BSK Seelze siegt gegen Niederländische Auswahl

Wann? 10.04.2010

Wo? Autohaus Kahle, Am Leineufer 49, 30419 Hannover DEAuf Google Maps anzeigen
Hannover: Autohaus Kahle | Die Saison ist vorbei und um die erneute Meisterschaft des BSK in der 2. Deutschen Bundesliga zu feiern, hat man an diesem Wochenende gegen eine holländische Auswahl geboxt. Die Kämpfer aus unserem westlichen Nachbarland mussten ein wenig im Stau stehen bei ihrer Anreise, kamen aber trotzdem ausgeruht und ohne großen Stress pünktlich im Autohaus Kahle an. Vorab sei gesagt, dass die Zusammenarbeit mit den Niederländern wirklich super verlief. Es hat Spaß gemacht mit ihnen diese Veranstaltung zu erleben und wir freuen uns, wenn man sich in der Zukunft einmal wiedersieht.

Trotz Hannover 96`s überraschendem Sieg über Schalke 04, haben es viele unserer Anhänger geschafft und sind zum letzten großen Event dieser Saison ins Autohaus Kahle gekommen. Wir bedanken uns vielmals für die immerwährende und großartige Unterstützung. Der Kampfabend begann mit einem Einlagekampf, der ohne Wertung in die Bücher ging.

Einlagekampf
Unser Deutscher Juniorenmeister David Todorovic konnte sich gegen Enrico la Cruz, ein junges Talent aus den Niederlanden, im Ring behaupten. Die beiden lieferten einen super Kampf und man konnte in vielen Ansätzen sehen, dass großes Potenzial in den Boxhandschuhen steckt, wenn diese beiden in den Ring steigen. Eine schöne Erfahrung für beide einmal vor einem so tollen Publikum geboxt zu haben und wir sind uns sicher, dass die beiden in Zukunft noch öfter in diesen Genuss kommen.

Bantamgewicht bis 54 Kilo
Hier konnten wir für unseren Hasan Özer ein Duell mit Mehmet Demir zu Stande bringen. Der Kampf ging vom ersten Gong an gleich in die vollen. Hasan kam gut in den Kampf rein und es sah sogar so aus, als könnte er den Kampf vorzeitig beenden. Allerdings verbrauchte er bei seinem immensen Vorwärtsgang auch viel Energie. Den Punktevorsprung den er sich durch seine gute Offensivarbeit erboxt hatte, nahm er mit bis in die dritte Runde und setzte dort anfangs gute Akzente. Zum Schluss hin aber war es an Mehmet mehr zu machen. Er wirkte in den letzten 2 Minuten frischer, konnte aber nichts mehr gegen den Vorsprung machen, den Hasan sich erarbeitet hatte. Somit ist unser Junge am Ende auch der verdiente Punktsieger.

Federgewicht bis 57 Kilo
Zum ersten Mal in seiner eigentlich favorisierten Gewichtsklasse, trat Nver Martirosjan gegen Marc Hooryans an. Die erste Runde ging Nver wie gewohnt, ruhig und abwartend an. Er schaut sich den Gegner erst einmal an und guckt wie der Stil des Gegenübers aussieht. Zum Ende der ersten Runde schon, machte Nver Feuer. Ging nach vorne und suchte die Lücke. Diese fand er dann auch kurz vor dem Gong zur zweiten Runde und sein Gegner musste zum ersten Mal angezählt werden. In der zweiten Runde wollte Nver es dann wissen. Schnell und beweglich suchte er sich den Weg zum Gegner und dieser drehte sich immer wieder ein wenig unglücklich heraus, so dass der Ringrichter ihn wegen Schulterstoßes verwarnen musste. Nachdem dies geschehen war und der hollaendische Boxer sich nicht mehr mit der Schulter voraus wegdrehte, konnte Nver einen weiteren harten Terffer setzen und der Kontrahent wurde abermals angezählt. Das Handtuch flog und Sieger durch Aufgabe in der zweiten Runde heisst damit Nver Martirosjan.

Leichtgewicht bis 60 Kilo
Auch hier gibt es einen Neuling zu vermelden, zwar mit bekanntem Namen, aber in neuer Gewichtsklasse. Suher Alshamari hat ein wenig zugelegt und musste gegen Arsen Podjan in den Ring steigen. Dieser Kämpfer boxt in der 1.Deutschen Bundesliga und es war also Voraussetzung, dass Suher alles abrufen müsste um hier erfolgreich zu sein. Die erste Runde allerdings verschlief Suher ein wenig und musste gute Treffer seines Gegenübers einstecken. In der zweiten dann das für das Heimpublikum gewohnte Bild, Suher im Vorwärtsgang und mit Kracherhänden. Immer und immer wieder trafen die Hände den Kopf von Arsen Podjan und auch die in Richtung Leber gehenden Haken saßen gut. Am Ende dieser Runde hatte Suher einen guten Vorsprung hergestellt, allerdings auch einen harten Schlag genau auf das Auge hinnehmen müssen und das dieser eine ernsthafte Gefährdung sein sollte, erwies sich dann in der dritten Runde. Ein Auge geschlossen boxte Suher defensiv und versuchte den Angriffen zu entkommen, denn die Verletzung am Auge ließ ihm nichts anderes zu. Gerne hätte er mehr gezeigt, aber es ging einfach nicht. Er gewinnt diesen Kampf am Ende verdient, musste aber im Anschluss untersucht werden. Wir können aber Entwarnung verlauten lassen, Suher ist auf dem Weg der Besserung.

Halbweltergewicht bis 64 Kilo
Ein internes Duell, so könnte man es nennen, denn Besir Ay und Aytekin Yöreci haben beide schon für den BSK in der Liga Kämpfe ausgetragen. Aytekin, der gerade erst in dieser Saison den Titel als bester Boxer abgeräumt hat und Besir der in der Saison zuvor, viele wichtige Siege eingefahren hat. Der Kampf gestaltete sich erwartet spannend und beide Boxer waren von Anfang an hellwach. Jedoch gelang es Aytekin die besseren und klareren Akzente zu setzen. Und so ging auch der 4 Punktevorsprung zum Ende der 2. Runde in Ordnung. In der letzten Runde wollte Besir dann natürlich das Blatt zu seinen Gunsten wenden und man konnte sehen, dass er vor allem konditionell wirklich an sich gearbeitet hat. Allerdings musste er auch die Deckung so vernachlässigen und das nutzte Aytekin konsequent aus. Am Ende siegt der Boxer aus dem Süden Deutschlands verdient.

Weltergewicht bis 69 Kilo
In dieser Klasse traf John Redlin auf Patrick Rohkohl und der Boxer des BSK hatte gerade mal 7 Kämpfe Erfahrung mitgebracht. Davon spürte man im Kampf allerdings nichts und das allein sollte zeigen, wie groß das Talent dieses jungen Mannes ist. Anfangs konnte sein Gegenüber noch mit und ihn vor allem auf Distanz halten. Mit zunehmender Zeit jedoch brach John den Widerstand und konnte klare und schwere Wirkungstreffer setzen. Zum Schluss deutete alles auf einen vorzeitigen Sieg, aber der Rundengong rettete den Boxer in der roten Ecke davor und John Redlin siegt klar und verdient nach Punkten.

Mittelgewicht bis 75 Kilo
Auch für Alexander Raynesh galt es international zu glänzen und so bekam er es mit Ferrero la Cruz, einem großwüchsigen, entschlossenen Boxer zu tun. Dieser versuchte den Kampf natürlich aus der Distanz zu führen, hatte allerdings nicht mit einem so gut aufgelegtem Seelzer Boxer gerechnet. Alex bewegte sich locker und gut, konnte immer wieder die Distanz verkürzen und hatte seinen Gegner nah am Ko-Schlag. Dieser wurde 2 Mal an- jedoch nie ausgezählt und konnte sich immer wieder berappen. Es war schon schön anzusehen, wie Alex mit seinen Beinen arbeitete und der bekannte rechte Schwinger Ein ums andere Mal voll am Kopf des Gegners landete. Man kann auf jeden Fall sagen, dass Ferrero la Cruz gute Nehmerqualitäten hat, man kann aber auch sagen, dass Alex bis zum Schluss diesen Kampf dominiert und zu Recht gewonnen hat. Wenn Alex so weiterboxt und auf das hört was sein Trainer von ihm verlangt, dann dürfte die nächste Deutsche Meisterschaft mit ihm sehr interessant für uns werden.

Halbschwergewicht bis 81 Kilo
Für Eugen Schellenberg hieß es zum letzten Mal Ring frei in dieser Saison, gegen Viktor Fröhlich. Ein Kampf der wirklich alles abverlangte von Eugen. Von Beginn an konnte man sehen, dass es ein hartes Stück Arbeit für Eugen werden würde. Anfangs begann er noch locker, bewegte sich viel und schlug variabel, aber mit zunehmender Dauer des Kampfes, konnte Eugen punktetechnisch nicht davonziehen und ein klein wenig Verzweifelung machte sich breit. Schonen konnte er sich nicht und musste nun hart und verbissen arbeiten und immer wieder angreifen, bis dann in der dritten Runde endlich der Vorsprung da war. Er hat es sich redlich verdient auch diesen Kampf als Sieger zu verlassen, denn er machte einfach mehr für diesen Kampf und ließ niemals locker.

Schwergewicht Kampf Nummer 1
Im ersten Kampf des Schwergewichts an diesem Abend, standen sich Waldemar Schönbeck und Hasan Göksel gegenüber. Um es vorwegzunehmen, in diesem Kampf wurde auch der letztendlich unglücklichste Verlierer gewählt, denn mit nur einem Punkt Vorsprung konnte Waldemar Schönbeck siegen. Es war ein wirklich verbissen geführter Kampf, bei dem Schönbeck erst die klareren Treffer setzte und sich somit ein Punktepolster verschaffte. In der Folge jedoch konnte Göksel, durch seine wirklich schnellen und variablen Hände den Abstand immer mehr verringern und trotz seines immensen Körpergewichts schien er niemals die Luft zu verlieren um weiter nach Vorne zu gehen. Es ging hin und her und bis zum Schlussgong war es ohrenbetäubend laut in der Halle, aber Waldemar Schönbeck schaffte es bis zum Schlussgong den rettenden Punkt zu behalten und ist am Ende der Sieger dieses wirklich spannenden Gefechtes.

Schwergewicht Kampf Nummer 2
Der ruhige Fels aus dem Norden, unser Stefan Sittner lief mit „Hey, das geht ab!“ in den Ring zu seinem Kampf gegen Robert Gerrits, welcher einmal Holländischer Meister der Herren gewesen ist. Ein wenig erschrocken war das Publikum anfangs, als nur der holländische Akteur auch wirklich aktiv zu sein schien, denn Stefan schütze sich nur und schlug selten bis gar nicht. Aber das genau war seine Taktik, er wollte den Gegner einschläfern und auf einmal explodierte Stefan. Mit der ersten guten Kombination, schickte er den Riesen aus den Niederlanden auf die Bretter. Dieser wurde angezählt, auf Englisch und konnte sich wieder fangen. Allerdings gefiel das Stefan nur wenig und somit setzte er sofort nach. Krach! Die Rechte zum Kinn und wieder lag der Große Mann aus Holland. Dieses Mal fing er sich wieder, aber in der Ecke hing schon das Handtuch bereit und somit siegt Stefan nach Aufgabe in der ersten Runde. Hut ab!


Es war eine wirklich spannende und schöne Veranstaltung. Wir sind froh, dass sie alle den Weg zu uns gefunden haben und uns ein letztes Mal in dieser Saison so toll unterstützt haben. Nun gilt es Kraft und finanzielle Mittel für die neue Saison zu sammeln, denn wir wollen auch dann wieder voll da sein, wenn es wieder um die Krone geht, ob in der 1. oder 2. Bundesliga.

Bis zu den nächsten Berichten, die wahrscheinlich folgen, wenn Deutschen Meisterschaften in die Startlöcher gehen, wünschen wir ihnen alles Gute und vor allem Gesundheit.

Ihr BSK Seelze i.A. Sebastian Kühn
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Magazin Seelze | Erschienen am 27.04.2010
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