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PM-Grüne: Planetencenter-Verhandlungen drohen Pläne für Mitte zu verhindern

B`90 / Die Grünen
im Stadtrat Garbsen
Darius Pilarski
Rathausplatz 1, 30823 Garbsen
Telefon: 05131/707635
Telefax: 05131/707636
Darius@Pilarski.de
17.11.2012


PRESSEMITTEILUNG
Planetencenter-Verhandlungen drohen Pläne für Mitte zu verhindern
Lüder will Planetencenter nach Sanierung verkaufen
Die Garbsener Grünen sehen die bisherigen Verhandlungen mit der Hildesheimer Unternehmensgruppe
Lüder kritisch und warnen auch davor, dass die Zugeständnisse an
Lüder die Neue-Mitte zu verhindern drohen.
„Die Garbsener Grünen stehen voll hinter der Umgestaltung und Revitalisierung des
Planetencenters“, so die Fraktionsvorsitzende Martina Märtz. „Neben der Freude über
die ersten Pläne ist nun jedoch leichte Ernüchterung eingetreten“, findet Märtz. Die
Stadtverwaltung hat in Beschlussvorlagen aus 2008 immer von einem Stadtteilzentrum
gesprochen. Dieser Begriff wurde auch von der Fa. Lüder immer wieder genannt. Den
Grünen fehlen in den aktuellen Planungen jedoch die Aufenthaltsbereiche, die ein bloßes
Einkaufszentrum von einem Stadtteilzentrum unterscheidet. „Wir wollten das versprochene
Stadtteilzentrum, welches in Teilen auch nach Ladenschluss bzw. am Wochenende
belebt ist und die Bürger zum Verweilen einlädt“, so Märtz weiter. „Die zuletzt
auch in der Presse veröffentlichten Planungen sehen statt einem Stadtteilzentrum einen
großen Parkplatz im Zentrum vor, der von Geschäften flankiert ist“, meint Darius Pilarki.
Garbsen hat lange um ein ausgewogenes Konzept für ganz Garbsen gestritten. Das
Zentrenkonzept sollte ein Kannibalisieren zwischen verschiedenen Standorten verhindern.
Nun droht genau dieses. Sollten die von der Region genehmigten Sortimentsverschiebungen
zugunsten des Planetencenters kommen und der Bürgermeister am Monatsende
einen Bauvorbescheid erteilen, droht das Aus für Garbsens Neue-Mitte, wie
Thomas Binder (Geschäftsführer Sierra Germany GmbH) in einer Mail an die Fraktionsvorsitzenden
andeutete. Die Grünen warnen davor, die Idee eines Stadtteilzentrums
Auf der Horst und das mühsam ausbalancierte Gesamtkonzept zwischen Versorgung in
den Ortsteilen sowie der Neuen Mitte aufzugeben.

Da die Unternehmensgruppe hier zunächst wirtschaftliche Interessen verfolgt, die nicht unbedingt deckungsgleich mit denen der Bevölkerung sind, ist es verständlich, dass sie so viel wie möglich aus dem Planetencenter herausholen will. Die Grünen verfolgen jedoch ein nachhaltiges Konzept und sehen insbesondere den beabsichtigten Verkauf des sanierten Planetencenters an einen Fond (wurde von Lüder angekündigt) kritisch und erwarten von Lüder daher ein nachhaltiges Konzept für die Bürgerinnen und Bür-ger des Stadtteiles Auf der Horst, damit das Planetencenter nicht nur ein gesichtsloses Einkaufszentrum wird, wie beispielsweise das Westfalenzentrum, welches von Lüder im Jahre 2009 realisiert wurde:
http://www.lueder.de/projekt-detailansicht/items/w...
Der derzeit aufgebaute Zeitdruck (die Politik soll am 26.11 erste verbindliche Entschei-dungen treffen, hat aber bis zum heutigen Samstag keine konkreten Pläne vorliegen). Die Grünen wollen ein Scheitern verhindern, jedoch wollen sie nicht blind alle Planun-gen abnicken. Kritisch sehen sie insbesondere, die bisherigen Planveränderungen, die alle zu Lasten eines echten Stadtteilzentrums gingen. Es ist nach Ansicht der Grünen nicht ersichtlich in welchen Punkten die Stadt in ihren Verhandlungen positive Ergeb-nisse erzielen konnte. Es entsteht momentan der Eindruck, dass die Politik hier unter einen künstlichen Zeitdruck gesetzt wird, um Diskussionen zu verhindern.
„Nachhaltigkeit und die Zufriedenheit der Bevölkerung sind uns besonders wichtig“, so Darius Pilarski, der auch eine Bürgerbeteiligung vermisst. Zwar plant Heuer am 26.11 eine „Informationsveranstaltung“ im Planetencenter, jedoch sollen am gleichen Tag be-reits die ersten politischen Beschlüsse getroffen werden – Anregungen von Bürgerin-nen und Bürgern können aufgrund des engen Zeitplanes nicht mehr berücksichtigt werden. Auch der Ortsrat blieb zur Thematik bislang ungehört. In einem interfraktionel-len Gespräch mit Bürgermeister Heuer am Mittwochabend regte Märtz daher an sich im Vorfeld der zu treffenden Entscheidungen nochmals mit Lüder ins Gespräch zu bege-ben. Geplant ist ein Gespräch noch kommenden Mittwoch an dem alle Ratsfraktionen teilnehmen wollen.
Klar ist für die Grünen, dass Zugeständnisse für das Planetencenter nicht zu Lasten der Neuen Mitte gehen können.


(Martina Märtz) (Darius Pilarski)
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2 Kommentare
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Darius Pilarski aus Garbsen | 20.11.2012 | 20:23  
26.067
Elisabeth Patzal aus Garbsen | 26.11.2012 | 02:17  
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