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Raus aus dem Haus – Tagesausflug zur Landesgartenschau nach Rosenheim

„Wir hatten so ein Glück mit dem Wetter“, strahlte Margarethe Gawinski nach der Rückkehr. Trotz schlechter Wetterprognosen und Regens bis nach Rosenheim hatten die rund 45 Ausflügler, die teils mit Rollstuhl und Gehwagen unterwegs waren, am Freitag, 13. August 2010, einen wunderschönen Tag in der Landesgartenschau.
„Es ist unerträglich, wenn man dem Alltag nicht mehr entfliehen kann“, weiß Veranstalter Hermann Sickinger, der deshalb als Vorsitzender des CBF (Club Behinderter und ihrer Freunde e.V.) zusammen mit dem Behindertenbeirat Germering und dem Heimbeirat des Curanums seit Jahren das Projekt „Raus aus dem Haus“ durchführt.

Rund eine gute halbe Stunde hat es gedauert, bis alle im Bus verstaut waren. Da mussten Rollstuhlfahrer umgesetzt, Rollstühle festgegurtet und Gehhilfen verstaut werden. Alles kein Problem, denn das Busunternehmen Fanz E. Zenker aus Ichenhausen hat den Bus genau an die zu befördernde Gruppe angepasst. Der Bus hat einen Lift und dort, wo die drei Rollstühle hin mussten, wurden die Sitze herausgenommen. Zudem packt Busfahrer Willy Schmid kräftig mit an.

Viel muss Hermann Sickinger vorab organisieren, aber die Eintrittskarten besorgt er persönlich. „Da kann ich mein Verhandlungsgeschick einsetzen“, schmunzelt er. In Gruppen durften die Ausflügler – mit individuell notwendigem Betreuungseinsatz – die Gartenschau auf eigene Faust erkunden. Und, wenn bei Sickinger das Handy klingelt, ist nicht etwa jemand gestürzt oder sonst wie zu Schaden gekommen, nein, im Büro vom CBF gibt es ein Problem, das der Chef vom Rollstuhl zwischen den Blumenbeeten aus mal schnell klären muss.
Die Ausflügler sind am Ende rechtschaffen müde. „Es ist alles ein bisschen weit zu gehen“, meint eine Dame. „Die Blumenbeete sind farblich sehr schön angelegt und die Wege für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer sehr gut zu bewältigen“, so das Resümee von Edeltraud Dürr. „Wir haben den Tag sehr genossen“, meinte auch Rollstuhlfahrerin Margarethe Gawinski, die an diesem Tag von ihrer Tochter Ursula Weidel begleitet wurde.

Ein besonderer Dank gilt den ehrenamtlichen Helfern, für die trotz bester Vorbereitung immer noch alle Hände voll zu tun blieb.
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Ute Kohler aus Fürstenfeldbruck | 30.08.2010 | 22:49  
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