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Schüler organisieren erstes „Soccer City Fußballturnier“ in Gemünden: Projekt der Marie-Juchacz-Schule zum Thema Partizipation

  Gemünden: Sporthalle | Die Schüler der Marie-Juchacz-Schule in Gemünden haben das erste gemeinsame „Soccer City Fußballturnier“ für Förder- und Regelschulen im Landkreis Waldeck-Frankenberg organisiert.
In der Sporthalle von Gemünden/Wohra kamen Schüler der Karl-Preising-Schule aus Bad Arolsen, der Friedrich-Trost-Schule aus Frankenberg, der Marie-Juchacz-Schule aus Birkenbringhausen und Gemünden und der Cornelia-Funke–Schule aus Gemünden zusammen, um sich im sportlichen Wettkampf zu messen.
Die Marie-Juchacz-Schüler beteiligten sich intensiv an der Ausarbeitung und Gestaltung dieses Turniers. Neben den organisatorischen Dingen, bei denen ihnen Lehrer Jörg Werner zur Seite stand, setzten die Schüler ein Einladungsschreiben an die beteiligten Schulen auf. Auch die Ausarbeitung des Turnierverlaufes lag in den Händen der Schüler.
„Neben den formalen Aspekten wurde im Lernstandort Gemünden unter den Schülern die Mannschaftsaufstellung diskutiert“ erklärt Jörg Werner. Heraus kam, dass die Marie-Juchacz-Schule für das Turnier der älteren Schüler(Jg. 96 und älter) zwei Mannschaften und für das Turnier der jüngeren Schüler (Jg.97 und jünger) eine Mannschaft meldete. Da alle Schüler sich aktiv am Fußballgeschehen beteiligen sollten, hatten die Schüler den Futsalball als Spielball ausgewählt. Aufgrund seiner Eigenschaften kann dieser Ball besser gestoppt, genauer kontrolliert und gepasst werden.
Ein modifiziertes Regelwerk trägt dazu bei, den Fair- Play Gedanken zu fördern und das Verletzungsrisiko zu minimieren. Bei den jeweils zehnminütigen Spielen gibt es beispielsweise kein Abseits und nach vier Fouls gibt es einen Freistoß für die gegnerische Mannschaft. Dies führte dazu, dass es ein sehr harmonisches Turnier war. Schiedsrichter Simon Hesse aus der neunten Klasse der Cornelia-Funke-Schule musste zwar auch einzelne gelbe Karten verteilen, aber insgesamt gab es in den 16 Spielen ein faires Miteinander.
Auch Theo Schätte, Schulsportkoordinator im Landkreis Waldeck-Frankenberg, war sehr zufrieden und beglückwünschte die Organisatoren zu diesem richtungsweisenden Turnier. Er wünscht sich für die Zukunft noch viele weitere gemeinsame Turniere von Förder- und Regelschulen.
Gemündens Bürgermeister Frank Gleim kam vom Rathaus zur Siegerehrung in die Sporthalle. „Eigentlich seid Ihr ja alle Sieger“ betonte er und die Organisatoren hatten auch für alle beteiligten Mannschaften einen Pokal vorbereitet. Der größte davon geht an die Gemündener Cornelia-Funke-Schule, die ungeschlagen den ersten Platz bei den älteren belegten, den zweiten Platz erlangte das Team Marie Juchacz-Schule 1, dritter wurde die Friedrich-Trost-Schule, die ebenso wie die Karl-Preising-Schule (4.) und das zweite Team der Marie-Juchacz-Schule (5.) ein Spiel gewonnen hatte, aber die bessere Torverhältnis aufweisen konnte.
Auch bei den jüngeren hatte am frühen Morgen die Cornelia-Funke-Schule vor der Marie-Juchacz-Schule und der Friedrich-Trost-Schule die Nase vorn.
Neben den Teilnehmenden Schülern hatte auch zahlreiche Zuschauer den Weg in die Halle gefunden. Schüler der Grundschule Gemünden unterstützten ihr Team lautstark und am Ende wurden von einigen Spielern auch Autogramme eingefordert, ganz wie beim Profi-Fußball.

Hintergrund:
Die Marie-Juchacz-Schule der St.-Elisabeth-Innovative-Sozialarbeit-Jugendhilfe Nordhessen besteht aus mehreren Standorten. Neben der Schulverwaltung in Bad Wildungen gibt es Lernorte in Burgwald-Birkenbringhausen und Gemünden. An jedem Lernort werden in der Regel 16 Schülerinnen und Schüler beschult.
Die „Marie-Juchacz-Schule für Erziehungshilfe und Kranke“ ist eine staatlich genehmigte Förderschule in freier Trägerschaft. In ihr werden Schüler/innen aus dem südlichen Teil des Landkreises Waldeck-Frankenberg mit Förderungsbedarf im emotional-sozialen Bereich unterrichtet.
Das Leitthema „Partizipation“ hat sich der Unternehmensverbund St. Elisabeth-Verein e.V. im Jahr 2010 auf die Fahnen geschrieben. An insgesamt 60 Projekten wird derzeit in den Bereichen und Gruppen gearbeitet. Die Palette der Partizipationsthemen ist dabei breit gefächert: Von der Förderung einer positiven Gesprächskultur über ein Filmprojekt über das Leben in einer Betreuungseinrichtung, der Wahl einer Klientenvertretung, Rechte, Teilhabe und Mitbestimmung im Alltag, der Partizipation als Kernprozess sozialpädagogischen Handelns im Alltag bis hin zu dem Alltäglichen wie der Umgestaltung des Wohnzimmers, der Planung einer Ferienfreizeit, einem gemeinsamen Fußballturnier, der Gartengestaltung oder einer gemeinsamen Fahrradtour.
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