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Transparent: St. Vinzenz-Hospiz legt Geschäftsbericht vor. Prüfbericht der Heimaufsicht bestätigt sehr gute Leistung

Vorstandsvorsitzender Prälat Josef Heigl freut sich über das sehr gute Prüfungsergebnis der Heimaufsicht.
 
Als erster Hospizverein der stationären Hospize in Bayern legte der St. Vinzenz-Hospiz Augsburg e.V. den Jahresbericht 2009 vor. Im Bild: Mitglieder des Vorstands und Beirats des Vereins sowie haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter.
Augsburg-Hochzoll: St. Vinzenz-Hospiz | Als erster Hospizverein der stationären Hospize in Bayern legte der St. Vinzenz-Hospiz Augsburg e.V. den Jahresbericht 2009 vor. Der Geschäftsbericht liefert einen Gesamtüberblick über die Arbeit des Vereins, die „sehr gut angenommen wird“, wie erster Vorsitzender Domkapitular Josef Heigl im Rahmen der Jahreshauptversammlung bestätigte. Weit über 700 Schwerkranke und Sterbende hat das St. Vinzenz-Hospiz im vergangenen Jahr begleitet – ambulant, stationär und in über 30 Alten- und Pflegeheimen in Augsburg.

Erstmals musste der St. Vinzenz-Hospiz Augsburg e.V. den Geschäftsbetrieb mit Mitteln aus Rücklagen ausgleichen. Prälat Heigl legte großen Wert auf Transparenz und erklärte das Minus schlüssig mit tarifbedingt erhöhten Personalkosten und dringend nötigen Instandhaltungsarbeiten, die nach 13-jährigem Betrieb des Hauses in Hochzoll nötig geworden waren.

Wertvoller Hospizdienst

Die Berichte aus den einzelnen Bereichen zeigten deutlich, wie wertvoll der Hospizdienst für Betroffene und Angehörige ist. So wurden seit Inbetriebnahme des stationären Hospizes in der Nebelhornstraße im Juli 1997 inzwischen 1523 Menschen in der letzten Lebensphase begleitet. Allein im vergangenen Jahr waren es 142 Gäste, wie die Patienten im Hospiz heißen, die hier betreut wurden. Die Dauer des Aufenthalts reicht von einigen Stunden bis zu 168 Tagen, durchschnittlich sind es 22 Tage.

Hervorragende Noten hat das St. Vinzenz-Hospiz auch bei der Prüfung durch die Heimaufsicht bekommen. Das Ergebnis bescheinigte die sehr gute pflegerische, soziale und individuelle Betreuung der Gäste und dass sich das „Prüfungsergebnis seit 2008 auf sehr hohem Niveau gehalten hat“.

Neben dem stationären ist auch der ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst sehr wichtig und gefragt. Nicht nur, dass Betroffene und Angehörige hier Unterstützung finden – auch Pflegekräfte anderer Institutionen werden vom St. Vinzenz-Hospiz Augsburg e.V. in der Schmerz-Symptom-Therapie und hinsichtlich wichtiger Aspekte der Palliativmedizin angeleitet.

Fortbidlung ist wichtig

Fortbildung ist ebenso ein wichtiges Thema in der Hospizarbeit in Alten- und Pflegeheimen, die inzwischen fest etabliert ist. In 32 Augsburger Heimen nehmen derzeit Bewohner den Dienst von 58 ehrenamtlichen Hospizhelferinnen und -helfer in Anspruch. Dass die meisten Anfragen inzwischen schon von Seiten der Heime kommen, zeigt, welchen Stellenwert diese Arbeit dort inzwischen hat. Vor diesem Hintergrund werden Vorträge für Pflegekräfte in Altenheimen gerne angefragt, aber auch für Examensklassen in Altenpflegeschulen sind sie ein wichtiges Element.

Auch die Begleitung Trauernder gehört zu den Leistungen des St. Vinzenz-Hospizes, unabhängig davon, ob die Verstorbenen vom Hospiz begleitet wurden oder nicht. Da dieser Bereich sehr an Bedeutung gewonnen hat, ist für das kommende Jahr eine Spezialausbildung geplant, die auch Interessierten aus anderen Hospizvereinen offen stehen soll.

Spenden nötig

In diesem Zusammenhang betonte Prälat Josef Heigl in der Jahreshauptversammlung, wie wichtig die Schulung und Fortbildung eigener Mitarbeiter und ehrenamtlicher Hospizhelfer für den Verein sei. „Wir investieren hier viel, weil wir überzeugt sind, dass wir damit die Qualifikation und letztlich auch die Motivation unserer haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter steigern können.“ Neben vielem anderen müssten die Kosten hierfür allerdings vollständig aus Spenden finanziert werden. Für den Haushalt 2010 seien deshalb Spenden und Mitgliedsbeiträge von ca. 200.000 Euro vorgesehen – eine beachtliche Summe, ohne die der Geschäftsbetrieb nicht aufrecht erhalten werden könne. Prälat Josef Heigl bat daher alle Mitglieder und Gäste um viel Werbung für den guten Zweck, damit die Schwerstkranken in Würde ihre letzte Lebenszeit verbringen könnten.
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