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Von Leonard Bernstein bis Carl Zeller

Dirigent Klaus Linkel
 
Christian Bauer

Neujahrskonzerte der Chorgemeinschaft Fürstenfeldbruck

Seit 1995 ist das Neujahrskonzert der Chorgemeinschaft Fürstenfeldbruck nicht nur ein Dauerbrenner beim Publikum, sondern auch das gesellschaftliche Ereignis zum Jahresbeginn schlechthin. Die heitere Muse dominiert stets bei den Neujahrskonzerten. Ob nun Musical, klassische Operette oder musikalische Lustspiele neuester Schaffensperioden, sie alle haben ihren Platz im vielfältigen Angebot. Chorleiter und Dirigent Klaus Linkel hat mit dieser seiner Innovation eine glückliche Hand bewiesen und die Besucherzahlen erfordern seit Jahren ein Konzert an zwei Tagen. Auch bei den Neujahrskonzerten am 1. und 2. Januar 2008 wird es manchem Besucher schwer fallen, bei den bekannten und beliebten Melodien nicht gleich mitzusingen oder zumindest mit den Füßen zu wippen.

Dreigeteilt wird das diesmalige Programm sein. Den Anfang macht das Musical „West Side Story“ von Leonard Bernstein. Die moderne Fassung von Romeo und Julia hat Bernstein in die New Yorker West Side verlegt. Dort rivalisieren zwei Jugendbanden und dazwischen bewegen sich Maria und Tony, ein Liebespaar in einer Stadt, die niemals schläft.

In einem Medley erklingen die schönsten Melodien aus der „West Side Story“. Bernstein hat die Handlung in einem ethnologischen Spannungsfeld zwischen den rivalisierenden „Jets“ einerseits und den „Shaks“ andererseits angesiedelt und mit einer fulminant konzertanten Musik versehen, die alle bisher im Musical üblichen Kompositionsmaßstäbe sprengte. Neben brisanten und von ekstatischen Tanzszenen begleiteten Nummern stehen zarte und gefühlvolle Melodien.

In einem umfassenden Medley aus dem Musical „West Side Story“ wird das Essentielle dieses epochalen Werkes für das Publikum spürbar.

Paul Abraham gehört der neuen Generation von Komponisten an, die sich mit moderneren Sujets bei seinen Operetten befasste. Der ungarische Komponist wurde am 2. November 1892 in Apatin geboren und er starb am 6. Mai 1960 in Hamburg. Nach dem Studium an der Musikakademie in Budapest begann er Anfang der 20er Jahre mit dem Komponieren. Seine erste Operette kam 1930 heraus und „Viktoria und ihr Husar“ wurde zum Erfolg. Paul Abraham ging dann nach Berlin und komponierte für den Tonfilm. Sein zweiter großer Operettenerfolg war dann „Blume von Hawaii“. Das Verwechslungsspiel unter Gouverneuren, Prinzessinnen und Prinzen spielt im exotischen Honolulu. Herzschmerz und Südseesehnsucht allenthalben und blutrote Sonnenuntergänge. Über all dem aber steht die eingängige Musik von Paul Abraham. 15 schmissige Melodien beinhaltet das große Potpourri aus der Operette „Blume von Hawaii“, mit denen an den großen Komponisten erinnert werden soll.

Nach der Pause steht dann Carl Zeller mit einem großen Querschnitt aus seiner Operette „Der Vogelhändler“ auf dem Programm. Der Komponist wurde am 19. Juni 1842 in Sankt Peter in der Au geboren und er starb am 17. August 1898 in Baden bei Wien. Zeller war Hobbykomponist, den seinen Lebensunterhalt bestritt er auch als Jurist im Unterrichtsministerium. Er bringt es bis zum Ministerialrat und Leiter des Kunstreferats.

Mit seinen Kompositionen brauchte sich Zeller aber keineswegs zu verstecken. Neben dem „Obersteiger“ ist natürlich „Der Vogelhändler“ seine erfolgreichste Operette. Wenn der Kurfürst zur Wildschweinjagd einlädt und sich dann herausstellt, dass durch die Wilddiebereien der Bevölkerung kein Schwarzkittel mehr verfügbar ist, dann müssen Ränkespiel her, um das vom Kurfürsten versprochene Jagdgeld noch zu retten. Die Postlerin Christel wartet voller Ungeduld auf ihren Adam, den Vogelhändler aus Tirol. Sie würden gerne heiraten aber es fehlt am Geld. Auch in dieser Operette wird sich wieder verkleidet und in die Rolle eines anderen geschlüpft. Adam wird nach einer ominösen Prüfung vor einer kauzigen Kommission zum Menageriedirektor ernannt. Schließlich werden die Übeltäter zur Strecke gebracht und Versöhnung und Hochzeit machen die Runde.

Carl Zeller hat die Handlung in vorzügliche Melodien gekleidet, die allesamt zu Ohrwürmern geworden sind und in einem großen Querschnitt wieder lebendig werden.

Das Konzert wird mit der Mährischen Philharmonie Olmütz bestritten. Ihr zur Seite stehen die Solisten Elisabeth Hallberg, Heide Bartl, Christian Bauer und Torsten Frisch. Der choristischen Part übernehmen die Damen und Herren der Chorgemeinschaft Fürstenfeldbruck und wie stets wird Lilli Linkel charmant durch den Abend führen. Die Gesamtleitung liegt in den bewährten Händen von Klaus Linkel.

Vorverkaufsstellen: Kartenservice Fürstenfeld direkt im Veranstaltungsforum, Telefon 08141-6665-444, Kartenservice Amperkurier im AEZ-Buchenau, Telefon 08141-35544-0, Kartenservice Kreisbote, Hauptstraße 30, Fürstenfeldbruck, Telefon 08141-4016410 und Sparkasse Fürstenfeldbruck-Mitte, Hauptstraße 8. Internet: www.chorgemeinschaft-ffb.de
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