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Liebe ist.... alles nur nicht oberflächlich

manchmal reicht ein kleines Licht um die Nacht ein Stückchen heller zumachen
Eine Einladung zu einer Hochzeit ist immer etwas ganz besonderes.
Am vergangenen Wochenende durfte ich die Hochzeit einer Freundin mitfeiern.
Es war ein wunderschöner Abend.

Das Besondere an dieser Veranstaltung war, dass wir uns bei der ehrenamtlichen Arbeit im Garbsener Asylantenheim kennen gelernt hatten.
Durch die vielen Donnerstage, an denen wir gemeinsam mit anderen Frauen dort mit den Kindern gebastelt, gefeiert und auch Ausflüge gemacht haben, ist eine gute Freundschaft entstanden.

Das Asylantenheim gibt es schon lange nicht mehr und viele, die dort gewohnt haben, leben jetzt in einem richtigen Zuhause.
Manche von ihnen treffe ich ab und zu auch noch in Garbsen und immer ist die Freude groß, wenn wir uns sehen.

Nun aber zurück zu der Hochzeit. Auch dort war eine Familie aus dem ehemaligen Asylantenheim eingeladen und wir saßen zusammen an einem Tisch.

Familie S. mit ihren beiden Töchtern und zwei Söhnen wohnt nicht mehr in Garbsen, aber die Verbindung zur Braut besteht noch.

Ganz stolz sind die Eltern auf ihre Kinder, von denen eines zur Realschule geht und eines kurz vor dem Abitur steht.

Wenn ich zurückdenke, unter welchen Bedingungen Familien in dem ehemaligen Gasthaus an der Meyenfelder Straße untergebracht waren, finde ich es wirklich bewundernswert, dass Kinder, die dort lange Zeit leben mussten, ihren Weg gefunden haben.

Ein Mädchen aus einer anderen Familie, die wir dort auch besucht hatten, ist inzwischen mit dem Studium fertig und auch das macht uns, die wir viel Zeit mit den Kindern dort verbracht haben, etwas stolz.

Oft gingen meine Gedanken während der Hochzeitsfeier zurück in diese vergangenen Zeiten. Dann fiel mein Blick wieder auf Familie S. mit ihren strahlenden Augen.
Es sei ihre erste deutsche Hochzeit, erzählten sie uns immer wieder und dass man bei ihnen, sie sind Jesiden, ganz anders feiern würde.
Viel mehr Menschen kommen zu ihren Feiern und man kennt die meisten gar nicht, erklärte mir ein Sohn der Familie. Deshalb gefiel ihnen diese deutsche Hochzeit besser.
Auch würde es selten so ein Buffet geben mit Bedienung an den Tischen.
Es käme meistens ein Hähnchenwagen und dort holt sich dann jeder sein Essen.
Lachend erzählte mir Mutter S, dass ihre Kinder deshalb sagen, „wir gehen zum Hähnchenessen“, wenn sie zu einer Hochzeitsfeier eingeladen würden.

Mir hat es sehr gut getan, Menschen zu treffen, die durch einen sinnlosen Krieg ihre Heimat verlassen mussten und hier bei uns – wenn auch unter sehr erschwerten Bedingungen – neu Fuß fassen konnten.
Auch erinnerte mich das Ganze an unser Garbsen, in dem es auch sehr bunt zugeht und das ist gut so.
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14 Kommentare
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Lars Klingenberg aus Lehrte | 20.08.2013 | 00:28  
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Elisabeth Patzal aus Garbsen | 20.08.2013 | 00:31  
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Lars Klingenberg aus Lehrte | 20.08.2013 | 00:37  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 20.08.2013 | 01:11  
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Elisabeth Patzal aus Garbsen | 20.08.2013 | 01:12  
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Heike L. aus Springe | 20.08.2013 | 06:42  
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Axel aus Salzburg aus Freilassing | 20.08.2013 | 08:05  
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Heike L. aus Springe | 20.08.2013 | 18:17  
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Stefan Kaiser aus Lehrte | 20.08.2013 | 19:55  
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Heike L. aus Springe | 20.08.2013 | 21:02  
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Stefan Kaiser aus Lehrte | 20.08.2013 | 23:15  
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Klaus Wilhelm von Ameln aus Simmerath | 21.08.2013 | 18:31  
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Ursula Schriemer aus Greifenberg | 22.08.2013 | 22:13  
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Elisabeth Patzal aus Garbsen | 23.08.2013 | 00:55  
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