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Bienvenidos in Lanzarote

  ach einem 4 stündigen Flug erreicht man Lanzerote. Es mag sein das Lanzerote nicht jedermanns Liebe auf den allerersten Blick ist. Hier erwartet uns eine Kanareninsel, die ihren vulkanischen Ursprung nicht verbirgt. So entdeckt man hier keine üppige Vegetation und kein lieblicher Ziergarten grüner Natur.

Lanzerote ist elementar. Die 4 Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde begegnen einem auf der Insel immer wieder. Wer sich dem nicht verschließt wird bald Feuer fangen und sich immer wieder neu entfachen lassen.

Die Insel ist 62 km lang und 21 km breit. Durch Ihre klimatisch günstige Lage ist Regen fast ein Fremdwort auf der Insel. Ebenso scheint die Sonne bis zu 8 Stunden am Tag.
Lanzarotes Strände liegen fast ausschließlich an der flacheren Ostküste z.B. Puerto del Carmen, Playa de los Pocillos oder etwas südlich Playa Blanca. Es lohnt sich, einmal abseits der Urlaubsorte zu baden.
Besonders zu empfehlen sind die Papageienstrände am Südzipfel oder die Playa de la Canteria ganz im Norden.
Eine Person, die für Lanzarote sehr wichtig geworden ist, ist der Künstler César Manrique.

Er kehrte nach 23 Jahren Abwesenheit endgültig auf seine Heimatinsel zurück und beginnt Lanzarote zu gestalten. Er wollte beweisen, dass eine touristische Infrastrucktur durch­aus mit den natürlichen Gegebenheiten der Insel in Einklang zu bringen ist. Ihm ist es auch zu ver­dan­ken, dass man auf der ganzen Insel keine Hochhäuser finden kann. Denn es gibt ein Gesetz, das Hotels, Wohnungen usw. nicht höher als 3 Stockwerke gebaut werden dürfen. Auch Werbetafeln sind für die Inselbewohner ein Fremdwort.

Ein typisches Bespiel, für das Anpassen der natürlichen Gegebenheiten zeigt sein Wohnhaus.

Kurz nach seiner Rückkehr machte er mit einem Freund eine Inselrund­fahrt. Dort entdeckte er die Spitze eines Feigenbaumes, die inmitten eines unwirtlichen und riesigen La­va­­betts herausragte. Als Manri­que sich diese Stelle genauer anschaute, fand er heraus, dass dieser Baum in eine Vulkanblase gewachsen ist. Doch es war nicht nur eine, sondern fünf Vulkanblasen, die bei den Ausbrüchen 1730 – 36 entstanden sein mussten. Kurz darauf erklärte er „Hier werde ich mein Haus bauen.“ Alle waren überrascht warum César Manrique sich gerade hier niederlassen will. Doch er bewies, dass Kunst und Natur zusammen harmonieren können. Die Vulkanblasen sind jetzt Wohnzimmer, Gästezimmer usw.. In dem oberen Stockwerk befindet sich heute eine Kunstausstellung.

Sein Haus kann seit seinem Tod besichtigt werden, die Eintrittsgelder werden der Fundación César Manri­que gestiftet.

Lanzerote ist auch eine Insel für alle, die viel entdecken möchten. Der 5000 ha große Nationalpark Timan­faya ist mit den Jameos de Aqua die größte touristische Attraktion auf Lanzerote. Dementsprechend groß ist zu manchen Zeiten der Andrang am Eingang. Man sollte sich dadurch jedoch nicht davon abhalten lassen, diese bizarre Vulkanlandschaft zu erkunden. Zwischen 1730-1736 ereigneten sich auf Lanzarote die größ­ten historischen Vulkanerup­tio­nen, deren glühende Lavazungen mehr als 174 m² Land unter sich be­gruben und nach und nach mit einer dicken Schicht Ascheregen bedeckten. Im Umkreis von wenigen Kilometern zählt man hier 25 Krater und über 100 Vulkankegel. 10 Dörfer wurden von der Lava bedeckt, aber wie durch ein Wunder soll nur 1 Mensch ums Leben kommen. Diese und andere Informationen erhalten sie bei der 30 minütigen Busfahrt durch den Nationalpark.

Eine weitere Sehenswürdigkeit, die man auf keinen Fall verpassen sollte sind die Jameos del Agua. Diese liegen an der Küstenstraße im Norden der Insel. Die Jameos del Aqua bestehen aus zwei geräumigen Grotten, durch die natürliches Licht einfällt. Diese beiden Grotten bilden den Ein- und Ausgang. Man nennt dieses Vulkangewölbe und den langen Lavatunnel auch „das achte Weltwunder“. Es hat sich dort ein See gebildet, in dem kleine, blinde Albinokrebse leben. Diese findet man normalerweise nur 3000 m unter dem Meeresspiegel.
Kein Wissenschaftler kann sich erklären, warum die Krebse ausgerechnet in diesem See leben.
Gegenüber der Jameos del Aqua befinden sich die Cueva de los Verdes. Diese unterirdischen Vulkangrotten sind Teil eines 7 km langen Systems aus Höhlen und Tunnels, die ausgehend vom Vulkan Monte Corona an der Nordspitze Lanzarotes bis zum Meer reichen. Seit den 60er Jahren ist eine Stecke von ca. 2 km zur Besichtigung freigegeben. Es ist beeindruckender Gang in die Unterwelt mit einer Überraschung am Ende der Führung!
Eine weitere Attraktion Lanzarotes ist der Jardin de Cactus. Man fährt Richtung Norden, da ragt rechts der Straße ein etwa 4 m hohes künstliches Kakteengebilde auf und macht auf den Eingang des Jardin de Cactus, aufmerksam. Dieser 1989 eröffnete Garten war das letzte touristische Werk César Manriques, der 1992 bei einem Autounfall starb.

Auf einem aufgelassenen Steinbruch von 5000 m² - hier wurde einst Vulkanasche abgebaut- tummeln sich über 10000 verschiedenste Arten von Kakteen.
Es gibt natürlich noch sehr viel mehr was die Insel zu bieten hat. Doch leider reicht eine Woche nicht aus um alles zu sehen.
Es ist dieser ganz eigene elementare der Reiz der von Lanzarote, „der schwarzen Perle der Kanaren“ ausgeht. Und dieser Reiz lässt einen nicht mehr los.
Stephanie Riss
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1 Kommentar
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Monika B:-) aus Gersthofen | 22.04.2008 | 20:03  
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