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Unser Krieg in Afghanistan

Eingang zur Mosche in Mazar-i-Scharif im "deutschen" Einsatzgebiet.

Die SPD in Eichenau hat sich in der Vergangenheit vielfach mit dem Krieg in Afghanistan auseinandergesetzt. Am 4. Dezember 2001 gab es eine große Versammlung im Gasthof Zur Post und die Abgeordnete Uta Titze-Stecher referierte über die Diskussionen im Parlament. Schon damals gab es viele kritische Fragen. Nun soll 2008 der Einsatz zusätzlich zu den Tornado Fliegern noch ausgeweitet werden. Die Amerikaner verlangen den Tribut für die "uneingeschränkte Solidarität".

Einen sehr guten Überblick über Kabul gibt dieseSeite: http://www.wikimapia.org/#lat=34.5186152&lon=69.18...
Im Dezember 2001 sagte die Eichenauer Abgeordnete Uta Titze-Stecher:"Es ist ein Krieg und kein humanitärer Einsatz". Sie bezeichnete diesen Krieg als Voraussetzung für eine politische Lösung in Afghanistan. Sie akzeptierte auch die Verpflichtung der Bundesrepublik im Rahmen eines von der NATO geführten Krieges. Die SPD Abgeordneten hatten trotz Kritik aus der eigenen Partei zugestimmt, da die Abstimmung mit der Vertrauensfrage verbunden war.
Seit meinem Aufenthalt in Afghanistan 1965, als ich im Tunnelbau für ein Wasserkraftwerk zur Stromversorgung von Kabul arbeitete und das ganze Land bereiste, habe ich die Entwicklungen in Afghanistan immer aufmerksam verfolgt und auch sehr viel Literatur dazu gelesen. Ich habe das Land und seine Menschen lieben und schätzen gelernt. Über die Lehren, die wir aus seiner langen Geschichte ziehen können gäbe es noch viel zu schreiben.
Meine Einschätzung ist, dass wir diesen Krieg nicht gewinnen werden. Die Afghanen siegten schon gegen das Britische Empire und die Sowjetunion. Sie nahmen und nehmen die ausländischen Hilfen und Unterstüzungen, wo sie sie bekommen können, werden sich aber immer gegen Besatzer aller Arten wehren. Mit einem Bruchteil der Finanzen, die nun für den Krieg ausgegeben werden, ließe sich das Land friedlich entwicklen, so dass Extremisten wie die Taliban keine Chance hätten.
Die Söldner Truppen der arabischen Kämpfer unter Osama Bin-Laden hatten u.a. so viel Zulauf, weil jeder von den jungen arbeitslosen Männern einen monatlichen Lohn von ca. 100.- Euro bekam. Auch für die Probleme des Drogenhandels, der heute die in Afghanistan operierenden Privatarmeen der Warlords finanziert, gibt es diskussionswürdige Lösungsansätze.
Ich denke, die weitere Zustimmung zum Krieg oder zu seiner Ausweitung wird in der deutschen Bevölkerung zunehmend nachlassen und wir werden im Herbst nach der Wahl in den USA eine neue Debatte bekommen. Schon 2001 sagte Uta Titze-Stecher: "Die Ereignisse haben gezeigt, dass es angebracht ist, auf eine Wende in der US-Außenpolitik zu hoffen."

Eberhard Krause nimmt auf seiner Seite bei myheimat.de auch Stellung: http://www.myheimat.de/krumbach/beitrag/22819/schl...



(für die LINKS rechte Maustaste: öffne im neuen Fenster/Tab)
Einen Teil meiner Afghanistan Bilder von 1965 zeige ich im Internet.
Einen Hazara Jungen, wie er jetzt im Film "Der Drachenläufer" wunderbar gezeigt wird, habe ich bie den Bildern auch dabei.
http://farm1.static.flickr.com/34/70604231_811e332...

Die kleine Sammlung als Diashow: http://flickr.com/photos/gumtau/sets/1518681/show/
http://flickr.com/photos/gumtau/sets/1518681/
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2 Kommentare
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Marie-Thérèse Ritz-Burgstaller aus Eichenau | 13.02.2008 | 22:05  
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Rosalina M. aus Meitingen | 18.07.2008 | 18:33  
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