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Patenschaften helfen Familien in schwierigen Lebenssituationen

Annette Sunderer
Germering: Sozialdienst Germering | Das Modellprojekt „Familienpatenschaften“ des Sozialdienstes steht Germeringer Familien zur Verfügung, die Unterstützung bei der Alltags- oder Haushaltsorganisation benötigen oder sich in schwierigen Lebenslagen befinden. Die Familienpatenschaft setzt bei der einfachen alltäglichen Entlastung an, die von professionellen Hilfe- und Unterstützungssystemen nicht geleistet werden kann. Familien sind häufig mit der Alltagsbewältigung überfordert, da keine ausreichenden Entlastungsmöglichkeiten durch Familie, Freunde oder Nachbarn vorhanden sind. Engagierte Ehrenamtliche stehen den Familien als sogenannte Familienpaten als Ansprechperson, Helfer/-innen und Vertrauensperson partnerschaftlich zur Seite.

Die Anfragen für Familienpatenschaften kommen überwiegend von Institutionen, die mit Familien arbeiten und von Kinderbetreuungseinrichtungen. Ist der Unterstützungsbedarf geklärt, unternimmt eine Sozialpädagogin einen „Kennenlernbesuch“ bei der Familie. Wichtigste Aufgabe ist es, Paten auszuwählen, die aufgrund der eigenen Kompetenzen, Erfahrungen und Persönlichkeit zur Familie passen. Im Jahr 2009 waren wie im Vorjahr im Schnitt 20 Familienpaten aktiv, deren Einsatz bei 4 bis 48 Stunden pro Monat lag. Die meisten von ihnen haben Erfahrung in der Erziehung und im Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Sie unterstützen hauptsächlich in den Bereichen der Kinderbetreuung- und Beschäftigung, der Hausaufgabenbetreuung und Einzelförderung, bei Behördenangelegenheiten und bei der allgemeinen Stabilisierung. In allen Familien sind sie Ansprechpartner und Vertrauensperson für Sorgen und Belange des Alltags.

Zur fachlichen Betreuung der Ehrenamtlichen gehören regelmäßig stattfindende Teamtreffen und Fortbildungen, die von einer Sozialpädagogin geleitet werden. In erster Linie geht es dabei um Erfahrungsaustausch und Fallbesprechungen. Durch die zur Verfügung stehenden Mittel und Spenden wurden zu den bestehenden 12 Patenschaften aus 2008 6 weitere Familien betreut.

Die kontinuierlich eingehenden Anfragen von hilfesuchenden Familien und das Interesse von Einrichtungen an einer Kooperation mit dem Familienpatenprojekt belegen die Notwendigkeit dieses Angebotes. „Aufgrund der bisherigen Erfahrungen mit Familienpatenschaften sollte diese Form der Unterstützung in der sozialen Landschaft der Kommune fest verankert werden“, so Annette Sunderer (Foto). Die Förderung des Projekts aus Mitteln des Bundesmodellprojektes Mehrgenerationenhaus „Zenja – Zentrum für Jung und Alt“ und der Stadt Germering ist begrenzt. Die Projektleiterin hofft auf eine Finanzierung auch über die Modellphase hinaus, da „in diesem Bereich das ehrenamtliche und hauptamtliche Engagement in vorbildlicher Weise miteinander verbunden werden“.
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.myheimat-Stadtmagazin germeringer | Erschienen am 14.06.2010
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