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Hannemann: „Ehrliche Politik gesteht Fehler ein“

Dreikönigstreffen Freie Wähler Landkreis Augsburg

Im Dreikönigstreffen der Freien Wähler des Landkreises Augsburg stellt der Kandidat seine Ziele und Schwerpunkte für die künftige Arbeit als Landrat vor.

Thierhaupten PM Die Kreistagsfraktion der Freien Wähler und der FDP (FW/FDP) sowie der Kreisverband der FW des Landkreises Augsburg luden zum politischen Jahresauftakt nach Thierhaupten ein. „Die drei Boarischen“ - Musiker aus Thierhaupten und Aindling begrüßten die etwa 150 Gäste im Klostergasthof. Grußworte kamen von Thierhauptens Bürgermeister Franz Neher und dem FW-Ortsvorsitzenden Paul Heinrich.
Zuvor gab der FW/FDP-Fraktionsvorsitzende Johann Häusler eine kurze Rückschau über die Kreispolitik. Im Zusammenhang mit der Senkung der Müllgebühren und der zurückliegenden AVA-Affäre zeigte der Fraktionsvorsitzende auf, wie wichtig die Sachpolitik der Freien Wähler in den letzten Jahren war. Am Beispiel der Krankenhaus- und Schulpolitik erläuterte Häusler die großen Herausforderungen für den Landkreis, bei denen die Kommunen vom Freistaat häufig im Stich gelassen wurden. „Aufgrund der Förderpraxis des Freistaates Bayern haben wir entsprechende eigene hohe Vorfinanzierungen zu stemmen, weil zugesagte Fördergelder viel zu spät in den Kommunen ankommen.“ Am Beispiel des europäischen Kindertheaters in Diedorf „Euhitea“ machte er deutlich, wie wichtig es sei, über den Tellerrand der Kommunalpolitik zu schauen.
Den Höhepunkt des Abends lieferte der Landratskandidat der Freien Wähler, Bernhard Hannemann, in dem er beeindruckend erläuterte, warum ein politischer Wechsel im Landratsamt des Landkreises Augsburg dringend notwendig sei. „Viele Probleme sind seit Jahren bekannt, aber nichts wurde dagegen getan.“ Hier nannte er einige Beispiele: das Verwaisen des öffentlichen Personennahverkehrs, die unzureichende Ausstattung des südlichen Landkreises mit Schulen oder die unzureichende Internetanbindungen des ländlichen Raums.
Die CSU habe in den letzen Jahren eklatant die Interessen der Bevölkerung missachtet und laufe jetzt Gefahr, das politische Gleichgewicht zu stören, so Hannemann. „Das gilt es zu verhindern.“ Auch fordert Hannemann endlich wieder ehrliche Politik zu machen, in dem Kommunalpolitiker zu ihren Fehlern stehen. „Nicht jeder kann alles können, aber wenn ich einen Fehler mache, dann muss ich dazu auch stehen!“ Der Landratskandidat tritt ein für einen selbstbewussten Landkreis. Hannemann: „Einfordern was einem zusteht kann nur jemand, der nicht parteipolitische Belange berücksichtigen muss. Das nenne ich verantwortliches Handeln.“
Für seine mitreißende Rede erntete Hannemann stehende Ovationen von den anwesenden Gästen. Die Veranstaltung wurde geleitet vom FW-Kreisvorsitzenden Markus Brem, der in seinen Worten auf Verbreitung der parteifreien Wähler in Bayern einging: „Mehr als 40 Prozent der Bürgermeistermandate werden von Personen ausgeübt, die nicht den politischen Parteien angehören. Es ist also kein Wagnis. Unter diesen 40% stellen die Freien Wähler den größten Anteil.“
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