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110 Beteiligte bei Einsatzübung im Industriepark

Eine gute Stunde dauerte die Einsatzübung im Industriepark Gersthofen, bei der die IGS-Werkfeuerwehr zusammen mit externen Rettungskräften den Ernstfall übte.
Feuerwehren und Rettungskräfte üben gemeinsam den Ernstfall

Rund 110 Einsatzkräfte haben am Freitag, 29. Juli 2011, an einer gemeinsamen Einsatzübung teilgenommen, die in regelmäßigen Abständen durchgeführt und von der Werkfeuerwehr des Industrieparks Gersthofen vorbereitet wird.

Pünktlich um 16:30 Uhr ging die Alarmmeldung bei den Einsatzkräften ein und dem Heimvorteil entsprechend war auch die Werkfeuerwehr der IGS (Industriepark Gersthofen Servicegesellschaft) wenige Minuten später als Erste am Einsatzort. Alarmiert wurden neben den Brandschützern aus dem Industriepark die Freiwilligen Feuerwehren aus Gersthofen, Langweid und Neusäß, die Werkfeuerwehr der Firma Huntsman in Langweid, die Freiwillige Feuerwehr aus Dinkelscherben als Unterstützungsgruppe für die örtliche Einsatzleitung sowie das Bayerische Rote Kreuz in Gersthofen und die Werksärztliche Abteilung des Industrieparks. Insgesamt waren rund 110 Einsatzkräfte aktiv an der Übung beteiligt, die von Kreisbrandrat Alfred Zinsmeister, Kreisbrandinspektor Günther Litzel und Franz Seitz vom Landratsamt Augsburg (Amt für Katastrophenschutz) beobachtet und beurteilt wurde.

Das von Andreas Schnepp, Leiter der IGS-Werkfeuerwehr, ausgearbeitete Szenario sah einen Brand mit Explosion und Austritt von Gefahrstoffen in einem Produktionsbetrieb der Clariant Produkte (Deutschland) GmbH vor. Zudem wurde angenommen, dass drei Mitarbeiter des Betriebes durch die Explosion verletzt wurden und sich nicht mehr selbst aus dem Gebäude retten konnten. Für die Maßnahmen Brandbekämpfung, Personenrettung, Abdichtung der Leckage an einer Rohrleitung und Auffangen des auslaufenden Gefahrstoffes wurden die unterschiedlichsten Gerätschaften eingesetzt. So zum Beispiel ein Teleskopmast mit Wasserwerfer, eine Drehleiter zur Menschenrettung, Strahlrohre und Wasserwerfer, aber auch schwerer Atemschutz in Verbindung mit Chemikalien-Schutzanzügen, die nach dem Einsatz dekontaminiert werden mussten – alles natürlich nur zum Zweck der Übung.

Eine gute Stunde dauerte der Einsatz, bevor die Floriansjünger wieder ans Aufräumen gehen konnten. Im Anschluss daran waren alle Beteiligten zu einer Brotzeit im Betriebsrestaurant des Industrieparks eingeladen. Heinz Mergel, Leiter des Industrieparks Gersthofen, dankte im Rahmen der Manöverkritik allen Einsatzkräften für die Teilnahme an der Übung, durch die die Arbeit im Fall eines Ereignisses noch schlagkräftiger wird. "Genau das ist der Sinn und Zweck einer Übung, dass alle Beteiligten hinterher ein Stück weit besser agieren können. Im Fall von Großschadenslagen kommt es auf jeden einzelnen im Team zur Gefahrenabwehr an. Wir freuen uns, dass sich die Freiwilligen Feuerwehren aus dem Umkreis jedes Mal so zahlreich an den Übungen beteiligen", bekräftigte der IGS-Geschäftsführer.

Die offiziellen Beobachter werden in den nächsten Tagen ein Feedback zum Verlauf der Einsatzübung abgeben, das in die Optimierung der zukünftigen Zusammenarbeit der Werkfeuerwehr mit externen Rettungskräften einfließen wird.
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