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Debatte um Zukunft des Gersthofer Stadtzentrums

Gersthofen: Gasthof "Zum Strasser" | CSU Bürgergespräch erfährt großen Zuspruch aus der Bevölkerung

Am zurückliegenden Donnerstag lud die Gersthofer CSU zum Gespräch in den Gasthof Zum Strasser ein, gut vierzig Bürgerinnen und Bürger folgten dem Aufruf und nahmen im Gambrinuskeller aktiv an der Diskussionsrunde teil. Max Poppe, CSU Fraktionsvorsitzender und Moderator des Abends war sehr angetan von der konstruktiven, über zwei Stunden dauernden Debatte. „Die Politik befasst sich seit vielen Jahren mit der Umgestaltung des Stadtzentrums, während dieser Zeit wurden unzählige Ansätze erarbeitet, überprüft und teils wieder verworfen. Der aktuelle Zwischenstand stellt in unseren Augen den ausgewogensten Ansatz dar, um möglichst viele der durchaus konträren Wünsche und Notwendigkeiten unter einen Hut zu bekommen“.

Ein Schwerpunkt der Diskussion war natürlich das Thema Verkehr. Einige Teilnehmer äußerten Bedenken, dass bei einer Umgestaltung der Bahnhofstraße eine Verdrängung in die Wohngebiete stattfinden könnte. Poppe verwies darauf, dass der Verkehr natürlich einen essenziellen Baustein darstellt, diesem planerisch aber nicht alles untergeordnet werden kann. „Schon heute finden tägliche Rückstaus in der Bahnhofstraße statt und schon heute weichen viel zu viele Autofahrer in die Seitenstraßen aus, dies wird nicht erst durch einen Umbau des Zentrums provoziert. Wir erhalten hierdurch aber die Möglichkeit, die Verkehrsströme nach neuesten Methoden zu optimieren“. Beauftragte Fachplaner hatten nach intensiven Erhebungen im Stadtgebiet mit fahrzeuggenauer Routenauswertung unterschiedlichste Modelle simuliert. Die vielversprechendste Variante mit einem leistungsfähigen Kreisverkehr nördlich der Strasserkreuzung ermöglicht eine deutliche Verbesserung der heutigen Situation. „Wir wollen, dass der Verkehr auf den Hauptstraßen fließt und so der Schleichverkehr auf ein absolutes Minimum reduziert wird, dies wäre mit Verboten allein aber nicht zu schaffen“. Vielmehr regt die CSU ein ganzes Maßnahmenpaket an. Neben Verkehrsoptimierungen auf den Hauptadern steht zum Beispiel auch eine Einbahnstraßenregelung Richtung Norden in der Brahmsstraße im Fokus.

Die Brahmsstraße ist auch in anderer Hinsicht für die CSU von Bedeutung. In einem jüngst eingebrachten Antrag fordert die Fraktion die Ausarbeitung eines Rad- und Fußwegenetzes im Stadtzentrum. „Konkret geht es uns um einen Streckenverlauf von der Schulstraße kommend über den neuen Stadtplatz und durch den Stadtpark, über eine umgestaltete Brahmsstraße kann die Route künftig sicher bis zum Schulzentrum führen“. Laut Poppe übernimmt der öffentliche Raum in Zukunft eine weitaus wichtigere Aufgabe, als das heute der Fall ist. Wo früher nur die Aspekte Fahren und Parken relevant waren, kommt durch zunehmend dichte Wohnbebauung neben den städtischen Parks auch den Straßen eine neue Rolle zu. „Wir wollen eine Qualitätsoffensive im öffentlichen Raum starten, wie auch in anderen Städten werden diese mehr und mehr zum Aufenthalts- und Lebensraum etwa für Sport- und Freizeitaktivitäten“.

Auch der Stand der Dinge beim Bauvorhaben Neue Mitte und dem angrenzenden Stadtplatz stieß auf großes Interesse. So wurden gezielt Fragen nach möglichen neuen Geschäften oder einem Café gestellt. Poppe erläuterte, dass die Stadt hier bauplanungsrechtlich nur in Grenzen steuern kann, etwa beim Flächenmix für Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistungen und Wohnen. Welche Mieter letztlich zum Zuge kommen entscheidet jedoch der Eigentümer. „Wir sind jedoch zuversichtlich, dass hier eine wertige Auswahl erfolgt, dies ist im Interesse aller Beteiligten. Ein schönes Café mit sonnigem Außenbereich auf dem verkehrsfreien Stadtplatz oder ein Bioladen würden das heutige Angebot in jedem Fall sehr positiv ergänzen“.
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