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TC Everloh erneut auf den Spuren der Welfen

Das Residenzschloss Wolfenbüttel
 
Fröhliche Teilnehmer vor dem Residenzschloss
Nachdem im letzten Jahr die traditionelle Städtefahrt die Mitglieder/Innen des TC Everloh nach Braunschweig geführt hat, um die Bedeutung „Heinrich des Löwen“ und der Welfen sowie des Handelsweges des Flusses „Oker“ kennen zu lernen, war für dieses Jahr eine Fortsetzung dieser geschichtlichen Erkenntnisse, zumindest in Teilen, geplant.
Daher führte die Städtefahrt 2012 die Teilnehmer nach Wolfenbüttel, einer Stadt mit rund 55 000 Einwohnern, einem erkennbaren historischen Ambiente mit vielen anschaulichen Fachwerkgebäuden und einer langen Geschichte über den Aufenthalt der Welfen.
Während der Anfahrt mit der Regionalbahn konnte kein Teilnehmer aus eigener Erfahrung Erkenntnisse vorbringen, die einen Besuch der Stadt Wolfenbüttel als längst überfällig beschreiben würde. Trotzallem waren alle gespannt, was die Stadt so zu bieten hat.
Diese abwartende und skeptische Haltung sollte sich aber schnell verändern.
Am Bahnhof wurden die 20 Teilnehmer von einer Stadtführerin begrüßt, die bereits hier auf die baulichen Besonderheiten hinwies, die auf dem Weg in die Innenstadt zu sehen waren. Damit war der erste Eindruck von der mit sehr vielen Fachwerkbauten ausgestatteten Stadt schon sehr positiv.
Während der weiteren Stadtführung durch die sehr fachkompetente und freundliche Stadtführerin wurde dann sehr schnell deutlich, welche historische „Schätze“ Wolfenbüttel anzubieten hat.
Schwerpunkt war dabei natürlich die durch die Zwangsansiedlung der Welfen erfolgte Prägung der Stadt Wolfenbüttel über einen Zeitraum von 3 Jahrhunderten (bis 1754). Als ein heute noch sichtbares bedeutendes Zeichen dieser Welfenherrschaft gilt das sehenswerte Residenzschloss, das Wahrzeichen Wolfenbüttels.
Die interessanten Erläuterungen über die berühmten Persönlichkeiten wie Lessing, Wilhelm Busch und Leibniz (um nur einige zu nennen), die ihre Spuren in Wolfenbüttel hinterlassen haben, konnten durch bauliche Zeugnisse belegt werden.
Im Rahmen der Stadtführung erhielten die Teilnehmer einen Eindruck von den vielen städtebaulichen Besonderheiten, wie „Klein Venedig“, die Zimmerhöfe, die unterschiedlich gestalteten Fachwerke und den sehenswerten Rathausmarkt.
Auch über die Bedeutung der „Oker“, die nur noch teilweise zu sehen ist, wurde dabei informiert.
Nach einer kurzen Mittagspause war die Besichtigung und Führung durch das Residenzschloss vorgesehen. Als eine Besonderheit gilt sicherlich, dass das Residenzschloss nicht nur ein Museum, sondern auch ein Gymnasium beherbergt, so dass die Räumlichkeiten heute täglich genutzt werden.
Neben dem Einblick in das Leben der Welfen erfuhren die Teilnehmer Hintergründe über die von Herzog Julius im Jahre 1572 im Schloss gegründete Bibliothek, die damals als größte europäische Büchersammlung galt.
Heute findet man die Sammlung in einem anderen im 19. Jahrhundert erbauten Gebäude. Als absolute Besonderheit dieser Bibliothek gilt sicherlich das 1983 ersteigerte Evangeliar „Heinrichs des Löwen“, eine der kunsthistorisch wertvollsten Handschriften des Mittelalters.
Geschichte und Sehenswürdigkeiten machen auch die Interessiertesten hungrig und durstig.
Abhilfe war vorbereitet durch eine Reservierung im ehemaligen Ratskeller, wo der Besuch der Stadt Wolfenbüttel mit einem gemeinsamen Abendessen abgerundet wurde.
Die Rückfahrt war geprägt durch den Austausch über das Erlebte. Danach bestand Übereinstimmung, dass die anfängliche Skepsis über den Sinn des Besuches in jeder Hinsicht unbegründet war und ein Besuch der Stadt Wolfenbüttel empfehlenswert ist.
Es gab nicht wenige Teilnehmer, die durch einen erneuten Besuch – insbesondere der Bibliothek – ihre Erkenntnisse vertiefen wollen.
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Calenberger Zeitung | Erschienen am 12.10.2012
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