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Theater Fürstenfeld - die neue Reihe im Veranstaltungsforum

Thalia Theater Hamburg: DIE RÄUBER
 
Schauspiel Frankfurt: HEDDA GABLER
Unter dem Titel „Theater Fürstenfeld“ präsentiert das Veranstaltungsforum Fürstenfeld ab Herbst 2010 eine hochkarätige neue Theaterreihe. Diese Reihe wird anspruchsvolles, lebendiges Theater bieten, das Menschen bewegt und mitreißt.
Die Aufführungen sollen wichtige Themen unserer heutigen Gesellschaft aufgreifen, sie wollen Herz und Kopf berühren, sinnliche Erlebnisse bereiten, zur Diskussion anregen und natürlich auch unterhalten.
Die gastierenden Bühnen gehören zu den besten nationalen und internationalen Theaterensembles. Die fünf Inszenierungen repräsentieren ganz unterschiedliche künstlerische Handschriften und Darstellungsformen. Alle Vorstellungen haben wichtige Künstlerpreise erhalten. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der Veranstaltungen.

Di 5.10.2010, Compagnie Philippe Genty: VOYAGEURS IMMOBILES

Die Aufführung des berühmten französischen Theatermagiers Philippe Genty braucht keine Worte. Sein Theater ist ein Theater der Imagination. Im faszinierenden Zusammenspiel von Pantomime, Figurentheater, Tanz und Musik erschaffen seine Darsteller bildreiche Szenen, die aus dem Inneren der menschlichen Seele kommen, in denen Traum und Wirklichkeit verschwimmen.
Das Motiv der weltweit gefeierten Inszenierung „Voyageurs Immobiles“ ist das Reisen als Sinnbild für den Lebensweg zwischen Geburt und Tod. In metaphorischen Bildern wandern Gentys skurrile Figuren durch sich wandelnde Landschaften, durch Ozeane, Städte und Wüsten. Es entwickelt sich ein phantastischer Bildersturm, der immer neue Allegorien für den Lauf des Lebens findet. Ein unbeschreibliches Erlebnis, “wunderschön und von solch plastischer Perfektion, dass einem der Atem stockt“ (Telerama).

Di 30.11.2010, Metropol Theater: DIE DREI LEBEN DER LUCIE CABROL

Diese Vorstellung erzählt die Geschichte der ausgestoßenen, kleinwüchsigen Bauerntochter Lucie, die mit leidenschaftlicher Hingabe um ihre große Liebe kämpft. Bewundernswert, wie die Schauspieler mit wenigen Requisiten und phantasievollem Körperspiel Lucies harte und doch schöne Welt gestalten.“ Regisseur Jochen Schölch lässt seine Schauspieler Musik, Wetter, Vieh, Land und alles sein. Und wie eins ins andere fließt, wie Finger zu Eutern oder Menschen zu Spinnrädern werden, das ist ein Theaterwunder“(SZ).
Neben anderen Auszeichnungen erhielt die Inszenierung 2002 den ‚Bayerischen Theaterpreis‘. Gerd Lohmeyer wurde für die berührende Verkörperung der Lucie Cabrol mit dem Schauspielerpreis der Akademie der darstellenden Künste ausgezeichnet.

Mi 9.2.2011, Thalia Theater Hamburg: DIE RÄUBER

Mit dem Thalia Theater (‚Theater des Jahres 2003 + 2007‘) kommt eine der besten Schauspielensembles Deutschlands nach Fürstenfeldbruck. Nicolas Stemans Schiller-Inszenierung wurde zudem als herausragende Aufführung der letzten Spielzeit zum ‚Berliner Theatertreffen 2009‘ eingeladen.
Der Regisseur entdeckt im explosiven Bruderkrieg zwischen dem idealistisch-rebellischen Karl und der berechnend intriganten ‚Kanaille‘ Franz zwei Seiten einer zerrissenen Persönlichkeit. So ist der intellektuelle Karl zugleich ein impulsiver Tatmensch, der durch die Verstoßung seines Vaters zum blindwütigen Amokläufer wird, und der angepasste Karrierist Franz zugleich ein philosophischer Grübler, der im Kampf um Zuneigung seine egoistischen Gewaltphantasien auslebt. Diesen inneren Widerstreit der Prinzipien zeigt Steman, indem Karl und Franz von 4 Schauspielern verkörpert werden, die je nach Perspektive und Ansicht die Rollen wechseln. „Schlicht genial, wie Steman Schillers ‚Räuber‘ zum Klingen bringt. Ein ungemein lustvoller und erhellender Abend“(NDR).

Di 1.3.2011, Staatsschauspiel Dresden: FRÜHLINGSERWACHEN

Auch diese Inszenierung war 2009 in der Auswahl zum ‚Berliner Theatertreffen‘. Mit großem Gespür für die Sehnsüchte und Nöte heutiger Jugendlicher hat Nuran Calis Wedekinds Pubertätsdrama in die Jetztzeit geholt. In dieser Aufführung kämpfen Heranwachsende nicht mehr gegen überkommene Moralvorstellungen oder autoritäre Erziehungsmethoden, sondern mit idealisierten Körperbildern, gestiegenen Leistungsansprüchen und brüchigen Sozialbindungen. Hinter der coolen Fassade verstecken sich Schamgefühle, Existenzängste, Träume, Liebessehnsüchte und die verzweifelte Suche nach einem erfüllten Leben. Die Zerrissenheit der Figuren und den Kampf um Anerkennung zeigt das herausragende junge Ensemble in starken eindringlichen Szenen. „Ein Theatererlebnis, das nahe geht und wunderschön sein kann“(Hannoversche Allgemeine).

Do 17.3.2011, Schauspiel Frankfurt: HEDDA GABLER

In Ibsens Beziehungsdrama verkörpert Hedda Gabler das Dilemma vieler moderner Frauen. Verehrt und begehrt von ihrem biederen Ehemann Tesman, ihrem genialen, aber labilen Ex-Geliebten Lövborg und dem berechnenden Hausfreund Brack sucht sie in einer materialistischen Gesellschaft nach sinnstiftenden Werten und Liebe, findet aber nur Leere und Gefühlsarmut, weil sie an Statussymbolen festhält und sich nicht bedingungslos ins Leben stürzt.
Hedda Gabler wird gespielt von Constanze Becker, der ‚Schauspielerin des Jahres 2008‘. „Sie ist eine Hedda von überbordender Sinnlichkeit, abgründig und unberechenbar. Ihre ungeheure Präsenz lässt das Parkett flirren. Die ganze Langeweile, Ungezogenheit und erotische Ausstrahlung der Figur findet sich in jedem Schulterzucken, jedem Seufzer, jedem Blick“(FR).

Weitere Informationen über die Theaterreihe finden sich im gerade erschienen Programmheft „Theater Fürstenfeld“, das im Veranstaltungsforum und an anderen Orten der näheren Umgebung ausliegt (siehe beigefügtes PDF).

Die neuen Theater-Abos können ab sofort bestellt werden. Das Abo umfasst die fünf beschriebenen Stücke und eine Aufführung nach freier Wahl in der Neuen Bühne Bruck. Mit einer Ermäßigung von mehr als 20% beträgt der Preis für das Abo 120 € und ermäßigt 80 €.

Bestellungen nimmt der Kartenservice Fürstenfeld unter der Telefonnummer 08141/6665444 bzw. unter vorverkauf@fuerstenfeld.de entgegen.
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