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Die Bedeutung des Menschen in der Wirtschaft der Zukunft

„Die Bedeutung des Menschen in der Wirtschaft der Zukunft“ mit Reinhold Bocklet, MdL, erster Landtagsvizepräsident


Ein Abend wie dieser findet viel zu selten statt. Zahlreiche Gäste hatten die Gelegenheit sich von Reinhold Bocklet, nicht nur Landtagsvizepräsident, sondern kompetenter Europapolitiker und Fachmann in Sachen globale Wirtschaftsthemen, über die verschiedenen Begriffe und Zusammenhänge der Wirtschaft aufklären zu lassen. Er referierte offen und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen über heikle Themen der Weltwirtschafts- und Eurokrise.
Jede Gesellschaft braucht gewisse Regeln (Gesetze, Rechte), damit das soziale Zusammenleben seiner Mitglieder ohne größere Konflikte ablaufen kann. Im Mittelpunkt dieser Regeln, die der Staat zu setzen hat, muss der Mensch stehen.
Die aktuellen Demonstrationen gegen die Macht der Banken spiegeln die Unzufriedenheit der Menschen mit der Wirtschaft wieder.
Es wäre falsch, den Banken die Hauptschuld an der globalen Krise zuzuschieben, obwohl einige ihrer Produkte zur Misere beigetragen haben.
„Die Banken können nur in dem Rahmen agieren, den der Staat oder die Staaten ihnen vorgeben!“ so Reinhold Bocklet. „Letztendlich steht die Politik in der Verantwortung!“
Die Schaffung eines Ordnungsrahmens, d.h. eines weltweit gültigen rechtlichen Rahmens, könnte den Wettbewerb sichern und private Marktmacht begrenzen.
Das anzustrebende Ziel einer menschenwürdigen Wirtschaft der Zukunft ist und bleibt eine soziale Marktwirtschaft. Diese garantiert eine wohlstandsmehrende wie koordinierende Funktion, wenn sie durch eine strenge staatliche Ordnungspolitik auf den Wettbewerb verpflichtet ist. Dies gilt auch für die internationale Wirtschafts- und Finanzordnung.
Reinhold Bocklet wies auch darauf hin, dass die Bürgerinnen und Bürger gefordert sind ihre Ansprüche auf Wohlstand zu überprüfen. Jeder Mensch müsse sich in seiner Lebensgestaltung und seinen Ansprüchen der Verantwortung für die nächste Generation und dem Gebot der Nachhaltigkeit im Umgang mit den Ressourcen, egal ob Mensch, Natur oder Rohstoffen, stellen.
Damit schlug Bocklet die Brücke zur Griechenlandkrise und dem Euro.
„Griechenland hätte nie in den Euro aufgenommen werden dürfen! Die CSU hat ihre Zustimmung damals verweigert.“
„Die Banken müssen nun abgesichert werden, bevor in Griechenland der Schuldenschnitt durchgeführt werden kann!“ Wenn den Banken nicht geholfen wird, dann gefährden wir auch die Stabilität in den anderen Ländern. Die Bonität des Euro hängt entscheidend an Deutschland“, so Bocklet.
Zum Abschluss bekräftigte Reinhold Bocklet noch einmal, dass die Staaten gefordert sind rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die bei Missachtung oder Rechtsbruch geahndet werden. Er hob besonders hervor, dass es unserer Kanzlerin und dem Finanzminister dank starker Nerven zu verdanken ist, dass Deutschland in diesem tosenden Meer der Eurokrise bislang keinen Schiffbruch erlitten hat.
Deutschland ist eine stabile Wirtschaftsmacht und das ist unsere große Stärke!“
Wie sehr die Zuhörerinnen und Zuhörer von Bocklets Referat beeindruckt waren, zeigte sich an den anschließend lebhaften, nicht enden wollenden Diskussionsbeiträgen.
Dies war ein starker Abend für besseres Verstehen und direkte Information.
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