Special Olympics Athleten waren auch in Fürstenfeldbruck

Jessica ist eigentlich schon ein alter Hase in Sachen SpecialOlympics. Vor zwei Jahren war sie bereits dabei, hat in Bremen eine Medaille im Kugelstoßen gewonnen und freut sich nun auf die Herausforderung in der bayerischen Landeshauptstadt. Sie gehört zu einer Gruppe von 20 Schülerinnen und Schülern der „Lüneburger Schule am Knieberg“, die bei den Special Olympics vom 20. bis 26. Mai in München teilnehmen. Die Special Olympics sind die weltweit größte, vom IOC offiziell anerkannte Sportbewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung; zu den Nationalen Sommerspielen in München kamen nun rund 5000 Athleten. Begrüßt wurden sie von Bundespräsident Gauck, der Schirmherr der Veranstaltung ist.

Untergebracht war die Gruppe aus Lüneburg, zusammen mit ca. 10 Betreuern, in den Räumen der Freien evangelischen Gemeinde in FFB, die dazu vor dem Gemeindezentrum extra einen Duschcontainer aufgestellt hat. Eine Gruppe freiwilliger Helfer unterstützte die jungen Leute bei der Zubereitung der Mahlzeiten.

„Wir vom Team sind ganz überrascht und sehr dankbar für die Gastfreundschaft dieser Kirchengemeinde“, sagte Marieke Schöll, eine der begleiteten Lehrerinnen, „wir waren uns vorher völlig unbekannt und haben mit soviel Herzlichkeit nicht gerechnet.“ – „Und wir haben uns schon seit längerem gefragt, wie wir durch unser Raumangebot und unsere Gastfreundschaft anderen Menschen helfen können,“ berichtete Albrecht Noller, der in tagelanger unentgeltlicher Kleinarbeit das Aufstellen des Duschcontainers vorbereitet hatte. „Schließlich brauchen abgekämpfte Sportler abends ein vernünftiges Sanitärangebot.“

Im Olympiapark in München maßen sich die Teilnehmer in Disziplinen wie Handball, Schwimmen, Judo, Tischtennis und Beachvolleyball. 14 der Gäste aus Lüneburg traten in der Leichtathletik an, weitere sechs beim Inline-Skaten.

Und ein wenig „bayerischen Lifestyle“ haben die Gäste aus dem Hohen Norden auch schon übernommen: statt des üblichen „Guten Tag“ begrüßten sie ihre neugewonnenen Freunde mit einem freundlichen „Grüß Gott“.

Mit ihrem Bus fuhren die Schüler dann am Freitag wieder heim; der ganze Aufenthalt wird vor allem dank der Unterstützung des zuständigen Schulfördervereins und zahlreicher Sponsoren möglich.
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