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Rückblick auf 1050 Jahre Batzenhofen

Freiwilligendienst beim Festzeltaufbau
 
Bieranstich durch 1. Bgm. Michael Wörle
Gersthofen: Festplatz Batzenhofen | Die Schmuttertalgemeinde Batzenhofen ist eine der ältesten Wohnsiedlungen im Bereich des Landkreises Augsburg. Die Vorfahren der heutigen Ortsbewohner sind Alamannen, deren Urheimat im südlichen Mecklenburg und im nördlichen Brandenburg lag. Der Zeitpunkt der Entstehung von Batzenhofen läßt sich nicht mit Genauigkeit feststellen. Seine Siedlungserschließung fällt aber mit Bestimmtheit in die sogenannte 1. Rodungsperiode nach der germanischen Landnahme, also vor das Ende des 7. Jahrhunderts. Ausgangspunkt und ältestes Anwesen von Batzenhofen war wahrscheinlich ein großer Meierhof. Sein Besitzer trug wohl den altdeutschen Namen Bazzo (= Streiter / Kämpfer), woraus der Ortsname gebildet worden sein könnte. Auch dessen Ableitung aus dem lateinischen Pascua (= Weide) und dem deutschen Noba (= die Höfe) ist denkbar.
Am Ende des 6. Jahrhunderts wurde das Bistum Augsburg gegründet, dem auch Batzenhofen zugehörte. Es liegt die Vermutung nahe, daß bereits das erste Gotteshaus, einst auf dem Gelände des Meierhofes errichtet, dem gefeierten Bischof der Franken, dem hl. Martinus zu Ehren geweiht wurde. Die heutige Kirche stammt aus der Zeit um 1500 und wurde um 1720 barockisiert.
Es gibt zwar noch ältere Urkunden, die auf Batzenhofen hindeuten könnten, doch mit Gewißheit ist der Ort erstmals in der Gründungsurkunde des berühmten Bischofs Udalrich (Ulrich) von Augsburg für das Kloster St. Stephan vom Jahre 969 als "Pacenhua" verbrieft.
Aufgrund dieser Urkunde konnte Batzenhofen im Juli 2019 das 1050-jährige Gründungsfest begehen.
Die aktuelle Helfergeneration wollte hinter derjenigen, welche im Jahr 1969 das 1000-Jährige organisiert hatte, nicht zurückstehen und plante ein dreitägiges Festwochenende mit Bierzelt und buntem Rahmenprogramm. Hierzu wurde eigens der Verein "Dorfgemeinschaft Batzenhofen e.V." gegründet, der die Planung der Festivitäten übernahm. Bei den Auf- und Abbauarbeiten auf dem Festplatz beteiligen sich dann auch zahlreiche Nicht-Mitglieder.
Die Feierlichkeiten begannen am Freitagabend mit der "Village Party", die von der Dorfjugend ausgerichtet wurde, bei der jedoch alle Altersklassen vertreten waren.
Am Samstagnachmittag erfolgte die offizielle Festeröffnung mit dem Bieranstich durch den 1. Bürgermeister Michael Wörle. Es folgte ein Kinder- und Jugendprogramm, zu dem passenderweise die Schüler- und Jugendkapelle des Musikverein Batzenhofen aufspielte. Nach dem obligatorischen Luftballonstart gestaltete die Showband "Schlawiner" einen Dorfabend.
Der Sonntag begann mit dem traditionellen Festgottesdienst, bei dem Abt Theodor Hausmann von Sankt Stephan über die verschiedenen Aspekte des Begriffs "Heimat" predigte. Einen weiteren Teil des Festprogramms steuerte der Kindergarten St. Martin Batzenhofen bei, der am Festwochenende sein 25-jähriges Jubiläum feierte. Nach dem Essen löste die Musikkapelle Gablingen die Batzenhofer Musikanten ab. Der Festausklang wurde von der schwäbischen Trachtenkapelle Hirblingen musikalisch umrahmt.
Am Montag zeigte sich dann, daß der Arbeitseifer der Helfer auch nach dem Fest ungebrochen weiterexistierte, denn schon am späten Nachmittag sah der Festplatz wieder aus, als wäre hier nie etwas anderes als eine Dorfwiese gewesen.
Zum Abschluß gab es für die Helferinnen und Helfer Dankesworte von Stadtrat Martin Ehinger, gefolgt von einem gemeinsamen Pizzaessen. Gegen19:00 Uhr traten die Helfer dann in dem guten Gefühl, zum Gelingen dieses Jubiläums das Ihre beigetragen zu haben, den Heimweg an.
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1 Kommentar
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Werner Szramka aus Lehrte | 19.11.2019 | 18:19  
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