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Demnächst: Großbordell in Garbsen ?

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HAZ vom 20.Januar 2017
 
HAZ vom 20.Januar 2017 Bild : Riedel
Deutschland: Deutschland |

" Großbordell ? Nein, danke"

"Ratsfraktionen lehnen Inbetriebnahme ab und überprüfen mögliche Gegenmaßnahmen"

(HAZ vom 20.Januar 2017 von Bernd Riedel )


Meine Meinung:
Der Eigentümer der seit 2013 leerstehenden ehemaligen Praktiker-Immobilie in Altgarbsen an der Gutenbergstraße möchte in unserer Stadt ein "Großbordell"
betreiben.
Die Ratsfrauen und Ratsherren Garbsens lehnen dieses Investoren-Projekt, weitgehend einig, ab.
Bei den Begründungen für die Ablehnung gehen die Meinungen im Rat dann auseinander.

Heinrich Dannenbrink, CDU- Fraktionsvorsitzender möchte mit der Verwaltung über "rechtliche Möglichkeiten" sprechen und sagt: " Wir würden dieses Projekt gern vermeiden." Das war es dann schon.

Den Unabhängigen scheint lediglich der Standort zu missfallen.

Die AfD möchte sich gern , möglichst am " Widerstand", gegen das geplante Bordell profilieren und in unserer " starken Bürgergesellschaft" Fuß fassen.


Die Grünen haben kein grundsätzliches Problem mit einem Bordell.

Die Sozialdemokraten haben ebenfalls keine Probleme mit Bordellen , und moralische schon gar nicht. Grundsätzlich ja, aber bitte nicht vor der eigenen Haustür.


Zum Moralischen in der Bordellfrage möchte ich einen Leserbrief von Frau Oelze,Auf der Horst , HAZ vom 23.Februar 2017 zitieren:

"Prostitution ist kein Job wie jeder andere

Zu dem Artikel "Großbordell?Nein,danke " vom 20.Januar:

Anders als manche Politiker habe ich ein großes moralisches Problem mit einem Bordell, egal ob groß oder klein. in Garbsen oder anderswo. Seit Jahrzehnten ist durch vielfältige empirische Untersuchungen bekannt, für alle, die es wissen wollen,
dass das angeblich "älteste Gewerbe der Welt" eben "kein Job wie jeder andere ist",
sondern eine menschenverachtende, erniedrigende und krank machende Ausbeutung von Frauen durch Männer.

Es ist auch bekannt, dass seit der Wende zum größten Teil osteuropäischen Frauen unter falschen Versprechungen, nämlich Arbeit zu bekommen, die ihre wirtschaftliche Not in ihrer Heimat lindert, von Männern nach Deutschland gekarrt werden. Sie werden oft unter schlimmsten Bedingungen, ihrer Papiere beraubt, in solchen Häusern von ihren Zuhältern eingesperrt und zur Prostitution gezwungen.
Die wenigen Vorzeigefrauen, die immer mal medienwirksam öffentlich bekennen (müssen), dass sie das freiwillig machen, haben ein Problem und merken das meistens erst viel zu spät, wenn sie schon unübersehbaren seelischen Schaden davongetragen haben.

Dabei von Arbeitsplätzen zu sprechen, " wo Frauen im Dreischichtbetrieb rund um die Uhr arbeiten" sollen wie in einem Industriebetrieb, ist frauenverachtend.
Wo sind Garbsens starke Frauen, die es früher gab, vor allen in den Achtzigern, die gegen Prostitution in ihrer Stadt öffentlich protestieren und aus Solidarität mit den Prostituierten auf die Straße gehen ? Ich würde wieder mitmachen!"

Ich frage:
Wo sind Garbsens starke Männer, die sich mit diesen starken Frauen solidarisieren?

Weiter dazu:
http://www.myheimat.de/garbsen/politik/grossbordell-in-garbsen-nein-danke-d2795901.html
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Barbara S. aus Ebsdorfergrund | 23.01.2017 | 15:52  
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Karl-Heinz Wulf aus Garbsen | 23.01.2017 | 18:32  
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Mike Zehrfeld aus Langerringen | 23.01.2017 | 19:46  
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Karl-Heinz Wulf aus Garbsen | 24.01.2017 | 00:09  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 24.01.2017 | 00:10  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 24.01.2017 | 00:14  
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Mike Zehrfeld aus Langerringen | 24.01.2017 | 08:30  
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Karl-Heinz Wulf aus Garbsen | 24.01.2017 | 09:25  
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Barbara S. aus Ebsdorfergrund | 24.01.2017 | 11:51  
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Barbara S. aus Ebsdorfergrund | 24.01.2017 | 15:57  
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