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Patienten ausgeliefert bei der Einlieferung?

hier ist niemand freiwillig
Ich habe für vieles Verständnis. Ich verurteile niemanden grundlos.
Das schicke ich zunächst voraus.

Nun folgt die Schilderung einer Situation, in die jeder schnell geraten kann.

Es ist Sonntagmorgen sieben Uhr. Ein Mann weckt aufgeregt seine Frau und braucht einen Notarzt.

Schnell werden die nötigsten Sachen eingepackt und dann kommt auch schon der Rettungswagen.

Ich glaube, dass Sanitäter keinen leichten Job haben und gerade in der Nacht von Samstag auf Sonntag unschöne Dinge erleben.
Aber wenn man höflich fragen, ob der Kranke in ein bestimmtes Krankenhaus, das einfacher zu erreichen ist, gefahren werden kann, muss doch nicht zur Antwort kommen, dass es schließlich kein Urlaubsziel wäre, das man da anfahren möchten.

Kann und darf man als Patient nicht höflich nachfragen?

Es geht also in das weiter entfernte Krankenhaus.

Muss es sein, dass der dort diensthabende Arzt sich dann vor dem Patienten mehrfach darüber aufregt, dass der Notarzt ein seiner Meinung nach falsches Medikament gespritzt hat?
Das trägt nicht unbedingt zur Beruhigung des Kranken bei.

Ich unterstelle auch hier niemandem etwas, denn die Nacht war sicher anstrengend für den Arzt – für den Patienten allerdings auch.

Später, während der Aufnahme durch eine Schwester, wird der Patient (knapp über 60 Jahre alt) dann gefragt, ob er noch Zuhause lebt, noch allein zur Toilette gehen und sich selbst waschen kann. Als er gefragt wird, ob er noch allein essen kann, rutscht mir beinahe der Satz „nein, wir essen immer zu zweit, das ist viel gemütlicher“ heraus.

Was er nicht gefragt wird ist, ob er gut englisch spricht, denn alle Schilder auf der Station sind in englischer Sprache beschriftet.
Auch wird er nicht gefragt, ob er einen festen Schlaf hat, denn er verbringt die Nacht in einem Zimmer ohne Schrank. Seine Sachen liegen offen auf einem Stuhl und im Tiefschlaf könnte er nicht merken, wenn jemand sich daran zuschaffen machen würde.

Ich mache niemandem einen Vorwurf, aber mir ging es nicht gut an diesem Sonntag.
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17 Kommentare
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Marlene Feldmeier aus Ederheim | 05.03.2013 | 08:41  
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Heike L. aus Springe | 05.03.2013 | 08:48  
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Roswitha Bute aus Soltau | 05.03.2013 | 08:49  
26.067
Elisabeth Patzal aus Garbsen | 05.03.2013 | 09:41  
14.140
Rashia Narih aus Langenhagen | 05.03.2013 | 10:33  
2.705
Sieglinde Baranowski aus Uetze | 05.03.2013 | 10:38  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 05.03.2013 | 15:19  
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Christine Eich aus Wetter | 05.03.2013 | 18:38  
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Holger Finck aus Langenhagen | 05.03.2013 | 18:41  
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Franz Josef Neffe aus Wittibreut | 05.03.2013 | 18:44  
26.067
Elisabeth Patzal aus Garbsen | 05.03.2013 | 19:15  
15.155
Sandra Biegler aus Meitingen | 05.03.2013 | 21:26  
4.112
Amadeus Degen aus Battenberg (Eder) | 05.03.2013 | 22:06  
21.392
Silke M. aus Burgwedel | 06.03.2013 | 10:07  
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Gaby Floer aus Garbsen | 08.03.2013 | 08:54  
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H. Bartels aus Hannover-Mitte | 10.03.2013 | 15:18  
8.132
R. S. aus Lehrte | 13.03.2013 | 16:40  
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