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Brucker Stadtkapelle begeistert musikalisch und in neuer Tracht

Paul Roh dirigiert das Jugendblasorchester
 
Monika Schmid dirigiert die Bläserklassen, verstärkt durch das Vororchester und das Jugendblasorchester
Knapp 700 Besucher konnte der 1. Vorsitzende Dieter Volkmer am letzten Februar-Sonntag im Brucker Stadtsaal begrüßen. Unter ihnen u. a. Dr. Thomas Goppel (MdL und Präsident des Bayer. Musikrats), Oberbürgermeister Sepp Kellerer, Dritter Bürgermeister Ulrich Schmetz, 1. Bürgermeister Hubert Jung (Eichenau) als Vorsitzender der Kreismusikschule, Sparkassendirektor Dr. Peter Harwalik, Frau Renate Lohde (Kulturverein Fürstenfeld) sowie Bezirksdirigent Matthias Bahr. Durch ein abwechslungsreiches und kurzweiliges Konzertprogramm führte in bewährter Manier wieder Susi Maurer.

Den musikalischen Nachmittag eröffnete das Jugendblasorchester unter der Stabführung von Paul Roh mit der Titelmelodie von Mission Impossible von Lalo Schifrin. Weiter ging es mit „The Best of Queen“ nach einem Arrangement von Paul Murtha. Und dann kamen die Jüngsten: Über 40 Mädel und Buben aus den Bläserklassen an drei Brucker Grundschulen sowie dem im Herbst des letzten Jahres neu gegründeten Vororchester „verstärkten“ das Jugendorchester. Unter der Leitung von Monika Schmid, der Dirigentin des Vororchesters, spielten sie zum Abschluss des Nachwuchsteils „Die Chroniken von Narnia“ - ganz konzentriert und ohne Nervosität - so, als wenn sie öfter vor so einem großen Publikum auftreten würden.

Die dann folgende technisch bedingte Pause bis zum Auftritt der Stadtkapelle überbrückte Dieter Volkmer mit Informationen von den ersten Überlegungen für eine bayerische Tracht bis zur Realisierung und heutigen Orchesterpremiere. Und als sich dann der Vorhang öffne-te, präsentierten sich die Musiker „ihrem Publikum“ strahlend in der neuen Spielkleidung. Der begeisterte Beifall der vielen Besucher zeigte, dass das neue Gewand gefiel und zu Bruck passt.

Dann übernahm die Stadtkapelle unter der Leitung von Dirigent Paul Roh die weitere musi-kalische Gestaltung. Der Florentiner Marsch ist wohl einer der bekanntesten von Fuciks Mär-schen. Er zeigt deutlich Fuciks Marschkunst und macht ihn so zu einem der meist gespielten Märsche der Welt - insofern passte er gut zur „Premiere“ der neuen Tracht. Mit der Komposition „Robinson Crusoe“ von Bert Appermont, der den abenteuerlichen Roman von Daniel Defoe aus dem Jahr 1709 musikalisch interpretiert, wurden die Zuhörer in die Pause entlas-sen.

Mit „Die Schöne und das Biest“ nach einem Arrangement von Toshio Mashima wurden die Besucher mit Liedern aus dem gleichnamigen Film in die wunderbare Welt der schönen Bel-le entführt. Als Solisten überzeugten Maximilian Mayer (Flügelhorn) und Michael Metzenmacher (Posaune). Es folgte ein Medley mit Stücken aus dem Film „Der Zauberer von Oz“: Die junge Dorothy, ihr Hund Toto und ihre drei Weggefährten - der Blechmann, der feige Löwe und die Vogelscheuche - folgen in dem amerikanischen Märchen der gelbgepflasterten Straße ins Zauberland Oz, wo sie fantastische Abenteuer erleben.

Das folgende Stück "Bohemian Rhapsody" von Freddie Mercury galt seinerzeit als extrem ungewöhnlich, da es drei völlig unterschiedliche Musikrichtungen beinhaltete. Das Arrangement für Blasorchester von Philipp Sparke ist sehr gut gelungen. Das Zusammenspiel von Piano und Blasorchester verdeutlicht auch noch einmal die verschiedenen Musikstile. Als Solisten glänzten Hans-Peter Pairott (Klavier), Ulrike Parello (Tenorsaxofon) und Claudia von Loh (Sopransaxofon).

Mit „Latin Pop Special“ beendete die Stadtkapelle ihren offiziellen Programmteil. Masato My-okoin kombinierte zwei Tanz-Hits der beiden Weltstars Ricky Martin und Enrique Iglesias zu einem temperamentvollen Medley für Blasorchester.

Mit einem anhaltenden begeisternden Applaus forderten die Besucher Zugaben, und die Musiker belohnten das Publikum zunächst mit „In the Hall of Rocking King“ von Edward Grieg. Die dann folgende, völlig überraschende Zugabe war offiziell nicht vorgesehen: Seinen Dank an Susanne Maurer für die gelungene Moderation des Konzerts verband Dirigent Paul Roh mit einem Heiratsantrag an seine langjährige Freundin. Die Besucher applaudierten begeistert und erhoben sich von ihren Plätzen. Mit dem Marsch „Luna“ von Donald Furlano ging ein stimmungsvoller Konzertnachmittag dann letztlich doch programmgemäß zu Ende.
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