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Dauerregen führt zu vielen Feuerwehreinsätzen – Regenrückhaltebecken droht überzulaufen – Feuerwehren rund um die Uhr im Einsatz

  Die starken Regenfälle am Donnerstagabend und in der Nacht zum Freitag führten in der Stadt Garbsen zu über 20 Feuerwehreinsätzen. Die Feuerwehr musste hauptsächlich im Bereich Garbsen-Mitte und Berenbsotel zu mehreren vollgelaufenen Kellern ausrücken.
Besonders kritisch war die Situation im Bereich des Regenrückhaltebeckens an der Havelser Straße im Bereich der Buswendeschleife.
Dieses Becken ist zur Speicherung das abfließenden Oberflächenwassers aus dem Stadtteil Garbsen-Mitte vorgesehen, konnte aber die Regenmassen nicht aufnehmen. Rund um die Uhr waren Einsatzkräfte der Stadtfeuerwehr Garbsen, der Berufsfeuerwehr Hannover sowie des Technischen Hilfswerkes aus Hannover/Langenhagen, Wunstorf und Braunschweig im Einsatz und pumpten Wassermassen zur Entlastung in ein angrenzendes Waldstück.

Nach ersten Wasserschadeneinsätzen am Donnerstagabend spitze die Lage sich zum ersten Mal in der Nacht gegen 2 Uhr zu. In Havelse, Garbsen-Mitte und Berenbostel waren die Ortsfeuerwehren Garbsen und Berenbostel zu mehreren vollgelaufenen Kellern alarmiert worden. Die Kanalisation konnte das Oberflächenwasser nicht vollständig aufnehmen und das Wasser staute sich zurück bis in die Häuser.
Am stärksten betroffen waren einige Häuser im Bereich der Edith-Stein-Straße und der Märchenstraße.

Des Weiteren stieg der Wasserstand des Regenrückhaltebeckens an der Havelser Straße bedrohlich an und im Laufe des frühen Morgen drohte das Becken überzulaufen.
Daraufhin wurden die Ortsfeuerwehren Meyenfeld und Schloß Ricklingen zur Unterstützung alarmiert. Mit mehreren Pumpen der Feuerwehr wurde Wasser aus dem Rückhaltebecken und aus der Kanalisation abgepumpt und in ein angrenzendes Waldstück geleitet. Mitarbeiter der städtischen Stadtentwässerung unterstützen die Feuerwehr mit ihren Fachkenntnissen.
Da mit den Feuerwehrpumpen keine merkliches Absenken des Wasserstandes bei weiterem Dauerregen möglich war wurden gegen 10 Uhr Spezialkräfte des THW aus Wunstorf und Hannover/Langenhagen mit Pumpen, die 5000 Liter Wasser pro Minute fordern können, sowie eine weitere spezielle Hochleistungspumpe der Feuerwehr Hannover mit einer

Maximalleistung von 15.000 l/min alarmiert. Über leistungsfähige Schlauchleitungen förderten diese Pumpen das Wasser aus dem Rückhaltebecken. Da der Regen immer nur kurzzeitig aufhörte und immer wieder neue Schauer niedergingen, stellten sich die Einsatzkräfte auf einen langwierigen Einsatz ein.
Im Laufe des Nachmittags und wurden zusätzlich die leistungsfähigsten Löschfahrzeuge der Stadtfeuerwehr aus Garbsen, Horst, Osterwald UE und Heitlingen mit weiteren 6 Pumpen am Ufer des Rückhaltebeckens platziert und die bereits im Einsatz befindlichen Pumpen unter Volllast gefahren. Somit wurden Spitzenzeiten über 40.000 l/min aus dem Rückhaltebecken gefördert. Zusätzlich kamen weitere Spezialeinsatzkräfte des THW aus Braunschweig in Garbsen zum Einsatz.
Dieser umfangreiche Pumpeinsatz wurde auch durch die Nacht zum Samstag fortgeführt.
Zusätzlich wurden im Laufe des Tages Einläufe zum Rückhaltebecken mit Sandsäcken gesichert bzw. abgeschottet. Dazu füllten die Einsatzkräfte der Feuerwehr mehrere hundert Sandsäcke auf dem städtischen Bauhof.
Zusätzlich wurden mit mehreren Pumpen noch einige tausend Liter Wasser pro Minute aus der mit Regenwasser gefüllten Kanalisation gefördert. Die Dauer des Pumpeinsatzes kann derzeit noch nicht abgesehen werden.
In den ersten Stunden konnten die Einsatzkräfte trotz des massiven Einsatzes nur eine Absenkung des Wasserstandes des Rückhaltebeckens von mehreren zehn Zentimetern erreichen, da die neuen Regenfälle für immer weiteren Zufluß sorgten.
Ziel der Einsatzkräfte ist, den Wasserpegel über einen Meter zu senken um eine Entwässerung durch die Kanalisation in das Becken wieder zu ermöglichen.

Zur Ablösung der erschöpften Einsatzkräfte wurden immer wieder neue Einsatzkräfte aus den Ortsfeuerwehren der Stadt Garbsen alarmiert.

Die Verpflegung der Einsatzkräfte wurde durch die Logistikgruppe der Stadtfeuerwehr aus Osterwald Oberende sichergestellt. Diese Kräfte bereiteten mehrmals am Tag heiße und kalte Speisen und Getränke für die über einhundert Einsatzkräfte zu.

Während des Einsatzes wurde die Havelser Straße voll gesperrt. Es kam zu starken Verkehrsbehinderungen in Garbsen.

Zusätzlich zu den über 20 Wetter bedingten Einsätzen musste die Feuerwehr noch weitere Einsätze absolvieren.
In der Nacht zum Freitag waren ein Containerbrand in der Straße „Auf der Höchte“ in Havelse sowie ausgelaufenes Öl in der Edith-Stein-Str. abgestreut werden.
Am Freitagvormittag löste zusätzlich die Brandmeldeanlage des DSG-Altenheimes in der Straße „Auf der Horst“ aus.
Des Weiteren kam es am frühen Nachmittag in der Phillip-Reiss-Str. in Berenbsotel zu einem Verkehrsunfall bei dem ein Pkw gegen einen Baum prallte. Die Rüstwagenbesatzung aus Garbsen unterstütze hier bei den Rettungs- und Bergungsarbeiten und streute ausgelaufenes Öl und Kraftstoff ab.
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