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Naturraum Diepholz

Ein informativer und erlebnisreicher Tag in dem Naturraum Diepholzer Moorniederung

Eine kleine Gruppe Natur interessierter Sportler des MTV Meyenfeld besuchte bei herrlichem Herbstwetter den kleinen Ort Ströhen am Rande der Diepholzer Moorniederung.

Der Vortrag eines Diplom Biologen zeigte die Entwicklungsstufen der Fauna und Flora der letzten Jahrhunderte bis in die Neuzeit auf. Erschreckend zu erfahren, wie schnell vielen Tieren und Pflanzen die Lebensgrundlagen entzogen worden sind. Positiv wurde aber auch berichtet, dass heute mit gezielten Maßnahmen, großem finanziellem Aufwand und ehrenamtlichem Einsatz hier erfolgreich gegen gesteuert wird.

Nach einem schmackhaften Moorschnuckenessen stand die Besichtigung des Schäferhofes Jan Teerling auf dem Programm. Reinrassige Moorschnucken –ca 900 Stück- sorgen im Bereich des Neustädter Moores auf einer Fläche von 2000 ha dafür, dass die Vegetation kurz gehalten wird und so der Lebensraum für viele Tierarten erhalten bleibt.

Ausgestattet mit Ferngläsern ging es am späten Nachmittag auf die Aussichtstürme, um die Kraniche bei ihrem Abendeinflug in die Schlafplätze im Moor zu beobachten.

Ein imposantes Bild, die mit 2 Metern Flügelspannweite ausgestatteten großen Vögel hier beim Landeanflug zu sehen.

Sie kommen von den angrenzenden Äckern und Feuchtwiesen, wo sie tagsüber ein
ausreichendes Nahrungsangebot vorfinden und so die Energievorräte für den anstrengenden Weiterflug ergänzt werden.

Die Wiedervernässung des ehemals trockenen Moores bietet mit den Flachwasser-flächen in der Nacht guten Schutz vor Feinden.

Eine Anfang November von Mitgliedern des NABU durchgeführte Zählung hat eine Anzahl von über 40 000 rastenden Kranichen im gesamten Naturraum ergeben.

Sie bleiben über mehrere Wochen in der Hochmoorlandschaft und erst im Dezember ziehen sie weiter in ihre Überwinterungsgebiete im südlichen Europa bzw Nordafrika.

Seit einigen Jahren wird beobachtet, dass ganzjährig schon einige Paare wegen der ausgezeichneten Lebensbedingungen und milden Witterungsverhältnisse in der Diepholzer Moorniederung bleiben, um hier erfolgreich zu brüten.
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