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Historienspielverein Fürstenfeld trifft Bundeskanzlerin zur Passion

Historienspielverein Fürstenfeld zur Passion in Oberammergau
 
Passionsspiele Oberammergau vor wunderschöner Bergkulisse
Fürstenfeldbruck: Der diesjährige Ausflug führte 60 Mitglieder des Historienspielvereins Fürstenfeld e.V. am Samstag, 25.09.10 nach Oberammergau zu den Passionsspielen. Mit dem Wetter hatte die Gruppe leider etwas Pech, vom schönen Bergpanorama war kaum etwas zu sehen.

Gespannt wurde die Aufführung die Kostüme sowie das Bühnenbild von den Mitgliedern erwartet; mitgereist waren größtenteils die Laiendarsteller von „Ludwig der Strenge“, sowie einige der zahlreichen Hände, die hinter den Kulissen vor und nach dem Spiel in Fürstenfeld mitwirken.
Allein das Passionstheater beeindruckte bereits mit einer Größe von ca. 4.700 Sitzplätzen, aufgeteilt in 3 Kategorien.
Dieses Passionstheater ist sowohl Passion fürs Theater als auch ein Theater um die Passion. Die Vorstellung war bis auf den letzten Platz ausverkauft, ein Platz davon für die Bundeskanzlerin reserviert. Angela Merkel schenkte den Besuchern ein kleines Winken, für ´s Händeschütteln fehlte freilich die Zeit.

Das Passionsspiel als "Spiel vom Leiden, Sterben und Auferstehen unseres Herrn Jesus Christus" wurde erstmals 1634 als Einlösung eines Versprechens nach der überstandenen Pest aufgeführt. Ab 1680 galt ein zehnjähriger Rhythmus in der Regel jeweils im letzten Jahr eines Jahrzehnts.
Alle zehn Jahre führt das Dorf die berühmte Geschichte vom Leiden und Sterben Jesu auf. Nun war es im Jahr 2010 wieder so weit, das fromme Gelübde aus dem Dreißigjährigen Krieg einzulösen. Zum 41. Mal in 370 Jahren finden die Oberammergauer Passionsspiele vom 15. Mai bis zum 3. Oktober 2010 statt.

Als Schauspieler an der berühmtesten Passion der Welt teilnehmen dürfen nur Bewohner aus Oberammergau oder Personen, welche in Oberammergau geboren sind. 5.000 Einwohner hat das Dorf, 2.400 von ihnen wirken im Spiel mit Passion mit
Die Aufführung begann um 14.30 Uhr und endete incl. einer 3 stündigen Pause gegen 23 Uhr. So hatte die Gruppe in der Pause Zeit zum Austausch, Abendessen und Aufwärmen. Dank der Überdachung bekamen weder Darsteller noch Besucher viel vom Regen ab, dafür spürten alle aber die herbstliche Kühle in den Abendstunden.

Die Gänsehaut machte sich bei vielen Besuchern war aber sicher nicht nur wegen der Kühle, sondern wegen der besonderen Atmosphäre bemerkbar. Regisseur Christian Stückl verstand es die Aufführung zu einem unvergessenen Erlebnis zu machen. Die Aufführung sei „bewegend“ und „wunderbar gespielt“ so die 2. Vorsitzende Renate Lohde bei der Heimfahrt im Bus. Die Mitglieder zeigten sich begeistert von den Darstellern, besonders natürlich der Anzahl der Volkdarsteller, die nicht nur bei den Sprechchören so richtig zur Geltung kam. Chor & Orchester, Kostüme und „lebende Bilder“ zwischen den Szenen zeugen von Professionalität und hohem Niveau. Einzig die lange Spieldauer sowie die 3-stündige Pause zwischen den beiden Teilen kamen nicht bei allen Mitgliedern gut an.

Der Historienspielverein Fürstenfeld e.V. veranstaltet jährlich einen Ausflug für seine Mitglieder. Im Jahr 2011 entfällt dieser aber wegen der Aufführungen zu „Ludwig der Strenge“ im Rahmen der Feierlichkeiten von „10 Jahre Fürstenfeld“. Die Aufführungen sind als Neuinszenierung für die Wochenenden Ende August und Anfang September 2011 geplant. Für die Aufführungen sucht der Verein sowohl Laiendarsteller und Helfer als auch Sponsoren. Interessierte können sich unter http://www.historienspiel-fuerstenfeld.de oder direkt beim 1. Vorsitzenden Raimund Fröhling informieren.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin fürstenfeldbrucker | Erschienen am 11.10.2010
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