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Die Würde des Menschen ist unantastbar !

Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt !

Mit dieser Aussage schützt unser Grundgesetz besonders auch die Menschen, die durch körperliche oder geistige Beeinträchtigungen darauf angewiesen sind, dass der Sinn ihres Lebens durch die Kooperation ihrer Umgebung gewahrt bleibt!
Diese Forderung des Grundgesetzes scheint durch die derzeitigen gesetzlichen Vorgaben für die Pflege von alten und hierbei besonders von dementen Mitmenschen nicht oder nur unzureichend gewährleistet zu sein.
Der für die Pflegeheime geltende Personalschlüssel sieht vor, dass drei Pflegekräfte für die Pflege von dreißig Pflegebedürftigen ausreichend sind. In der Praxis versorgt in den Heimen im Schnitt jeder Pflegemitarbeiter zwölf bis dreizehn pflegebedürftige Menschen. Noch drastischer ist die Situation in den ambulanten Diensten.
Ein unhaltbarer Zustand, weil eine ausreichende Pflege und Betreuung sowie die notwendige menschliche Zuwendung durch unrealistische Zeitvorgaben für bestimmte Verrichtungen nicht möglich ist !
Ein unhaltbarer Zustand, weil die Pflegekräfte, nicht zuletzt durch eine teilweise überflüssige und aufwendige Dokumentation, ständig überfordert sind und regelrecht verschlissen werden !
Ein unhaltbarer Zustand, weil die Pflegeberufe unattraktiv werden und notwendige Stellen zunehmend nicht mehr besetzt werden können !
Ein unmöglicher Zustand, weil die Forderung des Grundgesetzes zur Einhaltung der Menschenwürde nicht eingehalten werden kann !

Seit Februar 2012 sammelt die Sozialökonomin Annett Kleischmantat aus Leipzig Unterschriften für eine Petition an den Bundestag. Durch eine mehrjährige Tätigkeit als Leiterin von Altenheimen und in Alten- und Pflegeinrichtungen kennt sie die Probleme der Betreuung und Pflege von alten und behinderten Mitmenschen. Nach der Erreichung von über 92.200 Unterschriften reichte sie ihre Petition an den zuständigen Ausschuss ein.
Die Petition 37780 an den Deutschen Bundestag zur Überprüfung der Menschenwürde in Pflegeheimen und ambulanten Diensten anhand der bundesgesetzlichen Rahmenbedingungen in der Altenpflege
enthält folgende Hauptschwerpunkte:
- Kritik an den unzureichenden Personalvorgaben in den Landesrahmenverträgen
(nach § 75 Sozialgesetzbuch XI).
- Forderung der Offenlegung der Jahresabschlüsse, Gewinn- und
Verlustrechnungen aller Pflegeheime und ambulanten Dienste.
- Ganzheitliche Berücksichtigung von Menschen mit Demenz im
Pflegebedürftigkeitsbegriff des SGB XI.
- Unterstützung von pflegenden Angehörigen durch Ausbau ambulanter und
bedarfsgerechter Infrastruktur.
Am 11.03.2013 fand die öffentliche Anhörung dieser Petition im Petitionsausschuss des Bundestages in Berlin statt. Erwartungsgemäß wurde nach einem engagierten Vortrag von Frau Kleischmantat und einer zum Teil konträren Diskussion noch keine Entscheidung getroffen.
Zusammen mit anderen bin ich der Meinung, dass hier noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden muss! Deshalb versucht die von Frau Kleischmantat ins Leben gerufene Bürgerinitiative "Rosenblätter im Irrgarten" die Unterschriftenaktion fortzusetzen. Je mehr Bürgerinnen und Bürger sich mit den Forderungen der Petition solidarisch erklären, umso mehr wächst der Druck auf die
Regierungen von Bund und Ländern, endlich schnell und konsequent zu handeln!
Deshalb meine Bitte an alle Bürgerinnen und Bürger, die nachstehend angebotenen Möglichkeiten zur Eintragung in die Unterschriftslisten zu nutzen:
- Nach Übersendung eines adressierten und ausreichend frankierten
Rückumschlages an die Adresse "Lothar Ostermöller, Ulmenweg 23, 86368
Gersthofen" erhalten Sie die von Ihnen gewünschte Zahl von Unterschriftslisten.
- Internetnutzer können unter www.rosenblaetter-im-irrgarten.de die Seiten der
Bürgerinitiative öffnen, sich informieren und unter anderem auch die
Unterschriftslisten herunterladen und ausdrucken.
- Anfragen an mich unter Tel. 0821-491740.
Der derzeitige Stand der Unterschriftenaktion beläuft sich auf über 104.800 Unterschriften.
Die Bürgerinitiative legt Wert auf die Feststellung, dass hinter ihr keinerlei Institutionen und Gruppierungen, also auch keine Parteien stehen und die Unterschriftensammlung damit eine rein private Aktion ist!
Was zählt ist die freie Meinung der Bürgerinnen und Bürger unserer Bundesrepublik Deutschland!
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2 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 24.03.2013 | 21:15  
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mario Gremes aus Gersthofen | 08.04.2013 | 14:03  
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