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Die Gersthofer Blasharmoniker geben ihr traditionelles Jahreskonzert in der Gersthofer Stadthalle – und am Ende wurde sogar noch eine Silberhochzeit gefeiert

Die Gersthofer Blasharmoniker luden zum traditionellen Jahreskonzert in die Stadthalle (Foto: Peter Metzger)
 
Übergabe des 700-Euro-Schecks durch den 1. Vorstand Josef Schiele an den ersten Bürgermeister und Schirmherren von "Hile in Not" Michael Wörle (Foto: Peter Metzger)
Wenn Ulrich Fischer und seine Gersthofer Blasharmoniker zum traditionellen Jahreskonzert in die Stadthalle einladen, folgen jedes Jahr mehrere hundert Musikbegeisterte dieser Einladung. So auch am vergangenen Samstag – die Plätze in der Stadthalle waren nahezu ausverkauft und die Zuhörer begeistert von den musikalischen Leckerbissen, die ganz unter dem Motto „Made in Germany“ standen.
Von klassischen Nummern wie „Jesus bleibet meine Freude“ von Johann Sebastian Bach über dramatische Filmmusiken wie „Time“ aus dem oscarprämierten Film „Inception“ oder der weltbekannten Titelmusik des Sonntagabendkrimis „Tatort“ bis hin zu jazzigen Tönen der „Bert Kaempfert Classics“ war doch für jeden Geschmack etwas dabei. Bei der Zeitreise zu den gefeierten Größen der populären Musik wie den Comedian Harmonists Ende 1920 bis Anfang 1930 aber auch zu Nena, Falco, Klaus Lage oder der Münchner Freiheit der „Neuen deutschen Welle“ aus den 80er Jahren konnte man doch den einen oder anderen Besucher mitsingen hören. Auch eine Weltpremiere durfte das Gersthofer Publikum miterleben, denn neben Michael Bublé, Harald Junke, Louis Armstrong, Sting, Robbie Williams und vielen mehr, die alle das gekannte Bänkellied der Dreigroschenoper „Mackie Messer“ coverten, dürfen sich nun die Gersthofer Blasharmoniker auch in diese Liste namhafter Musiker einreihen. Unterschiedlicher kann ein Programm nicht sein und doch hatten alle Stücke eines gemeinsam: alle stammen aus der Feder deutscher Komponisten.
Aber nicht nur die musikalische Darbietung zählte an diesem Abend zu den Höhepunkten. Die charmanten, witzigen, abenteuerlichen und durchaus informativen Ansagen der einzelnen Register zu den verschiedenen Stücken sorgten nicht nur für den einen oder anderen Lacher, sondern stimmten das Publikum auf jeden Programmpunkt perfekt ein.
Standing Ovations gab es schließlich nicht nur für dieses anspruchsvolle Konzert und die außerordentliche Leistung jedes einzelnen Musikers, sondern auch für den Dirigenten, der an diesem Abend seine musikalische Silberhochzeit mit seinen Blasharmonikern feierte. Seit genau 25 Jahren ist Ulrich Fischer nun musikalischer Leiter und investiert seit dem viel Zeit und Nerven aber auch Leidenschaft und Freude in sein Orchester. Damit soll demnächst Schluss sein, denn mit dem 30jährigen Bestehen der Gersthofer Blasharmoniker im nächsten Jahr möchte er für einen neuen Dirigenten Platz machen und seinen Dirigentenstab gegen sein geliebtes Euphonium und einen Platz zwischen seinen Musikern eintauschen.
Bestmöglich zu unterhalten stand für jedes einzelne Orchestermitglied auch dieses Mal wieder an vorderster Stelle. Das für einen guten Zweck zu machen ist mittlerweile schon Tradition, denn wie schon die Jahre zuvor geht auch dieses Mal 1 Euro pro Eintrittskarte an Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Zusätzlich war auch noch eine "Spendentuba" aufgestellt, deren Trichter die Zuhörer mit Scheinen füllen konnten. Und so konnte Gersthofens erster Bürgermeister Michael Wörle einen Scheck in Höhe von 1500 Euro für die Stiftung „Hilfe in Not“ der Stadt Gersthofen entgegen nehmen.
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