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Der Mai ist gekommen“ - oder: Wo Lyra (auch noch) wirkte! Heimatgruppe Gehrden

Am Bahnhof Bad Bevensen
Der Mai ist gekommen“ - oder: Wo Lyra (auch noch) wirkte!
Heimatbundgruppe Gehrden besucht Bad Bevensen
Dass Justus Wilhelm Lyra, der Komponist des deutschlandweit bekannten Liedes „Der Mai ist gekommen“, in Gehrden von 1878 bis 1882 Pastor war und hier zusammen mit seiner Frau auch begraben liegt, das wissen die (meisten) Gehrdener – schließlich findet nachweislich seit 1930 in Gehrden am Abend vor dem 1. Mai die sog. “Lyra-Feier“ statt. Wo er aber davor beruflich tätig war, das wollten die Gehrdener Heimatfreunde jetzt einmal an Originalschauplätzen erkunden. Deshalb fuhr eine größere Gruppe Interessierter nach Bad Bevensen in den Kreis Uelzen, wo sie von dem ehemaligen Bürgermeister Knut Markuszewski sachkundig durch den Ort geführt wurde.
Erstes Ziel des Stadtrundganges war natürlich die evangelische Dreikönigskirche, an der Lyra von 1869 bis 1877 als zweiter Pastor wirkte. Hier in Bad Bevensen sind auch viele Stücke seines musikalischen Spätwerkes entstanden. Zu Ehren der Gehrdener Gäste erklang Lyras Mailied auf dem Glockenspiel draußen an der Kirche und dann die eindrucksvolle „Introduktion zur Weihnachts-Kantate“ drinnen auf der Orgel. Das berühmte Lyrabild, eine Original-Daguerreotypie aus Hamburg, hängt in der Sakristei der Kirche in Bad Bevensen.
Lyras Wohnhaus, nicht weit von der Kirche entfernt, wurde inzwischen abgerissen. Doch ein altes Foto bezeugt sein Aussehen und die gepflegte „Pastorentraße“ vermittelt bis heute einen authentischen Eindruck vom damaligen Wohn- und Lebensumfeld Pastor Lyras.
Am Nachmittag stand ein Rundgang durch den gepflegten Kurpark auf dem Programm. Viele fremdländische Pflanzen wachsen am Ufer der Ilmenau, Einrichtungen zum Mitmachen tragen zur Kurzweil des Besuches bei. Rainer Gerd Fenner und Dieter Mahlert, die von Gehrdener Seite aus den Ausflug organisierten, bedankten sich bei Knut Markuszewski. „Wir haben viel über Lyra gelernt, derr Besuch hat sich wirklich gelohnt!“ – so die einhellige Meinung der Heimatfreunde, bevor es zum Abend dann wieder nach Gehrden zurückging.
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