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Musikalische Klänge und tänzerische Bewegungen vom Feinsten

Auch 2018 wurde der Joseph-Anton-Vöst-Musikpreis der Sing- und Musikschule Gersthofen verliehen: Er ging an Max Joseph Kiendl (Mitte).
 
Beim Tag der offenen Tür der Sing- und Musikschule Gersthofen probierten die Besucher umfassend die angebotenen Musikinstrumente aus.
Gersthofen: Sing- und Musikschule |

Das Jahr 2018 war für die Sing- und Musikschule Gersthofen gleich in mehrfacher Hinsicht etwas Besonderes. Neben der Beibehaltung des umfangreichen Unterrichtsangebots auf hohem Niveau galt es auch zwei Jubiläen durchzuführen. So wurden im Frühjahr im Rahmen eines Festkonzerts in der restlos ausverkauften Stadthalle sowohl das 50-jährige Bestehen der Musikschule als auch der 70. Geburtstag des Trägervereins „Gersthofer Spatzen“ gefeiert.

Das Doppelpack präsentierte im ersten Durchgang des Konzerts einmal mehr das Können und die Leistungen der Schüler und Ensembles. Dabei lieferten die Bühnenakteure eine bewundernswerte musikalische und tänzerische Vielfalt ab. Das Nachwuchsorchester Sunny Mood und die Big Band trumpften hier ebenso auf wie das Gitarrenensemble und die Saitenmusikgruppe. In nichts nach standen die Musikalische Früherziehung, der Erwachsenenchor und die beiden Vokalformationen Delicious und Cloudberries. Viel Beifall erhielten in diesem Zusammenhang die parallel dazu aufgeführten faszinierenden Ballettchoreografien von Angelika und Dariusz Szwarc.
Der zweite Teil entführte die Zuhörer in die Zeit der Wiener Klassik. Hier servierte die Musikschule ein faszinierendes Singspiel über das umtriebige Leben des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart. Dabei stellten das Musikschulorchester unter Stefanie Saule und Christian Schmerder, der Erwachsenchor und das Ballett mit viel Sensibilität und zugleich Eindringlichkeit das wechselhafte Leben des Komponisten in Szene.
Die Akteure - alle aufwendig in Kostüme und Perücken gekleidet - verwandelten die Bühne in ein buntes Kaleidoskop. Einmal fanden sich die Zuhörer in einem Tanz- und Konzertsaal wieder, dann in einem schillernden Maskenball.

Musikpreis geht an Max Joseph Kiendl

Ein besonderer Stellenwert besitzt auch der von der Sing- und Musikschule verliehene und von der Kreissparkasse gestiftete Joseph-Anton-Vöst-Musikpreis. Er ging heuer an Max Joseph Kiendl. Er war von 1967 bis 1973 musikalischer Leiter der „Gersthofer Spatzen“. Die Auszeichnung erhielt er für sein Engagement und seine Verdienste um die Musikschule.
Große Resonanz in der Öffentlichkeit erfuhr einmal mehr der Tag der offenen Tür. Im Musikschulgebäude an der Quellenstraße nutzten die Besucher, allen voran die Kleinen, auch heuer wieder ausgiebig die Gelegenheit, die zahlreichen Musikinstrumente kennenzulernen und auszuprobieren.
Dabei hatten die Musikinteressierten oft die Qual der Wahl. Zu umfangreich war die Palette der Musikgeräte. So standen unter anderem Klavier, Zither, Trompete, Posaune, Horn, Gitarre, Cello, Violine, Akkordeon, Klavier, Schlagzeug, Saxofon und Keyboard zur Verfügung. Und alles nicht nur zum Anschauen, sondern in die Hand zu nehmen und Töne zu entlocken. So hallte es bereits kurz nach Veranstaltungsbeginn mal melodiös, mal weniger klangrein durch die Probenräume. Sinn der Veranstaltung sei es, alle sozialen Schichten und Kulturen anzusprechen, so Musikschulleiter Robert Kraus.

Am Puls der Zeit

Dass die Musikschule Gersthofen auch 2018 den Puls der Zeit erfasst hat, bestätigte die Jahreshauptversammlung. Dort nannte Vereinsvorsitzender Armin Gaurieder beeindruckende Zahlen: So unterrichten 21 Lehrer mit musikpädagogischem Fachstudium oder einer vergleichbaren Qualifikation rund 850 Schüler. Der Älteste sei 80 Jahr alt, berichtete er. Der Jüngste mit acht Monaten besuche die Musikalische Früherziehung.
Aber auch andere Zahlen ließen aufhorchen. Maria Vogel gab einen Einblick in die Finanzen der Bildungsstätte. 709000 Euro Einnahmen stünden 728000 Ausgaben im Jahr 2017 gegenüber, so die Schatzmeisterin. Das Minus gehe auf dringend notwendige Anschaffungen von Instrumenten wie einem Flügel und mehrere Digitalpianos zurück.
Auch in 2018 legte die Sing- und Musikschule großen Wert auf generationenübergreifende Konzepte und die Vernetzung mit anderen kulturellen Einrichtungen. „Wir begegnen den sich verändernden gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingungen mit Angeboten, um diesen Neuerungen frühzeitig und erfolgversprechend Rechnung zu tragen“, verdeutlichte Vereinschef Armin Gaurieder.
Wichtig seien unter anderem Kooperation mit verschiedenen Schulen und das Thema Inklusion. Hinzu komme eine intensive Zusammenarbeit mit diversen Musikvereinen in der Region.
Erfreut zeigte sich Gaurieder, dass die Musikschule die Schüler auf ihren Bildungsweg über eine lange, wichtige Lebensphase begleite. „Wir verknüpfen den Bildungsweg junger Menschen mit ihrem musikalischen Schaffensprozess und sorgen für ein durchgängiges, aufeinander aufbauendes Unterrichtsangebot“, ergänzte er.

Musik mit Niveau und Herzblut

Auch Musikschulleiter Robert Kraus verwies auf die oft langjährige Verbundenheit von Schülern zur Sing- und Musikschule: „Einige sind bereits Jahrzehnte bei uns.“ Ausschlaggebend dafür sei unter anderem, dass die Einrichtung über Weitblick verfüge und keine Schnellschüsse mache. Musik, Gesang und Tanz würden mit Niveau, Professionalität und viel Herzblut unterrichtet, so Kraus.
Dabei hatte die Sing- und Musikschule auch 2018 stets den Ausbau und die Abrundung ihres Angebots im Fokus. Mit dem Start des neuen Musikschuljahrs im September wurde beispielsweise das Angebot in Tanz und Ballett umfangreich erweitert. Mit dem Kooperationspartner DanceCanter No1bietet die Musikschule nun in ihren Räumlichkeiten neben Ballett unter anderem auch HipHop und Jazz Dance an.
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.gersthofer | Erschienen am 18.12.2018
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