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Reisebericht Kanada

Im September diesen Jahres war es endlich soweit. Unsere Traumreise quer durch Kanada konnte beginnen. 3 Wochen Berge, Seen, Prärien und Traumstädte lagen vor uns. Via Toronto landeten wir in Quebec City, dem Ausgangspunkt unserer Reise. Am ersten Tag erkundeten wir die Altstadt über der das prachtvolle Chateau Frontenac majestätisch thront. Man fühlt sich sofort wohl in dieser romantischen Stadt am St.Lorenz-Strom.
Der zweite Tag führte uns nach Tadoussac, von wo aus wir zu einer leider erfolglosen Bootsfahrt zur Walbeobachtung aufbrachen. Die herrliche Naturkulisse entschädigte uns aber für die Abwesenheit der Meeressäuger. Vorbei an den 83 Meter hohen Montmorency-Wasserfällen ging es zurück nach Quebec.
In Montreal, unserer nächsten Station, gehörte ein Besuch der Basilika Notre Dame ebenso wie ein Spaziergang auf der St.Helens-Insel zum Pflichtprogramm.
Auch den Olympic Park, Austragungsort der Olympischen Sommerspiele von 1976 stand auf unserer Liste.
Nachdem wir die französischsprachige Provinz Quebec verlassen hatten, konnten wir in Ottawa, der Hauptstadt Kanadas, wieder auf unsere Englischkenntnisse zurückgreifen.
Nach einer Bootsfahrt auf dem Rideau-Kanal war unser nächstes Ziel der Wachwechsel am Parlamentsgebäude.
Weiter ging es nach Toronto, jedoch nicht ohne vorher einen Abstecher in den Algonquin Provincial Park zu machen. Hier sah es dann erstmals so aus wie wir uns Kanada vorgestellt hatten.
Endlose Wälder und tiefblaue Seen und sogar ein Elch kreuzte unseren Weg. Nach einer ausgedehnten Kanufahrt erholten wir uns in unserer gebuchten Lodge direkt an einem idyllischen See.
Heute war Kontrastprogramm angesagt. Nach der Stille im Algonquin Park empfing uns die Metropole Toronto mit Wolkenkratzern und riesigen Einkaufs-Tempeln.
Im Eaton Center fanden wir so manches Schnäppchen nachdem wir vorher auf dem CN-Tower waren, dem ehemals höchsten Gebäude der Welt.
Ein besonderer Nervenkitzel ist die Aussichtsplattform in 300 Metern Höhe, deren Boden zum Teil aus Glas besteht.
Nach kurzer Fahrt gelangten wir zu den Niagara-Fällen. Die gewaltigen Wassermassen fallen mitten in der Stadt in die Tiefe. Mit dem Schiff „Maid of the Mist“ und ausgerüstet mit Regenmänteln fuhren wir fast bis an die tobenden Fälle heran. Danach sahen wir uns die Wasserfälle bei Nacht vom Skylon Tower aus an. Dieses farbig beleuchtete Naturwunder werden wir wohl nie vergessen.
Entlang des Lake Huron fuhren wir westwärts in Richtung Sudbury weiter. Höhepunkt des Tages war sicher die Fahrt mit der Fähre über den Owen Sound von Tobermery nach South Baymouth.
Nachdem wir die Grossen Seen verlassen hatten ging es durch schier endlos scheinende Prärien nach Manitoba, der Kornkammer Kanadas.
Nach einem kurzen Halt in Winnipeg machten wir uns wieder auf den Weg und erreichten am Abend Regina, eine Insel in der Prärie in Saskatchewan.
Hier ist die Royal Canadian Mounted Police, kurz Mounties genannt, zu Hause. Die Polizisten in ihren knallroten Uniformen waren ein tolles Fotomotiv und auch das angeschlossene Museum ist einen Besuch wert.
Über Medicine Hat führte uns die Tour weiter Richtung Calgary und den Rocky Mountains. Unterwegs stoppten wir am Head-Smashed-In-Buffalo-Jump-Park, wo früher die Indianer die Bisons über die steilen Klippen jagten und diese dort zu Tode stürzten.
Bevor wir Richtung Calgary starteten ging es erst noch Richtung Süden zum Waterton Lakes/Glacier National-Park.
In dieser herrlichen Gebirgslandschaft überquerten wir auch die Grenze zu den USA, da die berühmte Going-to-the-Sun-Road im US-Bundesstaat Montana verläuft. In fast 4000 Metern Höhe sahen wir dann auch unseren ersten Grizzly-Bären, jedoch ziemlich weit entfernt.
In Calgary angekommen besuchten wir auch hier den Olympic Park, Überbleibsel der Winterspiele von 1988. Hier können Mutige im Viererbob Richtung Tal jagen, wir entschieden uns aber dann doch für eine Tasse Kaffee in der Innenstadt.
Am nächsten Tag kamen wir endlich ins berühmte Banff mit dem gleichnamigen Nationalpark. Man fühlt sich hier ein bisschen an Oberammergau erinnert, da viele Strassen und Hotels deutsche Namen tragen und auch im alpenländischen Baustil errichtet wurden.
Am Lake Louise muss man weit gehen um eine japanerfreie Aufnahme dieses wunderschönen Bergsees zu bekommen.
Hier beginnt der weltberühmte Icefield-Parkway vorbei an Gletschern und Seen und der Reisende kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Auch die Schwarzbären meinten es hier gut mit uns und überquerten mehrmals direkt vor unserem Auto in aller Ruhe die Strasse.
Am Athabasca-Gletscher fuhren wir mit einem Spezialmobil bergauf und machten einen Spaziergang auf dem Columbia-Eisfeld. Trotz des eher schlechten Wetters werden wir auch diesen Tag kaum vergessen.
Bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns am nächsten Tag in den Jasper-Nationalpark auf. Den Nachmittag verbrachten wir vor dem Postkartenmotiv des Maligne Lake, der bei schönem Wetter wohl einer der schönsten Plätze in Kanada ist.
Vorbei am Mount Robson, dem höchsten Berg der Kanadischen Rockies ging es weiter über Kamloops nach Vancouver.
Die Lage dieser Traumstadt am Pazifik ist weltweit nur mit Kapstadt oder San Francisco vergleichbar. Im Westen der Ozean und hinter der Stadt bewaldete Berge. Das Aquarium im Stanley Park war sehr interessant und am Abend bummelten wir durch die Läden und Kneipen in der Altstadt Gastown.
Der zweite Tag in Vancouver stand wie schon Toronto wieder im Zeichen der Höhenangst. Auf der wackeligen Capilano-Hängebrücke fühlten wir uns nicht richtig wohl, obwohl die Ausblicke auf die Schlucht für die Schaukelei entschädigten.
Ein Abendessen in Chinatown war ein gelungener Abschluss für unseren Aufenthalt in Vancouver.
Mit der Fähre ging es dann zu unserer letzten Etappe, Vancouver Island. Zunächst schlenderten wir durch Victoria, die Hauptstadt British Columbias.
Ein Höhepunkt waren die Butchart Gardens, einer der schönsten botanischen Gärten der Welt. An der Ostküste fuhren wir Richtung Norden nach Nanaimo und dann weiter an die Westküste nach Tofino.
Im Pacific Rim Nationalpark sahen wir dann zum Abschluss unserer Reise endlich Wale. Die Meeresgiganten waren sogar von der Küste aus zu beobachten.
Am nächsten Morgen verabschiedete uns eine Schule von Orcas von diesem magischen Ort.
Wir werden auf jeden Fall nach Kanada zurückkommen, denn in diesem riesigen Land gibt es bestimmt noch viele Abenteuer zu erleben.
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1 Kommentar
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Gertraude König aus Lehrte | 19.11.2008 | 12:09  
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