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Christlicher Seniorenbund Immanuel Laatzen e. V. - Wanderfreizeit vom 11. - 15. September 2017 in Gersfeld Rhön

Wann? 25.09.2017 09:00 Uhr

Wo? Hotel Gersfelder Hof, Auf der Wacht 14, 36129 Gersfeld (Rhön) DE
  Gersfeld (Rhön): Hotel Gersfelder Hof | Wandergruppe des Christlichen Seniorenbundes an der Fulda in der Rhön

Regen, Regen, Regen – die Wettervorhersage hielt, was sie versprach. Trotzdem rüstete sich eine 21-köpfige Wandergruppe entsprechend aus und verbrachte gut gelaunt 5 Tage im hessischen Gersfeld am Fuße der Wasserkuppe.
Nachdem die Wanderer im komfortablen Reisebus in ihrem Hotel angekommen waren, ging es hinunter in den Ort zu einer Stadtführung.
Die Gruppe erfuhr von der wechselhaften Geschichte des Rhönstädtchens, das im Jahr 1059 fuldisch wurde. Der Abt von Fulda erhielt 1359 durch Kaiser Karl IV. die Erlaubnis der Stadt- und Marktrechte.
Im späten Mittelalter gelang es auch kleineren Adelsgeschlechtern relativ unabhängige Machtbereiche aufzubauen. So wurde vom Hochstift Fulda die Stadt den Herren von Ebersberg übertragen, deren Spuren in und um Gersfeld heute noch sehr präsent sind. Anfang des 19. Jahrhunderts kam es zu einer wechselnden Landeszugehörigkeit auch zum Königreich Bayern. Im Zuge des Friedensvertrages zwischen Preußen und Bayern wurde Gersfeld an Preußen abgetreten, wenige Zeit später dann in seine neue Provinz Hessen-Nassau eingegliedert.
Durch mehrere Großbrände sind viele historische Gebäude nicht mehr vorhanden und durch architektonisch wenig attraktive Bauten ersetzt worden. Allerdings beeindruckten der hübsch gestaltete Schlosspark und die zuletzt im Jahr 2010 renovierte evangelische Barockkirche im Ensemble mit Rathaus und Marktplatz die Besucher sehr.
Am kommenden Tag stand eine längerer Marsch mit Anstieg zum Wachtküppel (705 m), auch „Lausbub der Rhön“ genannt sowie die Ruine Ebersburg auf dem Programm der Organisatoren Peter Wilhelm und Gaby Böer. Trotzdem es weiter regnete wanderten alle unbeirrt bergauf- und bergab bei abwechslungsreicher Strecke. Als die Ebersburg erreicht war, hatte man stolze 16 km zurückgelegt. Von da aus fuhr die Gruppe dann mit einem Shuttlebus des Hotels zurück zum Quartier.
Am dritten Tag sollte die Wasserkuppe (950 m) zu Fuß erklommen werden. Nach weiteren Regenfällen wurde beschlossen, mit dem Linienbus dorthin zu fahren. Oben angekommen empfing die Wanderer Regen, Nebel und Sturm. Die teils mystische Stimmung auf dem Berg regte trotz allem dazu an, sich so gut es ging umzusehen. Die Herren waren begeistert vom hochinteressanten Segelflugmuseum, dem größten seiner Art weltweit. Die Damen sahen sich in den kleinen Andenkenläden um oder ließen Wind und Wetter auf den zahlreichen Rundwegen auf sich einwirken. - Ein heißer Tee tat dann allen gut.
Da es mit den geplanten kurzen oder längeren Wanderungen wettermäßig nicht klappen konnte, wurde am vorletzten Tag umdisponiert und man fuhr mit der regionalen Rhönbahn ins nahe gelegene Fulda. Dort lernte die Gruppe bei einer sogenannten „Barockführung“ die sehenswerte Stadt kennen, verbrachte allerdings bei fortdauerndem Regen die meiste Zeit im Dom zu Fulda und in der Michaelskirche. Zum Abschluss ging es dann durch die barocke Altstadt.
Der letzte Abend mit einem Akkordeonspieler endete dann mit vergnügten musikalischen Stunden.
Bevor die Heimreise begann, lernte die Gruppe noch bei einer geführten Morgenwanderung durch einen Ortsansässigen einen der vielen heilklimatischen Wanderwege kennen und als Abschiedsgruß kam endlich auch wieder ein Stück blauer Himmel und die Sonne hervor.
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