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Die Spessarträuber....

Im Spessart treiben die Räuber noch weiterhin ihr Unwesen…

Eine dreitägige Busfahrt führte unsere Sportlergruppe im Sommer letzten Jahres zu einer Wander- und Besichtigungstour in den Spessart.

Warnungen der Einheimischen, die Waldgebiete um Mespelbrunn nicht zu durchwandern, wurden leider ignoriert. Ein folgenschwerer Fehler, wie sich kurze Zeit später herausstellten sollte.

Nachdem die Gruppe eine halbe Stunde unterwegs war, die Wege schmaler und das Unterholz dichter wurden, durchbrachen plötzlich Gewehrschüsse die Waldesstille.
Etwa 8 - 10 finstere Gestalten stürmten aus ihrer Deckung hervor und nahmen zwei junge Frauen gefangen. Die Festnahme und das Anbinden an einen Baum geschahen in so einer atemberaubenden Schnelligkeit, dass wir als eingeschüchterte Umstehende keine Eingriffsmöglichkeit sahen.

Als wenn das noch nicht genug wäre: Einem Sportkameraden wurde ein Strick mit Schlinge mit dem Hinweis um den Hals gelegt: Man könnte beim Nichtbefolgen ihrer Forderungen für nichts garantieren.

Es bedurfte unsererseits bei den folgenden Verhandlung schon starker Argumente, um von diesem Vorhaben doch Abstand zu nehmen. Die Zahlung einer größeren Summe Wegezolls hatte dann ein Einlenken und die Freilassung aller Gefangenen bewirkt.

Zu unserer großen Verwunderung führten die Räuber die Wandergruppe noch weiter in den Wald hinein. Bald tat sich eine Lichtung mit einem urigen Wirtshaus in der Mitte auf. Hier wurde die Gruppe von den Räubern aufs köstlichste mit Spanferkel, Rotkohl und Klößen bewirtet.

So löste sich jetzt langsam die Anspannung bei uns und ein „Musikus“ der Exstra- klasse brachte mit seiner Unterhaltung und Darbietungen soviel Schwung in das Wirtshaus, dass buchstäblich die schweren Eichentische und Bänke ins Wanken kamen. Erst bei der späten Heimfahrt wurde uns allen bewusst, dass wir doch glimpflich davon gekommen waren!
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Hans-Christoph Nahrgang aus Kirchhain | 24.01.2018 | 16:33  
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