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Kinder und Jugendliche – Was ist, was kommt, was fehlt?

Veranstaltung mit dem 1. Bürgermeister Dr. Peter Bergmair

Nach der Seniorenpolitik wandte sich der SPD-Ortsverein Friedberg in einer Informations- und Diskussionsveranstaltung den Einrichtungen und den kommunalen Leistungen für die jüngeren Friedberger Bürger zu. Dass die Zahl der älteren Bürger in Friedberg ansteigt, ist positiv, die Zahl der Kinder hingegen abnimmt, ist bedenklich und ein Hinweis auf die Notwendigkeit einer intensiven Förderung der Familienfreundlichkeit auch in der Stadt Friedberg, so der SPD-Ortsvorsitzende Winfried Lorenz bei seiner Einleitung.

Friedbergs 1. Bürgermeister Dr. Peter Bergmair nahm den Ball auf und führte ausgehend vom demographischen Wandel auf, wie die Stadt auf diese Herausforderung reagiert habe und was noch zu tun sei. Wer für Familien mit Kindern attraktiv sein wolle, müsse nicht nur für ein familienfreundliches Milieu in der Stadt sorgen, es bedarf auch des Einsatzes beachtlicher finanzieller Mittel. Der Stadtrat befinde sich da auf einem guten Weg, allein für Kinder und Jugendliche habe er für Jahr 2013 rund 7,5 Millionen Euro bewilligt. Damit werden z. B. in 20 Kinderbetreuungseinrichtungen etwa 1.100 Betreuungsplätze großzügig mitfinanziert.

Die geänderte Erwerbsituation in den Familien erfordere auch von der Stadt ein entsprechendes Angebot an Betreuungsplätzen. Gegenwärtig fördere die Stadt 104 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren. Mit der Schaffung von 90 weiteren Plätzen versuche man eine vollständige Abdeckung des Bedarfs bis 2014, so das Stadtoberhaupt. Mit 4,5 Millionen Euro fördere die Stadt sehr großzügig die Kindergärten. Mit diesem Betrag werden, so Bürgermeister Dr. Peter Bergmair, die laufenden Kosten, der kleine Bauunterhalt und die förderfähigen Baukosten für Neubauten bezuschusst. Die Stadt unterstütze die Familien zudem durch Betreuungsangebote während der Ferienzeiten. Neben diesen Fördermaßnahmen stelle die Stadt auch für die städtischen Schulen, das Jugendzentrum und die Jugendarbeit in diesem Jahr etwa drei Millionen Euro bereit.

Dass es trotz diesem enormen Engagement der Stadt noch viele Wünsche an die Stadt und Kindergartenträger gibt, zeigte die anschließende Diskussion. Ein besonderes Anliegen war einigen Besuchern die Überbrückung der Freienzeiten und die Anpassung der Öffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen an die Arbeitswelt der Eltern. Auch bei der Mittagsverpflegung sahen einige Eltern noch Optimierungsmöglichkeiten.

Etwas zu kurz kam bei der Veranstaltung der Aspekt der Jugendarbeit, das lag wohl auch an der mangelnden Präsenz der Betroffenen. Stadtrat und Jugendpfleger Bernd Bante sah darin allerdings kein Indiz für ein unzureichendes Engagement der Jugendvertretung.

Wolfgang Strobel
Stv. Vorsitzender
Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
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