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Jakobskreuzkraut - Giftgefahr am Wegesrand

Blühendes Jakobskreuzkraut- mit Zungen- und Röhrenblüten
 
Aufblühendes Jakobskreuzkraut- beachte die feine Behaarung
Jetzt blüht es wieder allerorten- das hübsch anzusehende, aber hochgiftige Jakobskreuzkraut.
Auch in Augsburg und im Augsburger Land.
Besonders häufig sieht man es entlang der B17- Westumgehung- B 2, entlang der Autobahn, an Auffahrten, auch im GVZ, entlang von Fuß- und Radwegen, z. B. vom Bärenkeller zur IKEA- Kreuzung nach Gersthofen, an der Ecke der ARAL- Tankstelle bei der IKEA-Ausfahrt an der B17 - es ließen sich noch unzählige Vorkommen finden- leider breitet es sich zusehends aus.

Es wird zwar der Straßenrand gemäht- doch oft zu selten, zu spät und nur ein schmaler Streifen- so dass es sich von hier ungehindert ausbreiten kann.

Sicher: es war schon immer heimisch hier in Mitteleuropa- aber heutzutage kennt es kaum jemand, und auch in der Landwirtschaft wird es nicht als gefährlich wahrgenommen.

Dabei ist es eine Gefahr für den Mensch, Rinder und Pferde:
Das Weidevieh verschmäht zwar das frische Kraut wegen seinem bitteren Geschmack, doch im Heu oder der Silage sowie auch in Futtermitteln verliert es zwar seine Bitterkeit- nicht aber seine Giftigkeit.
So wird es vom Vieh nicht mehr erkannt und gefressen.
Junge Pflanzen im Rosettenstadium enthalten die ersten Wochen noch wenig Bitterstoffe, aber am meisten Gift und werden bei größerem Bestand auch gefressen! Abmähen bringt nur umso stärkeres Nachtreiben und höhere Giftigkeit.
Jede Pflanze produziert Unmengen von Samen, die auch noch jahrelang keimfähig sind!

Die Blüten sind noch um ein vielfaches giftiger als der Rest der Pflanze.
Weil die Blütenstände so schön aussehen, könnten Sie leicht in einen Blumenstrauß geraten, die schöne Blume am Weg könnte auch in Kinderhände und den Kindermund gelangen.
Das Gift der Kreuzkräuter oder auch Greiskräuter, Pyrrolizidinalkaloide (=PA), ist ein starkes Lebergift, das schleichend wirkt und erst nach einiger Zeit zu Erkrankungen führen kann- die Summe des gefressenen Materials über eine längere Zeit wirkt toxisch – und ist somit als Ursache späterer Leberleiden oder Todesfälle schwer zu erkennen.
Es ist von der WHO als embryonen- und erbgutschädigend sowie krebserregend eingestuft.

Diese PA können auch in die Milch, in Honig oder Eier gelangen, wenn Rinder oder Bienen PA- haltiges Jakobskreuzkraut gefressen haben.

Deswegen sollte jeder das Jakobskreuzkraut kennen und meiden.
In Garten- und Wiesennähe sollte es ausgegraben werden: Da es viele feine ca. 5-10 cm lange Wurzeln hat, sticht man es am besten bei feuchtem Boden mit der Grabgabel aus- von mehreren Seiten schräg einstechen, sodass die vielen feinen Wurzeln mit entfernt werden.
- und in die Restmülltonne ( bei kleinen Mengen) wandern oder verbrannt werden.

Wenn Sie Ihren Garten in der Nähe einer Bahnlinie oder von einer größeren Straße haben, kontrollieren Sie ihn auf das Kraut- auch entlang von Hecken oder in höheren Stauden!

Nähere Infos finden Sie unter http://www.jacobskreuzkraut.de/ sowie der wikipedia- Seite zum Jakobskreuzkraut.
in diesem Beitrag wurden die Auswirkungen in derPferdehaltung ausführlich beschrieben: http://www.myheimat.de/marburg/natur/es-ist-ein-kr...

03.07.11: Inzwischen sieht man allerorten das Kraut in Vollblüte, ein Prachtexemplar mit so ca. 80-100 cm Höhe habe ich bei einem Ausflug in Essing im Altmühltal gefunden- mitten im Ort aus einem Spalt zwischen Hauswand und Straße wachsend.
Außerdem habe ich einige Bilder ergänzt.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin gersthofer | Erschienen am 01.07.2011
3 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 17.06.2011 | 17:11  
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Johanna M. aus Stemwede | 17.06.2011 | 23:07  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 18.06.2011 | 16:47  
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