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Die Friedberger Tafel hilft Bedürftigen

Das Tafel-Team: (von links nach rechts) Ingrid Rossnagel, Josef Mair, BirgitSoyta, Bernhard Ziegler, Marianne Häusler, Elfriede Hollmann, Lieselotte Grund, Günther Müller, Gerlinde Müller, Sabine Großmann und Rosi Bunn. Es fehlen Kerstin Schlesinger und K
 
Regale im Ausgaberaum
Die Friedberger Tafel besteht unter der Trägerschaft des Caritasverbandes Aichach-Friedberg e.V. nun schon seit dem 1. Juni 2005 und sie gibt inzwischen ein Mal wöchentlich an etwa 50 bis 60 bedürftige Personen Lebensmittel aus. Damit werden ungefähr 200 Personen (mit Familienangehörigen, die auf den vorzuweisenden Berechtigungsscheinen als bezugsberechtigt vermerkt sind) versorgt.

Zu Beginn waren lediglich 3 bedürftige Personen gemeldet und die Waren wurden von den 4 ehrenamtlichen Helferinnen mit privaten PKWs bei den Discountern abgeholt. Mit der wachsenden Zahl der Bedürftigen und dem damit zunehmenden Bedarf an Lebensmitteln wurde die Anschaffung eines Transporters erforderlich, gesponsert von Daimler Benz, Kartei der Not, Lions Club München-Sölln . Auch Eigenmittel des Caritasverbandes wurden dafür eingesetzt.

Die Anzahl der ehrenamtlichen HelferInnen hat sich auf 13 Personen erhöht (10 Frauen und 3 Männer). Sie sind unermüdlich, mit Elan und Überzeugung im Einsatz, wenn dienstags die große und mittwochs die kleine Abholtour angesagt ist. Spendable Discounter (dazu zählen Aldi, Lidl, Netto, Rewe und gelegentlich auch Penny) in Augsburg und Friedberg kennen den Transporter und halten am Dienstag ihre Waren bereit. Für die drei HelferInnen beginnt bereits vor Ort die erste Vorsortierung der Waren. Schon verdorbene Lebensmittel oder solche, deren Haltbarkeit nach Verfallsdatum längst abgelaufen ist, landen im Container. Brauchbare werden in Kisten verpackt und raumsparend im Transporter gestapelt. Am Ende wird die Ware in der Tiefgarage der Sozialstation entladen und in den Ausgaberaum geschafft, nochmals aussortiert und für die Abgabe am Mittwoch in die Regale gestellt. Eine -gerade in den Sommermonaten- Schweiß treibende und körperlich anstrengende Tätigkeit, für die gerne noch weitere kraftvolle, gut zupackende Männer willkommen wären. Die Männer-Crew würde sich über Unterstützung freuen. Die Mittwoch-Tour führt zu den Friedberger Bäckereien, Konditoreien (Ihle, Schwab, Scharold, Café Weissgerber) und Metzgern (Späth und Schmid), die die Bedürftigen gerne mit versorgen. Die Friedberger Tafel bedankt sich ausdrücklich bei allen Spendern für die nun bereits jahrelange Unterstützung, die sie zu schätzen weis.

Gerne würden die HelferInnen auch ganz frisches Gemüse und Obst ausgeben. In den Sommermonaten werden in den Privat- und Schrebergärten oft zur gleichen Zeit Obst, Gemüse, Salate reif. Wenn dieser Überschuss abgeben würde, wäre das eine Bereicherung in den Küchen der Bedürftigen. Sollten also künftig mittwochs Abgaben erfolgen, würden sich das Tafel-Team und die Abnehmer riesig darüber freuen. Oder haben die umliegenden Hofläden gelegentlich Lebensmittel abzugeben? Jede diesbezüglich positive Nachricht bzw. Anregung wird gerne aufgenommen und geprüft. Die in letzter Zeit erfolgten Veröffentlichungen in der hiesigen Tagespresse haben dazu geführt, dass viele Leute erst jetzt auf die Existenz einer Tafel in Friedberg aufmerksam wurden. Erstaunt darüber kam es bereits zu der einen oder anderen Abgabe von brauchbaren Lebensmitteln im Ausgaberaum. Die Freude darüber war groß.

Die in der Öffentlichkeit teilweise kontrovers diskutierte Zweckmäßigkeit von Tafeln lässt auch die Friedberger Tafel nicht unberührt. Die ehrenamtlichen HelferInnen sind jedoch von der Notwendigkeit dieser Einrichtung mehr denn je überzeugt. Nach ihrer Meinung wird sich die Zahl der Bedürftigen, wegen der vorherrschenden wirtschaftlichen Lage, eher noch erhöhen. Dass mit der Ausgabe von kostenlosen Lebensmitteln nicht der gesamte Monatsbedarf gedeckt werden kann ist klar. Jedoch können mit dem eingesparten Haushaltsgeld Dinge bezahlt werden, zu denen es sonst finanziell nicht gereicht hätte. Selbst wenn es z.B. nur ein Kinobesuch oder ein kleiner Ausflug mit der Familie ist.

Aktuell steht für die Friedberger Tafel die unbedingt notwendige Renovierung des Ausgaberaumes an. Dabei handelt es sich auf keinen Fall um die Durchsetzung eines Prestige-Objektes, sondern absolut notwendige Arbeiten, die der Verbesserung und Erleichterung des Arbeitsauflaufs dienen sollen. Dafür benötigt sie allerdings weitere finanzielle Unterstützung. Mit der in Angriff genommenen Öffentlichkeitsarbeit konnten erfreuliche Erfolge erzielt werden. Danke sei deshalb gesagt: dem Aktiv-Ring Friedberg, der am 1-¬-Tag Sparschweine in den Friedberger Geschäften aufstellte. Gespendet wurden 237 ¬ und die Friedberger Filiale der Stadtsparkasse Augsburg stockte den Betrag um weitere 280 ¬ auf. Danke ebenfalls für Spenden von und Unterstützung durch: Stadtsparkasse Augsburg, Autefa automation GmbH, Brillen Frank, Dr. Brigitte Weber, Salon Werner Seidel, Werbeagentur 11gen, Therapie- und Trainingszentrum Friedberg, Fußpflege Dagmar Dochow und Fahrschule Röhrle. Die Stadt Friedberg fördert die Friedberger Tafel, wie bereits in der Tagespresse zu lesen war, mit monatlich 300 ¬ (begrenzt auf 1 Jahr). Zwei Kinder aus bedürftigen Familien nahmen die Gelegenheit wahr, an fünf Kursen des Ferienprogramms der Stadt Friedberg teilzunehmen.

Wenn die Möglichkeit besteht, wird über die hoffentlich erfolgreich abgeschlossene Renovierung berichtet. Wer mit der Friedberger Tafel Kontakt aufnehmen (auch als Bedürftiger) und/oder spenden will, dem sind die nachfolgenden Angaben hilfreich:

Caritasverband Aichach/Friedberg e.V.
Hermann-Löns.Str. 6, 86316 Friedberg
Tel. 0821/26891-0 oder 0821/26891-16
www.caritas-aichach-friedberg.de
Liga Bank, BLZ 75090300, Kto. 200034 Kennwort: Spende für Friedberger Tafel

Bilder: Bernhard Ziegler
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin friedberger | Erschienen am 02.10.2009
1 Kommentar
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Ottilie Obermair aus Friedberg | 03.09.2009 | 21:48  
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