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20 Jahre Schulweghelfer Pestalozzi Grundschule Gersthofen 15.12.1997 -15.12.2017

  Ein Morgen im Oktober am Zebrastreifen beim Kreisverkehr Donauwörther Straße / Kirchplatz / Brucknerstraße in Gersthofen. Es ist 7:35 Uhr und noch nicht richtig hell. Erste Schüler in Richtung Pestalozzischule kommen zu Fuß, mit Roller oder schon mit dem Fahrrad. Die ganz Kleinen, deren Ranzen oft größer ist als das Kind das ihn trägt und die „Großen“, die ein letztes Jahr Grundschule vor sich haben. Ein freundliches „Guten Morgen“ ist bei vielen selbstverständlich, wenn sie ihren Schulweghelfer sehen. Nun müssen sie über die vielbefahrene Donauwörther Straße. Doch dies ist leider trotz Zebrastreifen nicht einfach, da es die Autofahrer oft recht eilig haben und nicht halten bzw. die Kinder durch die großen Bäume in der Mitte des Kreisverkehres schlecht zu sehen sind. Und da kommen sie ins Spiel – die ehrenamtlichen Schulweghelfer der Pestalozzi Grundschule.

Alles nahm mit Sparmaßnahmen und gleichzeitiger Auszeichnung für Schulwegsicherheit der Stadt Gersthofen seinen Lauf. Die Kommune erhielt im November 1997 von dem ADAC eine Auszeichnung für die Schulwegsicherheit der Schüler mit dem Fahrrad. Darüber berichtete damals sogar das bayrische Fernsehen. Allerdings wurden zum Schuljahresbeginn 1997/1998 die Schulweghelfer am Kreisverkehr an der Donauwörther Straße / Brucknerstraße Opfer des Rotstiftes. Und das wurde nirgends erwähnt.

Bereits kurz nach Beginn des neuen Schuljahres im September 1997 sind einige Eltern aktiv geworden und nahmen Kontakt zur Stadtverwaltung – zu diesem Zeitpunkt war Herr Siegfried Deffner 1. Bürgermeister – auf. In einem persönlichen Gespräch zwischen Elternvertretern und Bürgermeister ist man überein gekommen, die Schulweghelfer noch bis zum 30.11.1997 von der Gemeinde finanziert zu bekommen.
Danach hieß es: Die Verantwortung liegt bei den Eltern.
Über den damaligen Elternbeirat der Pestalozzischule wurde innerhalb von weniger Wochen eine Eigeninitiative gegründet. Viele Gespräche mit der Bitte um Mithilfe mit Müttern und Vätern waren nötig, leider nicht immer mit Erfolg. Durch die Jugend-verkehrsschule der Polizei sind die anfänglich 20 ehrenamtliche Helfer zum Schulweghelfer eingewiesen worden. Warnwesten und Winkerkellen stellte die Gemeinde bereit. Die Einsatzzeiten der teilweise berufstätigen Mütter und Väter mussten geplant werden, in den ersten Jahren waren die Schulweghelfer bis zu dreimal am Tag im Einsatz.
Am 15.12.1997 ging es dann los.

Und das ist bis heute – 20 Jahre später – noch immer so. Doch es ist nicht selbstverständlich, dass die Schulweghelfer am Kreisverkehr in der Donauwörther Straße stehen. Denn es ist immer schwieriger Eltern, Tante, Onkel oder auch Großeltern von der Wichtigkeit dieses ehrenamtlichen Dienstes für die Sicherheit ihrer Kindern zu überzeugen. Heute sind die Organisatoren froh, wenn der morgentliche Dienst von Montag bis Freitag mit Schulweghelfen abgedeckt werden kann.

Und hier ein Bitte an alle, die sich für eine wirklich wichtige und sinnvolle Sache zwei bis dreimal im Monat in der Zeit von 7.30 bis 7.50 Uhr 20 Minuten Zeit nehmen möchten. Melden Sie sich bei Interesse im Sekretariat der Pestalozzi Grundschule unter der Telefonnummer (0821) 29 82 53 10.

Ein Dankeschön der Schüler ist Ihnen sicher!
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.gersthofer | Erschienen am 04.11.2017
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