Anzeige

Satirische Breitseiten gegen die Blöden, Reichen und Möchtegerne - Chris Boettcher spielte sein Programm "PAPARAZZO" in Fürstenfeld

Hat das nicht eine verblüffende Ähnlichkeit mit der Gestik eines Florian Silbereisen?
Fürstenfeldbruck - Sein Lied "10 Meter geh`" hat Wiesnzelte zum Brodeln gebracht. Nicht minder ausgelassen war die Stimmung im Kleinen Saal in Fürstenfeld als Chris Boettcher dort sein Programm "Paparazzo" spielte. Der Saal war bis auf den letzten Platz ausgebucht, als der quirlige Entertainer, der ebenso eloquent wie musikalisch rasant, sein Publikum zu begeistern versteht, die Bühne betrat.

Und dann schoss Chris Boettcher eine satirische Salve nach der anderen ab. Kaum hatte er hinter seinem mit einem Kuhfell bespannten Keyboard (er nennt es Kuhboard) Platz genommen, beginnt ein parodistisches Feuerwerk, in dem sich Börsianer, Udo Lindenberg, Peter Maffay, und Udo Jürgens und andere Aspiranten der Yellowpress wiederfinden. Er parodiert Herbert Grönemeyer und Loddar Matthäus. Dabei stellt er fest: Modells und Fußballer ziehen sich magisch an. Nur nicht auf geistiger Ebene.

Mit seinem Teleobjektiv leuchtet der Paparazzo in die verborgendsten Winkel des Prominentensumpfes, steht knöcheltief in Klatsch und übler Nachrede. Sarkastisch kommen die Parodien auf Dieter Bohlen, Edmund Stoiber, Christian Uhde und Hubert Eiwanger daher. Dann fegt er im Sauseschritt durch die antiquierte Welt der Royals und macht eine Stippvisite beim Opernball. Dabei deutet er den IQ als Implantat-Quotient. Zum Brüllen seine Persiflage über einen depressiven Animateur und die skurrilen Verhaltensweisen von Paaren vor und nach der Eheschließung. Zum guten Schluss seines zwei Stunden dauernden Programms drehte Chris Böttcher nochmal so richtig auf. Bei den Liedern vom "Komasaufen", "Bauer sucht Frau(Sau) und dem vom Publikum stürmisch geforderten "10 Meter geh`" brannte der Saal lichterloh. Beim "Bockfotzngsicht" verzichtete Boettcher auf die Empfehlung, beim Refrain dem Nachbarn eine zu scheuern. Auch wenn er ein Bockfotzngsicht habe. Der ständige Wechsel zwischen intelligentem Wortkabarett und musikalischer Finesse ließ die Zeit wie im Fluge vergehen.
0

Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin fürstenfeldbrucker | Erschienen am 14.12.2012
2 Kommentare
1.442
Anja Völkl aus Fürstenfeldbruck | 26.11.2012 | 08:48  
469
Klaus Kriesbach aus Fürstenfeldbruck | 26.11.2012 | 10:57  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.