Zunehmendes Interesse am Betreutes Wohnen am Aubinger Weg

Wohnanlage betreutes Wohnen am Aubinger Web
 
Kaffee-nachmittag im Betreuten Wohnen am Aubinger Weg
Seit 1999 gibt es das Betreute Wohnen am Aubinger Weg. Im Januar 2009 übernahm der Sozialdienst die Trägerschaft mit dem Ziel, Menschen im Alter oder mit Behinderung ein höchstmögliches Maß an eigenständiger Lebensführung in der eigenen Wohnung zu sichern und durch die angebotene Versorgung und Betreuung eine größtmögliche Selbstständigkeit und Unabhängigkeit der Bewohner zu bewahren. Alle Bewohner in der Wohnanlage, die aus 57 barrierefreien und behindertengerechten Wohnungen mit Balkon oder Terrasse besteht, erhalten im Rahmen eines Betreuungsvertrages ein Paket an Grundleistungen, das durch sogenannte Wahlleistungen ergänzt werden kann, die individuell auf den Einzelnen abgestimmt werden.

Zu den Aufgaben des Sozialdienstes zählen neben Information und Beratung die Organisation der Dienstleistungen, Hausbesuche und die Förderung des Gemeinschaftslebens. Hierzu gehören regelmäßig wiederkehrende Veranstaltungen wie Stammtische, Kaffeenachmittage oder Spieletreffen. Darüber hinaus wurden fast jeden Monat verschiedene Unterhaltungsveranstaltungen sowie Vorträge, Ausflüge und Kurse zur gesundheitlichen Prävention der Bewohner organisiert.

Bei der Zahl der Betreuungsverträge und den Bewohnerzahlen gab es im Laufe des Jahres 2011 nur geringfügige Veränderungen. Bis zum Jahresende gab es 61 Bewohner, wovon die meisten alleine leben (37 Frauen, 10 Männer, 7 Ehepaare). Die Altersspanne der Bewohner ist sehr groß. Nur ein Bewohner ist unter 60, 11 Bewohner älter als 90 Jahre. Die meisten Personen sind zwischen 80 und 89 Jahren alt, gefolgt von der Altersgruppe der 70 bis 79-Jährigen. Obwohl bereits ein großer Teil der Bewohner zu den Hochbetagten zählt, haben 64,8 Prozent keine Pflegestufe. 25 Personen hatten eine Pflegestufe, aber nur 18 Personen erhielten pflegerische Versorgung, davon 14 vom Sozialdienst und 4 von anderen Pflegediensten.

Die Anzahl der Beratungen von Interessenten für Betreutes Wohnen in Höhe von 119 im Jahr 2011 lässt wieder auf ein reges Interesse an dieser Wohnform schließen. „Die häufigsten Gründe für einen Einzug in die Seniorenwohnanlage sind zunehmende Hilfsbedürftigkeit, die Notwendigkeit einer senioren- bzw. behindertengerechten Wohnung oder der Verlust des Partners“, so Ressortleiterin Martina Becker. Trotz professioneller Unterstützung im Bereich der Pflege und Betreuung, der Unterstützung durch Familienangehörige, Nachbarn und anderer privat organisierter Helfer, stoße das Betreute Wohnen manchmal an Grenzen: „In fast allen Fällen, in denen Bewohner im Laufe des Jahres 2011 in ein Pflegeheim gezogen sind, waren nicht die körperlichen Einschränkungen maßgebend, sondern eine fortgeschrittene Demenzerkrankung oder andere psychische oder neurologische Störungen“. Die Möglichkeiten der Betreuung von Demenzkranken durch die Sozialdienst-Angebote „Lichtblick“ (stundenweise Betreuung in der Wohnung), „TiPi“ (Tagespflege in Privathaushalten) und die Inanspruchnahme der Tagespflegeeinrichtung werden deshalb immer öfter ausgeschöpft.

Sprechzeiten des Betreuten Wohnens am Mo – Fr von 10 – 12 Uhr, Tel: (089) 840 50 582.
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