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„Restaurierung - von einem verantwortungsvollen Umgang mit unserer Tradition“

Laura Lehmacher
Friedberg: CSU Stammtisch | Am CSU Stammtisch Friedberg kam diesmal die Denkmalpflege und insbesondere die Restaurierung bzw. Konservierung zu Worte.
Frau Laura Lehmacher, eine Restauratorin im Master Studium zur Denkmalpflege konnte mit ihrem Vortrag „Restaurierung - von einem verantwortungsvollen Umgang mit unserer Tradition“ berichten.
Was ist Restaurierung? Der Restaurator beschäftigt sich mit der Konservierung und Restaurierung, also der Erhaltung und Wiederherstellung von Kunst- und Kulturgut. Es ist eine Arbeit, die geprägt ist vom Respekt gegenüber dem Original und seiner Geschichte, vermittelte Lehmacher. Verschieden sind die vielen Ausbildungsrichtungen, die sich unter anderem für Papier, Wandmalerei oder auch für Textilien spezialisieren. Frau Lehmanns Spezialgebiet und Ausbildung ist die Textilrestaurierung, die eine lange Geschichte hat.
Bei der Kleidung im Mittelalter stand die Reparatur im Vordergrund und in der Renaissance wurden wunderschön gemaltes rabiat mit Salpetersäure gereinigt. Somit ist jede konservatorische und restauratorische Maßnahme immer auch Zeugnis ihrer Zeit. Neue Kenntnisse zu Materialauswahl und der Umfang von Eingriffen, hat sich stetig gewandelt. Heute setzt sich die Konservierung und Restaurierung mit dem Begreifen, Dokumentieren, Erhalten und Wiederherstellen des materiellen Anteils auseinander.
Zum Aufgabengebiet der Textilrestauratoren gehören Bodenfunde, Paramente, Kostüme und Accessoires, Ausstattungstextilien aus der Volkskunde, sowie moderne Textilien. Hat ein historisches Gewand Risse, Löcher und Verschmutzungen, ist oft der erste Reflex, das muss wieder sauber werden – ab in die Reinigung!“ Doch wenn das Hemd mehrere hundert Jahre alt ist? Das würde womöglich wichtige historische Erkennungszeichen vernichten und Teile der Geschichte vernichten.“
Frau Lehmacher hat auf ihrem Weg einen Bachelor oft Arts hinter sich. Als Absolventin des Master-Studiums kann sie anschließend zum Beispiel im öffentlichen Dienst, in Museen, in Bibliotheken, Archiven und Dokumentationsstellen oder in der Denkmalpflege tätig werden. Ferner besteht die Möglichkeit der selbstständigen freiberuflichen Tätigkeit oder der Unternehmensgründung. Viele Fragen wurden der jungen Frau gestellt, bevor sie wieder zurück nach München fahren durfte.
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