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myheimat-Promikochen mit IGS-Werksleiter Dr. Hermann Teufel

  Und wieder wird gekocht: Nachdem wir das letzte Mal Stadtbauamtsleiter Hermann Meichelböck ins Küchen-As Noffz eingeladen hatten, war dieses Mal Dr. Hermann Teufel (Werksleiter IGS) an der Reihe. Inhaberin Anja Noffz stellte uns freundlicherweise wiederum eine komplette Küche zur Verfügung. Das Rezept des Tages hieß diesmal überbackener Chicoree.

„17 Uhr - Kochen mit Dr. Teufel!“ Diese Nachricht blinkt pünktlich um 9 Uhr Morgens an meinem Computer auf und erinnert mich an meinen Termin mit dem Werksleiter vom Industriepark Gersthofen – allerdings nicht in Teufels Küche, sondern im Küchen-As Noffz auf dem ehemaligen Hotel Via-Claudia-Gelände in der Augsburger Straße. Davor gibt es noch einiges zu erledigen, zum Beispiel das Besorgen der Zutaten, die uns fristgerecht von Frau Knöpfle zugefaxt worden waren. Ich mache mich also um 16 Uhr auf den Weg nach Gersthofen – genügend Zeit um alles noch vorzubereiten. Doch der Berufsverkehr verengt mein Zeitfenster mehr und mehr und schließlich bleiben mir nur noch 10 Minuten, als ich ins City Center stürze, um die Ingredienzien für „Chicoree überbacken“ zu besorgen. Kein Problem, könnte man meinen, aber ich merke leider, dass ich Lebensmittel, die meinen Nahrungshorizont übersteigen (also alles außer Milch, Eier, Bananen, Mineralwasser und die Tageszeitung) nicht blind im Regal finde. Muskatnuss? Schmand? Eine Verkäuferin muss her und mir helfen! Schon mehr als geschafft komme ich endlich im Küchenstudio an, wo Herr Teufel bereits wartet, was mir ein wenig peinlich ist. Endlich können wir loslegen und Herr Teufel erzählt, dass er ein Fan der schnellen Küche ist – was vor allem daran liegt, dass ihm nicht nur seine Tätigkeit als Werksleiter, sondern vor allem seine vielen zusätzlichen Ämter (man denke an sein Engagement beim Umweltkompetenzzentrum Augsburg) nur wenig Freizeit lassen. „Dabei koche ich sehr gerne“, sagt er und erzählt von den Vorzügen von Chinesischen Steamern, die das Essen schonend zubereiten. „Kocht man als Chemiker eigentlich vorsichtiger oder bewusster, da man die Gefährlichkeit bestimmter Stoffe kennt?“ Herr Teufel lacht: „Das Leben ist gefährlich und endet meist tödlich.“ Wir sprechen ein wenig über den Acrylamid-Skandal und Herr Teufel erklärt mir seine Sicht der Dinge: „Natürlich nehmen wir viele Krebs erregende Stoffe zu uns und es ist auch richtig, dass zu heißes Fritierfett oder auch direkt an der Flamme gegrilltes Fleisch schädlich sind. Das alles ist aber nicht so tragisch, wenn man Maß hält. Und wenn man beispielsweise Alufolie zwischen Fleisch und Kohle legt und nicht so nah am Feuer grillt, kann man sich schon gut schützen.“ Inzwischen glänzt der Chicoree goldbraun im Ofen und Herr Teufel erzählt von seiner großen Leidenschaft, dem Motorradfahren: „Das ist schon etwas sehr schönes, was mir viel Spaß macht“. Dann kann endlich serviert werden und wir stürzen uns mit knurrendem Magen auf die Kreation von Herrn Teufel. Und alle müssen einhellig zugeben: Ein sehr leckeres und leichtes Essen, das auch noch schnell zuzubereiten ist und vor allem gesund ist. „Noch besser wäre es allerdings mit echter Muskatnuss gewesen“, sagt Herr Teufel und lacht verschmitzt. Ich verstehe die Andeutung und gelobe, das nächste Mal etwas genauer zu schauen.

Text: Boris Braun | Fotos: Bernd Aue
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