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KOL-LA 2010 - ein Feuerwerk der guten Laune

Gaben eine gute Figur ab: Lechana-Faschingsprinzenpaar Christine III. und Markus I.
 
Harte Burschen - die "Wickinger" des TSV-Spielmannszuges - ganz rechts ein Einhorn
Der erfolggewohnten KOL-LA Faschingsgesellschaft ist es wiederum gelungen, „ein's drauf zusetzen“. Zum 40. Jubiläum präsentierte sie in ihrer Faschingssitzung ein Programm, das zu übertreffen schwierig sein dürfte. Und genau hier hat der myheimat-Mann ein Problem: Um alle Programmpunkte gebührend zu würdigen, müsste er einen seitenlangen Bericht schreiben, den wahrscheinlich niemand lesen würde. Also kann er nur um Verständnis bitten, wenn er sich auf das Wesentliche beschränkt.

Dazu gehört auf jeden Fall das „Politiker derbleck'n“, das sich wie ein roter Faden durch Wort- oder Liedvorträge durchzog. Ob nun Stadtrat oder Bundespolitiker; jeder bekam sein Fett ab. Besonders „Pressesprecher“ Manfred Lamprecht biss sich durch sämtliche Politikerriegen. Seine Schärfe war hoch dosiert; wurde aber stets mit starkem Beifall bedacht. Landesbank, von Guttenberg (Barak Obama aus Oberfranken), FDP (gelbe aufgeblasene Säcke) und Schweinegrippe waren nur einige Themen, die Lamprecht würdigte. Auch die Heilsarmee trug nicht unbedingt zum Heil bei, wobei auch Wagner Federn lassen mußte: „33 Jahre der gleiche Kopf und das gleiche Gschwätz“. „Auguste und Gerfriedchen“, „Engel und Teufel“, alle rückten unter starkem Applaus den Politikern zu Leibe.

Mit Staunen und Bewunderung wurden die Darbietungen der Gruppe „Cristallica“ verfolgt. Akrobatik pur, dargestellt von geheimnisvollen schwarz-weißen Akteuren; „Cristallica“ möchte man nicht mehr missen. Schmissige Tanzeinlagen von den Tänzern und Tänzerinnen des TSV Firnhaberau und des KOL-LA-Balletts sowie der „Lucky Petticoats“ ließen die Männer unruhig und die Frauen wachsam werden... „Alpenglühen“ des KOL-LA-Balletts brachte die bayerische Heimat näher und vom TSV- Firnhaberau wurde der Glöckner von Notredame samt „Umfeld“ vorgestellt. „Lucki Petticoats“ erinnerten an die Musik zur Zeit der „Eis am Stiel“-Filmreihe, wobei deren Filmauftritt den Filmen sicherlich gut getan hätten...

Die große Überraschung war jedoch der Auftritt von „Fabian Lenz & Friends“. Was zunächst wie eine biedere Schafkopfrunde aus dem bayerischen Oberland aussah, entpuppte sich rasch als eine mitreißende Percussions-Show, deren Rhythmus und Klang -mittels Hand, Fuß und Bierkrug, dazu mit stimmigem Text- begeisterte. Ein Stuhl -besetzt von Christian Schmerder- gingt fast zu Bruch, was aber dem Auftritt keinen Abbruch tat. „Wir waren uns nicht sicher ob die neue Nummer so gut vom Publikum angenommen wird“, erzählte KOL-LA-Verantwortlicher Werner Simon. Er kann beruhigt sein, die Gruppe war ein „Highlight“; Experiment geglückt.

Kein Experiment bei dieser Besetzung war der Sketch „Dinner für one“; bestens bekannt aus dem Fernsehen. „One“ war Manfred Lamprecht – was muss man tun um eine solche Stimme zu bekommen?- und „Diener“ war Herbert Lenz. Bei solchen Akteuren muss das Nachspielen dieses anspruchsvollen Kultstückes einfach gelingen. Neu war das Servieren einer „Flädlesuppe“. Das Publikum lachte Tränen. Ihre gesanglichen Talente voll ausspielen (aussingen) konnte „Delicious“ der Sing- und Musikschule Gersthofen. Die Krähenplage im Nogentpark galt es zu bekämpfen und es wurde keine Mühe gescheut, durch Gesang die Biester zu vertreiben. Florian Silbereisen, Mireille Matthieu, Karel Gott, Tina Turner, Heino und die Hellwig-Familiy ließen die Krähen tot vom Bühnenhimmel fallen. Als die Krähen weg waren, konnte sich „Rentner“ Lukas Kiermeyr ungestört auf seine Bank setzen. Er räsonierte u. a. über Ärzte und versöhnte dann wieder mit seinem Schunkellied. Überflüssig zu sagen, dass Kiermeyr erst wieder mit dem Kanapee-Lied entlassen wurde...

Dann gab es noch die „Ohrwürmer“ von der Band „Sirtakis“-, das KOL-LA-Männchen, den Quoten-Bayer, den TSV-Spielmannszug, die Blasharmoniker und viele andere mehr. Nicht zuletzt einen aufmerksamen und schnellen Saaldienst und flinke, freundliche Garderobedamen. Lob an die Technik. Sie alle sorgten für gute Unterhaltung und reibungslosen Ablauf. Sitzungspräsident Karl-Heinz Wagner leitete souverän die Veranstaltung und entließ gegen ca. 0:30 Uhr das Publikum. Fünf unterhaltsame Stunden, die beste Werbung für den „Gersthofer Fasching“ darstellen, waren im Nu vergangen...
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin gersthofer | Erschienen am 26.02.2010
myheimat-Stadtmagazin gersthofer | Erschienen am 17.12.2010
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