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SRI LANKA-die Perle im Indischen Ozean

Kunstvolle Malerei am rohen Felsen: Wolkenmädchen
 
Sigiriya Felsen
 
Botanischer Garten von Kandy

Sri Lanka, das „glückliche Land“. Allein der Name lässt die Phantasie lebendig werden. Das Land bietet türkisfarbenes Meer, sich sanft im Wind wiegende Palmen, angenehme Temperaturen und eine bezaubernde, üppige Landschaft. Das Lächeln, mit dem man im ehemaligen Ceylon empfangen wird, ist herzlich und wirkt alles andere als aufgesetzt. Doch auch das Paradies hat seine Kehrseite: Seit mehr als 16 Jahren herrschen auf Sri Lanka bürgerkiegsähnliche Zustände. Touristen bekommen davon jedoch in der Regel eher wenig mit. Doch das sollte ich schon bald selbst herausfinden.

Sri Lanka, das „glückliche Land“. Allein der Name lässt die Phantasie lebendig werden. Das Land bietet türkisfarbenes Meer, sich sanft im Wind wiegende Palmen, angenehme Temperaturen und eine bezaubernde, üppige Landschaft. Das Lächeln, mit dem man im ehemaligen Ceylon empfangen wird, ist herzlich und wirkt alles andere als aufgesetzt. Doch auch das Paradies hat seine Kehrseite: Seit mehr als 16 Jahren herrschen auf Sri Lanka bürgerkiegsähnliche Zustände. Touristen bekommen davon jedoch in der Regel eher wenig mit.
Doch das sollte ich schon bald selbst herausfinden.
Nach einem 11-stündigen Flug hieß man unsere Gruppe in Colombo herzlich willkommen. Sechs Kandy Tänzer zeigten uns verschiedene traditionelle Tänze, von denen wir in den nächsten Tagen mehr zu sehen bekommen sollten. Da der Flug sehr lang war und sich die Luftfeuchtigkeit und die Zeitumstellung bei allen in der Gruppe bemerkbar machte, fuhren wir an diesem Tag nur noch in unser Hotel, um uns auszuruhen, um für den nächsten Tag zu sein.
Gleich am ersten Tag hieß es früh aufstehen, da wir nach Pinnawela fuhren, um uns das Elefantenwaisenhaus anzusehen. Etwa 60 kleine und große Dickhäuter werden gefüttert, gestreichelt und zum Kuda-Oya-Fluß getrieben. Und so manch ein Tourist bekommt dabei eine Rüsselladung Wasser ab. 1975 wurde das Waisenhaus gegründet, um verlassene Elefantenbabies aufzuziehen und auszuwildern.
Nach einer etwa vierstündigen Fahrt erreichten wir das Hotel Sigiriya Village. Nach einem kurzen Mittags¬snack waren wir genug gestärkt, um den Sigiriya Felsen zu erobern. Der monumentale Felsen (427 km) erhebt sich weithin sichtbar aus der Ebene. Der Auf– und Abstieg dauert ca. 2 Stunden, dabei mussten 1000 Stufen gestiegen werden. Aber der Muskelkater lohnte sich, denn man hat von oben einen phantastischen Rundblick über Dschungel, Reisfelder, Stauseen und ferne Bergketten. Rund 1500 Jahre ist es her, dass der Vatermörder Kasyapa sich vor der Rache seines Bruders auf diesen Monolithen flüchtete und hier einen Palast erbauen ließ. Auf halber Strecke bezaubern die weltberühmten „Wolkenmädchen“. Im fünften Jahrhundert wurden 500 Schönheiten auf die sogenannte Spiegelwand mit einer Honig-Ei-Mixtur gemalt. Die mit Kopfschmuck und Geschmeide in Grün - und Rottönen gezeichneten Frauen verschwinden ab der Hüfte in einer Wolke, als schwebten sie in luftiger Höhe. Auf dem mittleren Plateau befinden sich die riesigen Löwenpranken aus Ziegelsteinen. Vom Palast auf dem Gipfelplateau ist bis auf einige Mauerreste, Treppen und Wasserbecken nichts mehr erhalten. Dafür kommen die geometrisch angelegten Wasserbecken mit Rundwegen und Teichen am Fuße des Sigiriya Felsen von oben erst richtig zur Geltung.

Am dritten Tag fuhren wir weiter nach Kandy. Die Stadt gilt seit jeher als religiös-geistliches Zentrum Sri Lankas. Auf dem Weg nach Kandy stoppten wir in einem traditionellen Gewürzgarten. Diese Gärten werden von Heilpraktikern geführt. Dort hatten wir die Möglichkeit, Einblicke in die homöopathische Medizin zu bekommen. Unser nächster Stopp war der weltberühmte botanische Garten von Kandy. Von der Anlage und Pflanzenvielfalt her gilt er als einer der schönsten botanischen Gärten tropischer Breiten. Der Garten zeigt mehr als 4000 Pflanzenarten. Neben den Gewürzabteilungen ist das Orchideenhaus die Hauptattraktion. Ferner gibt es ganze Alleen von Nutz- und Zierpalmen, sowie Bäume, auf denen fliegende Hunde leben. Gegen Nachmittag besuchten wir das wichtigste Heiligtum der ehemaligen Königsstadt: der Zahntempel Kandys. Mehrmals täglich wird der heilige Schrein für die puja (religiöse Zeremonie) geöffnet. Die Buddhisten gehen voller Ehrfurcht auf die Knie, Berge von Araliya- und Lotusblüten türmen sich auf dem Altar. Der Zahn Buddhas selbst wird gehütet wie ein Augapfel. Zu sehen bekommen Normalsterbliche nur die äußere von insgesamt sieben kostbaren Schatullen – hinter Panzerglas. Zum Besuch von Kandy gehört unbedingt eine Tanzaufführung der Kandy-Tänzer. Ein kleiner Teil der Show wurde uns schon am Ankunfstag am Flughafen zuteil. Aber in der Kandy Dance Show Hall wirbeln ca. 50 Kandy-Tänzer meist gegen 19:30 Uhr über die Bühne.

Nach einem etwa dreistündigem Zickzack-Kurs kam uns am Donnerstag Nuwara Eliya in Sicht – oder auch nicht. Das hängt hier oben in 1890 Metern Höhe vom Wetter ab. Im ehemaligen Sommerdomizil der englischen Kolonialherren kann es empfindlich nass und kalt werden. Wen wundert’s, dass die Briten sich hier wie zu Hause fühlen. Leider versteckt sich die herrliche Bergwelt häufig im Nebel. Hier sind sehr viele Villen im englischen Landhausstil mit Giebeldächern und Türmen. Hier können Golfspieler auch mal den Schläger schwingen; der 18-Loch-Platz soll zu den landschaftlich schönsten in Asien gehören. Mir persönlich wurde die Armut der Menschen erst richtig bewusst, als ich neben den wunderschön angelegten Gärten der englischen Herrenhäuser Wellblechhütten ohne Dach stehen sah. Aber trotz dieser krassen Gegensätze gehören die Menschen in Sri Lanka zu den freundlichsten, die ich je erlebt habe. Nuwara Eliya gleicht einem sattgrünen Teppich. Dazwischen sieht man nur die leuchtend bunten Saris der Teepflückerinen. Die Frauen ernten am Tag in den Körben auf ihren Rücken bis zu 16 kg – immer nur die beiden obersten Blätter mit der Knospe – und verdienen nicht einmal 3,00 DM pro Tag. Man sollte Sri Lanka nicht verlassen, ohne einmal den berühmten Ceylon-Tee gekostet zu haben. Abends schliefen wir in der Tea Factory – eine alte Teefabrik, die in ein Hotel umgebaut wurde.
Am nächsten Tag fuhren wir vom Norden in den Süden der Insel, das hieß 10 Stunden Busfahrt. Unser Reiseleiter versicherte uns aber, dass die Touristen eine solche Tortur nicht mitmachen müssen.
Am Samstag war Zeit zum entspannen. Endlich konnten wir die berühmten Ayurveda-Kuren und Massagen selbst in Anspruch nehmen. Ayurveda basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz: Körper, Geist und Seele eines Patienten gehören zusammen und dementsprechend wird behandelt – mit Philosophie, Physiotherapie, Massagen, Ölbehandlungen und Kräuterpackungen. Nach nur einer Stunde Ölmassage fühlt man sich wie neu geboren.
Nachdem wir am Sonntag sechs Hotels besichtigt hatten, checkten wir in unser letztes Hotel ein. Dort hatten wir auch die Möglichkeit, eine typisch srilankanische Hochzeit mitzuerleben. Die Hochzeitszeremonie findet mit einem Priester und traditionellem Milchreis statt. Die Braut trägt einen leuchtend bunten Sari und wunderschönen Haarschmuck. Der Bräutigam trägt einen Sarong. Auch Fremde, wie zum Beispiel unsere Reisegruppe, werden spontan und herzlich aufgenommen, um mit dem Paar die ganze Nacht hindurchzufeiern.
Leider hieß es am nächsten Tag Abschied nehmen. Am Ende der Reise bestätigte sich die Aussage, dass Touristen nichts von den Unruhen zwischen Tamilen und Singalesen mitbekommen. Hinfahren oder nicht ? Eine Entscheidung hängt von der politischen Lage ab. Ich persönlich weiß auf jeden Fall, dass mein Besuch in Sri Lanka nicht ein einmaliges Erlebnis war. Sri Lanka ist der Smaragd im Indischen Ozean. Das ehemalige Ceylon lockt mit Kultur und Natur, mit Tempeln und Tee. Diesen Smaragd sollte jeder in seinem Leben einmal gesehen haben.
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