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Erfolgreiche Konzertreise der „Original Calenberger“ Blasorchester begeistert beim 22. Europäischen Blasmusikfestival in Bad Schlema / Erzgebirge

Bühnenauftritt
 
Einmarsch ins Zelt



Zum 2. Mal nach 2014 nahmen die „Original Calenberger“ an diesem Festival vom 20. bis 22. September teil. Insgesamt 15.000 Zuschauer besuchten dieses Superfest der Blasmusik, bei dem 13 Formationen aus 11 Ländern aufspielten. Israel, Norwegen und Rußland waren erstmals vertreten, weiterhin Italien (Südtirol), Ungarn, Belgien, Österreich, Polen, Großbritannien, Tschechien und Deutschland. Aus Deutschland waren neben den „Calenbergern“ die Stadtkapelle Herrenberg und vom Gastgeber das Jugendorchester des Bergmannsblasorchesters Kurbad Schlema vertreten.
Die insgesamt 6 Auftritte der „Original Calenberger“ wurden vom Publikum begeistert gefeiert.

Am Freitag begann das Festival um 15 Uhr mit einer Parade aller Orchester durch die Kurstadt Bad Schlema, um sich dann in dem großen Festzelt zum gemeinsamen Eröffnungskonzert zu versammeln. Alle etwa 500 Musiker spielten 6 Titel gemeinsam, unter anderem die Israelische Nationalhymne. Es gab keine Probe vorher und es klappte vorzüglich. Natürlich wurde das Gemeinschaftskonzert mit dem Steigermarsch beendet.
Danach begann das Programm „nonstop“ auf den 2 Bühnen an den Kopfseiten des 4000 Plätze fassenden und voll besetzten Zelt abwechselnd im 35-Minuten Takt. Eine Bühne baute auf, die andere spielte. Freitag und Samstag wurde bis nach Mitternacht gespielt, am Samstag ab 10 Uhr morgens.
Sonntag traf man sich früh auf dem Brünlasberg zu einer 2. Parade ab 09:30 Uhr, die unter großer Publikumsbegleitung bis ins Zelt nach Bad Schlema führte. Dort ging es sofort mit Musik des Orchesters aus Molde (N) weiter.
Die Auftritte der „Original Calenberger“ wurden sowohl bei den Paraden als auch im Festzelt begeistert gefeiert. Auch der Veranstalter bezeichnente die Performance des Orchesters als einen der Höhepunkte des Festivals. Besonders die Heimwerker-Polka mit dem Bau eines Stuhls durch Henrik und Jens Schleicher am Samstag Abend riss das Publikum zu Jubelstürmen hin. Der Stuhl wurde beim Abschiedskonzert am Sonntag dem Bergmannsblasorchester Kurbad Schlema als Geschenk übergeben.

Besuch im Besucherbergwerk "Markus-Semmler"

Am Sonntag nutzten die Musiker eine Spielpause zum Besuch des Besucherbergwerks "Markus Semmler" in Bad Schlema.
Schon seit dem 15. Jahrhundert erfolgte in Bad Schlema der Abbau von Zinn, Eisen, Silber, Wismut, Kupfer, Kobalt und Nickel. Ende des 19. Jahrhunderts wurde auch Uran als Nebenprodukt gewonnen.
Nach dem 2. Weltkrieg setzte schlagartig die Suche nach Uran in dem im 16.Jahrhundert aufgefahrenen "Markus-Semmler-Stollen" ein. Was dann auf Betreiben der UDSSR zwischen 1946 und 1989 mit strengster Geheimhaltung unter dem Decknamen "Wismut" geschah, ist kaum zu begreifen:
Abgeteuft bis zu 1.800 Metern und Stollengängen über 4.200 km auf 62 Sohlen wurden bis 1990 80.000 Tonnen Uran gewonnen. Zeitweise waren über 100.000 Menschen beschäftigt, am Ende 1991 noch 17.800.
Zünftig eingekleidet mit Stiefeln, Overall, Helm und Licht fuhren die "Calenberger" 50 Meter tief auf die Sohle "0" ein und bekamen unter kundige Führung einen Begriff von der Schwere der Arbeit unter Tage.

Die gewaltigen Hohlräume von ca. 41 Millionen Kubikmeter sind heute nahezu vollgelaufen. Das Wasser steht ca. 30 Meter unter der Sohle des Besucherbergwerkes.
Eine Betriebsstätte der Wismut GmbH im Wald zwischen Bad Schlema und Hartenstein dekontaminiert das Wasser, hält den Wasserstand und leitet es in die Zwickauer Mulde ein.
Infolge der Bergarbeiten waren 42 Halden aufgeschüttet worden, die in der Zwischenzeit vollständig rekultiviert sind.
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