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Altersabteilung on Tour

Garbsen: Feuerwehr Stelingen | Besuch im Polizeigewahrsam und der Gottfried Wilhelm Leibnitz Bibliothek

Die Altersabteilung der Ortswehr Stelingen bekam eine Führung durch die Polizeistation am Schützenplatz mit dem Polizeigewahrsam.
In der Polizeidirektion Hannover ist auch die "Polizeistation am Schützenplatz" mit dem Gewahrsam untergebracht. Er verfügt über 78 Zellen die auf vier Etagen verteilt sind. Die schweren Holztüren, hinter denen die Gefangenen eingeschlossen werden, sind mehr als hundert Jahre alt. Im Polizeigewahrsam werden vor allem aggressive und alkoholisierte Personen vorübergehend für maximal 24 Stunden eingesperrt (bis sie sich abgeregt haben oder sie ausgenüchtert sind). Nicht selten wird in diesen Räumen getobt und gewütet. Auch Straftäter, die auf eine Verlegung in die Justizvollzugsanstalt warten, werden vorübergehend in der Waterloostraße eingesperrt. Die Zellen in dem historischen Gebäude haben eine Größe von etwa vier Quadratmetern.
Das Gebäude entstand zwischen 1900 und 1903 nahe dem Waterlooplatz als neuer Dienstsitz. Es war ein monumentaler und schlossartiger Neubau. Da das Gelände im Überschwemmungsgebiet lag, war eine Pfahlgründung notwendig. Es wurden 2224 Buchenstämme sechs Meter tief in den lehmigen und tonigen Untergrund gerammt. Das Polizeipräsidium entstand als fünfstöckiges bis zu 35 m hohes Bauwerk. Ebenso aufwändig und schmuckreich wie das Gebäudeäußere wurde das Innere gestaltet. Heute steht es unter Denkmalschutz. Es wurde aber eine Zentralheizung eingebaut.

Auf der anderen Seite der Waterloostraße befindet sich die "Gottfried Wilhelm Leibnitz Bibliothek" (bis 2004 nur Niedersächsische Landesbibliothek). Die Kameraden der Altersabteilung haben anschließend einen kurzen Rundgang durch die dortige Ausstellung "Der Goldene Brief - 3 Länder 2 Könige 1 Missverständnis" und die Haptothek - anfassen erlaubt - gemacht. Den "Goldenen Brief" schrieb 1756 der birmanische König "Alaungphaya" an den englischen König Georg II. !
In der Haptothek sind das Buchbinderhandwerk, die dazugehörenden Materialien, alte Buchschließen, ein Kettenbuch und Beutelbücher ausgestellt.

Die 23 Kameraden erhielten so Einsicht in neue unbekannte Orte.
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