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Angehörigen Abende im AWO Seniorenzentrum

Heike Frey

Klingt irgendwie komisch oder wie Elternabend für Oma oder Opa oder für Mama oder Papa…Mit Sicherheit eine gewisse Ähnlichkeit ist dabei, aber hier geht es nicht darum irgendeinen Bewohner im AWO Seniorenzentrum an seine Angehörigen zu verraten. Nein, hier geht es vor allem um das Angebot an die Angehörigen sich zu Informieren über aktuelle Projekte, Pflege im AWO Seniorenzentrum, Erfahrungsaustausch und Kontakte zu knüpfen zu anderen Angehörigen.

Seit ich 2003 als Einrichtungsleitung hier tätig bin, haben wir jedes Jahr einen großen Angehörigenabend im Jahr gestaltet. Dabei waren alle Abteilungsleiter aus den Bereichen Pflege, Beschäftigung, Verwaltung, Küche, Hauswirtschaft und Haustechnik vor Ort, um aufkommende Fragen direkt zu beantworten und Anregungen aufzunehmen. Wir haben uns dann für die Angehörigen Referenten eingeladen, welche in einem ca. 30 – 45 min. Vortrag Themen angesprochen haben wie:

- Vorsorgevollmacht
- Bestattungsvorsorge
- Therapeutische Clownarbeit

Der Heimbeirat des AWO Seniorenzentrums hatte in dem Rahmen der Veranstaltung die Möglichkeit direkt die Angehörigen anzusprechen und Wünsche der Bewohner vorzubringen. Für das leibliche Wohl wurde natürlich ebenso gesorgt. Im Herbst 2005 wurden die Angehörigen in einer anonymen Befragung aufgefordert uns ihre Meinung hinsichtlich der Versorgung im AWO Seniorenzentrum mitzuteilen. Ein wichtiger Punkt war uns als AWO Seniorenzentrum die Punkte:

- Wünsche und Anregungen
- Kritik
- Was können wir besser machen?
- Wo sind wir bereits gut?

Bei der Auswertung der Befragung kam als einer der vielen Ergebnisse heraus, dass die Angehörigen gern mehr Angehörigenabende wünschen. Mit den Abteilungsleitern der Einrichtung zusammen wurde dann beraten: Was können wir anbieten? Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Im November 2006 haben wir die Angehörigen der 3 Wohnbereiche jeweils zu einem Abend eingeladen.
In 3 Abenden wurden durch die Mitarbeiter des Wohnbereichs den Angehörigen folgende Punkte veranschaulicht:

- Zusammensetzung der Mitarbeiter
- Tagesablaufstruktur für 24 Stunden
- Vorstellung: Was ist Pflegeplanung?
- Präsentation des Dokumentationssystems
- laufende Projekte

Die Angehörigen hatten die Möglichkeit hier viele Einblicke zu erhalten, was ein Pflegemitarbeiter noch zusätzlich zur Pflege am Bewohner, an Dokumentation leisten muss. Wichtig war uns als AWO Seniorenzentrum, dass die Angehörigen verstehen, warum so viel an Dokumentation wichtig ist und dass sie jeder Zeit hier mit eingreifen können.

Fazit der Angehörigen an allen Abenden:

„Wir verstehen jetzt was das Pflegepersonal noch zusätzlich alles leisten muss…“, „ Jetzt weiß ich endlich warum diese Mappen im Zimmer liegen…“, Die Frage: „Ist denn so viel Dokumentation nötig?“ wird an die Politiker gern weitergegeben von den Angehörigen. „Es geht so viel Zeit an Schreibkram verloren, die für meine Angehörigen doch wichtiger wäre…“, „Ich möchte gern mehr mit einbezogen werden als Sohn, kann ich bei der nächsten Planung mit dabei sein?“

Die anwesenden Angehörigen haben diesen zusätzlichen Abend sehr begrüßt. Für mich als Einrichtungsleitung kann ich sagen: gelungene Veranstaltungen und mit Sicherheit werden wir weiter machen. In eigener Sache noch: Ein Lob an alle Pflegeteams für die ausgearbeiteten Präsentationen. Alles was an Informationen kam ist ein Spiegelbild der täglichen geleisteten Arbeit am, um, mit und für die Bewohner des AWO Seniorenzentrums.
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