriepark Gersthofen Servicegesellschaft) im Auftrag von CABB ausgebildet werden. Im Jahr 2008 wurden bei CABB in Gersthofen etwa 50.000 Tonnen Monochloressigsäure hergestellt, die Produktionskapazität soll in den nächsten Jahren noch weiter optimiert werden.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.