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Ein Fest der Freundschaft und des Zusammenhalts

 

Die Stadt Gersthofen feiert ihren 50. Geburtstag beim Festakt in der Stadthalle mit einer Delegation aus der französischen Partnerstadt und mit einer großartigen Premiere

7. Juni 1969: Gersthofen wird zur Stadt erhoben – auf den Tag genau 50 Jahre später feierte die Stadt nun ihre Erfolgsgeschichte mit einem großen Festakt zum Jubiläum, der mit Festreden, musikalischen und kulinarischen Highlights sowie einer ganz besonderen Premiere die gesellschaftliche und kulturelle Vielfalt Gersthofens widerspiegelte.

Rund 400 Ehrengäste folgten der Einladung zum offiziellen Festakt in der Stadthalle. Neben Vertretern der örtlichen Vereine sowie aus Politik und Kultur nahm auch die Delegation aus der Partnerstadt Nogent-sur-Oise teil. Bei einem Jubiläumsmenü lauschten die Gäste den Festreden.

„Gemeinsam. Erfolgreich. Leben“ – getreu dem Motto des Festjahres ging Erster Bürgermeister Michael Wörle auf die Menschen ein, die sich für das gemeinschaftliche Leben in der Stadt engagieren und zeigte anhand eines kurzen Querschnittes durch die Geschichte Gersthofens vor allem die erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung auf. Waren es 1969 noch 337 Gewerbetreibende vor Ort, so sind es heute über 2300. Das Gewerbe, so Wörle, sei maßgeblich für den Werdegang der Stadt verantwortlich. Zudem ging er auf die Vereine und Organisationen ein, die Leben, Wohnen und Freizeit für die Bürger gestalten und die soziale Verantwortung übernehmen. „Gersthofen geht durchdacht mit seiner Verantwortung um“, so Wörle. Daher entschied sich die Stadt auch dagegen, beim Festakt Gastgeschenke zu verteilen, sondern verwendete den dafür vorgesehenen Betrag, um im Rahmen des Projektes „Plant for the Planet“ Kinder zu Klimaschutzbotschaftern ausbilden zu lassen. Übrigens ein Projekt, das der ehemalige Gersthofer Schüler Felix Finkbeiner ins Leben gerufen hatte. Auch weitere Gersthofer Persönlichkeiten, die eng mit der Stadt verbunden sind, wurden in den Festakt mit einbezogen: durch das Programm führte der bekannte Radio- und Fernsehmoderator Roman Roell, der unter anderem in Gersthofen aufwuchs, auch dort zur Schule ging und Klassenkamerad von Michael Wörle war. Auch der ehemalige Bürgermeister Siegfried Deffner, der lange Jahre den Aufstieg der Stadt mitprägte und mit der 100-Mark-Aktion im Jahr 1999 Aufsehen erregte, sowie das Ehepaar Grashei – dessen Ehe war am 13. Juni 1969 die erste, die in der noch jungen Stadt geschlossen wurde – waren geladen. Gerade das Ehrenamt und der gesellschaftliche Zusammenhalt haben dafür gesorgt, dass Gersthofen sich sein Gesicht bewahrt hat, so Landrat Martin Sailer bei seiner Festrede. „Ein lebens- und liebenswertes Gesicht“. Sailer ging auf das Entwicklungspotenzial der Stadt ein und bezeichnete Gersthofen als starken Standort im Augsburger Land. Die Stärke der Stadt griff auch Augsburgs Oberbürgermeister, Dr. Kurt Gribl, auf, als er auf die Beziehung zu Augsburg einging, die von gemeinsamen Projekten, wie zum Beispiel dem GVZ, lebe. „Ich glaube, Gersthofen hat sich wohl aus Trotz gegen die einst im Gespräch stehende Eingemeindung nach Augsburg so gut entwickelt“, sagte Gribl mit einem Augenzwinkern.

Daneben stand vor allem auch die deutsch-französische Freundschaft im Fokus. „Wir feiern heute zwei Festakte“, so Sailer. Denn auch die Partnerschaft zwischen Nogent und Gersthofen besteht bereits seit 50 Jahren. Dies passe zur Idee, die Europa als einzigartiges Friedensprojekt denkt, so Sailer. Auch Staatssekretärin Carolina Trautner, die an diesem Abend als Vertretung für Innenminister Joachim Herrmann gekommen war, betonte die Bedeutung von Städtepartnerschaften, die ein festes Bindeglied für Europa sind. Ausgangspunkt dafür sei wiederum die jeweilige Heimat und in Gersthofen sei diese Basis durch das reichhaltige Vereinsleben und das ehrenamtliche Engagement beispielhaft gestaltet, so Trautner. Jean-Françoise Dardenne, Erster Bürgermeister aus Nogent, bezeichnete die Stadtentwicklung Gersthofens gar als Inspiration.

Ausdruck dafür, was das Ehrenamt in Gersthofen leisten kann, war die Premiere des „Ballonmusicals“. Eigens für den Festakt studierten 93 Mitwirkende der Sing- und Musikschule ein ganzes Jahr lang ehrenamtlich das 25-minütige Singspiel ein, das bei seiner Uraufführung in der Stadthalle das Publikum restlos begeisterte. Mit viel Liebe zum Detail erzählte das Kurzmusical mit Big Band und Akkordeonorchester, Gesangssolisten und Chor sowie Ballettgruppen und aufwendigen Kostümen die Geschichte der Ballonfahrt in Gersthofen und rund um Baron von Lütgendorf. Die Gesamtleitung übernahm Musikschulleiter Robert Kraus, seine Frau Susi schrieb die Texte.

Auch die musikalische Gestaltung des Festaktes durch die Stadtkapelle Gersthofen, die Preisträgerin des Kulturpreises Gersthofen, Verena Metzger, am Piano und die deutsch-französische Gruppe Cartouche verliehen dem Festakt einen würdigen Rahmen und unterstrichen einmal mehr, was Gersthofen zu bieten hat.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.gersthofer | Erschienen am 06.07.2019
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