"Just For Fun" im Bürgertreff Hochzoll

Zur Zeit der Prohibition trank man den Whisky aus Kaffeetassen
Augsburg - Den Pop & Jazz Chor "Just For Fun" gibt es nunmehr seit 14 Jahren in Augsburg. Im Jahre 2005 nahm die Gesangsformation am Bayerischen Chorwettbewerb in der Kategorie "Pop und Jazz" teil und belegte einen hervorragenden 3. Platz.

Mit strahlendem Sonnenschein draußen wetteiferte der Chor am Sonntag im Bürgertreff Hochzoll mit strahlenden Stimmen in einer gut besuchten Matinee. 12 Damen und 5 Herren standen unter Leitung von Martin Schuster auf der Bühne und öffneten einen ganzen Fächer voller spritziger Melodien aus der Jazz- und Popliteratur.

Als Eisbrecher stand zu Anfang "Breakin´ Up Is Hard To Do" von Neill Sedaka auf dem Programm. Es wurde schnell deutlich, dass der Chor mit dezidierten stimmlichen Modulationen zu glänzen versteht und durch fein nuancierte Crescendi ihren Stücken eine ganz besondere Note verleiht.

Von Karl Jenkins stammen zwei Stücke, die in einer Phantasiesprache aus Latein und Afrikanisch vorgetragen wurden. So bestachen das "Adiemus" und "Tintinabulum" durch ihre lautmalerische Interpretation. Ein Tintinabulum ist übrigens eine Schelle, die man früher an Haustüren angebracht hat.

Aus dem American Songbook dann das unverwüstliche "Route 66" als Hommage an die berühmte Straße im Westen der USA. Beim fade out konnte man sich einen der großen Straßenkreuzer vorstellen, der leise über diese Straße gleitet und im Sonnenuntergang verschwindet. Den ersten Teil des Konzertes beschlossen dann die Songs "Massachusetts" von den Bee Gees, das lateinamerikanische "Mas Que Nada" und "Java Jive" mit swingendem Groove.

Mit einer Reminiszens an die 60er ging es mit "Bus Stop" von den Hollies weiter. So bandelte man bei Regen unter einem Schirm an der Bushaltestelle an.
Aus dem Musical "Sound Of Music" erklang "My Favorite Things" und mit dem klangmalerischen "Ding Dong" aus der Feder des Chorleiters Martin Schuster wurde der Chor stimmlich besonders gefordert.

"Puttin`On The Ritz" von Irving Berlin, der übrigens keine Noten lesen konnte, war dann ein weiteres Glanzstück des Chores - sogar mit einigen Requisiten vorgetragen. Zum Träumen dann "Moon River" von Henry Mancini aus dem Filmklassiker "Frühstück bei Tiffany". Viel zu heiß war es dann für eine mitreißende Samba und ganz in seinem Element war dann Karl-Heinz Appel aus der Männerriege mit seinem im Stil der 20er Jahre swingend vorgetragenen "Just A Gigolo".

Ein Medley der bekanntesten Beatles-Melodien bildete dem Abschluss eines mit viel Applaus bedachten Chorkonzertes. "Side By Side" als Zugabe wurde noch begeistert erklatscht.
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Annika Kriesbach aus Augsburg | 14.04.2013 | 19:19  
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