Kirchenkonzert Herrgottsruh: Musica sacra - Spannungsgeladene Vielfalt in der Kirchenmusik mit Vocalissimo

Wann? 15.05.2011 17:00 Uhr

Wo? Wallfahrtskirche Herrgottsruh, Herrgottsruhstraße, 86316 Friedberg DEAuf Google Maps anzeigen
Die Gospelgruppe Vocalissimo in ihrer Standardbesetzung mit ihrer Solistin Alexandrina Simeon und ihrem Leiter Roland Plomer
 
Auf dem Bild zu sehen sind die beiden Trompeter Thomas Fink und Konrad Müller beim Silvesterkonzert in der Basilika St. Ulrich und Afra in Augsburg im Zusammenwirken mit dem örtlichen Kirchenmusiker Thomas Bader
Friedberg: Wallfahrtskirche Herrgottsruh | Fünfmal pro Jahr tritt das Ensemble "Vocalissimo" in der Regel mit Konzerten musikalisch an die Öffentlichkeit. Die restliche Zeit benötigt man für die musikalische Gestaltung von Festgottesdiensten an der Herrgottsruhkirche sowie für Neueinstudierungen.

Vocalissimo tritt dabei sowohl als klassicher Chor als auch als Gospelchor oder instrumentale Gruppe auf. Am 15. Mai um 17.00 Uhr gibt es ein Konzert im Zusammenwirken mit zwei bekannten auswärtigen Trompetern.

Gäste werden dabei die beiden Augsburger Trompeter Thomas Fink und Konrad Müller sein. Zusammen mit der Gospelgruppe von Vocalissimo und der Solistin Alexandrina Simeon will man in einem Konzert die verschiedenartigen kirchenmusikalischen Herausforderungen der heutigen Gesellschaft aufzeigen.
Diese Situation kennen die Mitglieder von Vocalissimo aus fast allwöchentlicher praktischer Erfahrung über das ganze Jahr.
Der traditionelle, meist auch schon in die Tage gekommene Kirchgänger fordert "seinen Mozart". Das angehende Brautpaar möchte den "Lovesong" hören, der ihr bevorstehendes Glück einläutete. Die 'junge Mama' hingegen will zur Tauffeier Lieder aus Stücken von Phil Collins und anderen modernen Komponisten hören.
Dabei ist es für den federführenden Priester und auch für die Musiker nicht immer leicht, alle musikalischen Vorstellungen ´unter einen Hut zu bringen`.

Dieser Herausforderung stellt man sich auch beim nächsten Kirchenkonzert.

Wenn dabei drei Konzerte für zwei Trompeten und Orgel aus der Barockzeit ebenso auf dem Programm stehen wie zwei Blöcke mit Gospels sowie ein Teil mit sogenannten "Lovesongs", so will man dabei nicht in Verdacht kommen, ein breites "Sammelsurium" von Stücken anzubieten. Nein, es soll vielmehr die musikalisch geforderte Vielfalt demonstrieren, der heutzutage viele Kirchenmusiker ausgesetzt sind.


Die Interpreten:

1. Konrad Müller, Trompete
wurde 1977 in Augsburg geboren und erhielt im Alter von 10 Jahren seinen ersten Trompetenunterricht bei den Augsburger Domsingknaben bei Jörg Nigg. Nach seinem Abitur kam er als Jungstudent zu Wolfgang Guggenberger an das Richard- Strauss- Konservatorium in München, wo er ein Jahr später sein Studium begann. 2001 wechselte er an die Hochschule für Musik und Theater München zu Prof. Hannes Läubin und legte zwei Jahre später das künstlerische Diplom mit sehr gutem Erfolg ab. Nachfolgend war Konrad Müller für 2 Jahre in der Meisterklasse von Prof. Hannes Läubin.
Seit Mai 2007 ist er als Lehrer für Trompete und Kammermusik an der Musikschule Grassau angestellt.


2. Thomas Fink, Trompete
wurde 1976 in Mering geboren. Er erhielt seinen ersten Trompetenunterricht bei Jürgen Schuster. Nach dem Abitur begann er das Lehramtsstudium für Hauptschulen an der Universität Augsburg. 1997 wurde er an der Musikhochschule Nürnberg- Augsburg im Fach Trompete bei Wolfgang Guggenberger angenommen. Es folgten die Abschlüsse als Diplommusiklehrer und das Staatsexamen für das Hauptschullehramt. Im Anschluss an seine Studien bekam Thomas Fink einen Lehrauftrag für Trompete an der Universität Augsburg. Seit Herbst 2004 ist er als Hauptschullehrer in Augsburg angestellt. Thomas Fink wurde 2003 als Dozent der Big Band der Universität Augsburg beauftragt.


3. Alexandrina Simeon, Sologesang:

Die Solistin ist seit Jahren in Friedberg und Augsburg keine Unbekannte mehr und behauptet:
"Bach war ein verkappter Jazzer": Was die alte Weisheit damit sagen will: Jazz und Klassik sind sich bedeutend ähnlicher, als das Gros der Menschen annimmt.
Auch sie ist dem Missverständnis schon begegnet. Oft genug denkt sie selbst an das geflügelte Wort, wenn ihr ein "Stilbruch" in ihrem Lebenslauf nachgesagt wird: Geboren im bulgarischen Varna, wuchs Simeon in einer Familie auf, deren Liebe zur klassischen Musik auf der Visitenkarte steht. Die Eltern Orchesterbratscher, die Großmutter Opernsängerin.
Andere Kinder, erzählt sie, hätten damals Pop aus dem Radio gehört, in ihrem Elternhaus jedoch habe man unterschiedliche Klassikinterpretationen analysiert.
Und, obwohl sie mit fünf Jahren Geigenunterricht erhielt, obwohl sie die Gesangsausbildung abschloss, trieb es sie nicht in die großen Opernhäuser Europas, sondern auf den Weg zur Jazzsängerin.
Vor kurzem präsentierte sie ihr erstes Solo-Album "Roots and Influence", in welchem sie musikalische Einflüsse ihrer Heimat Bulgarien mit den Elementen des klassischen Jazz zu verbinden sucht.

4. Die Gospelgruppe Vocalissimo, eine der verschiedenen Gruppierungen von Vocalissimo, gibt es bereits seit vielen Jahren. Das fünfköpfige Vocalensemble mit seinem Leiter Roland Plomer konzertiert mehrmals jedes Jahr und gestaltet häufig Gottesdienste zu Hochzeitsfeiern in ganz Schwaben. Mit Alexandrina Simeon als "Gesangsleader" verfügt die Gruppe über eine exzellente Kennerin des Gospelgesanges sowie gleichzeitig eine hervorragenden Sängerin.

5. Roland Plomer, seit ca. 10 Jahren freischaffender Musiker und Kirchenmusiker an der Wallfahrtskirche Herrgottsruh, Friedberg.
Sein Statement lautet: "Mozart, Haydn und all die schönen Werke der alten Meister werden die Jahrhunderte überdauern, was man von vielen neueren Stücken nicht behaupten sollte.
Trotzdem wäre es in unserer heutigen Zeit aber leichtfertig nur auf sie zu vertrauen. Ähnlich wie bei der Energiegewinnung erscheint auch hier eine Mixtur aus verschiedenen Quellen unabdingbar. Schließlich will man gerade in der Kirche nicht nur das bereits Bestehende bzw. den Bestand verwalten sondern sich auch öffnen für neue Schichten der Musik und somit auch für neue, junge Gläubige.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin friedberger | Erschienen am 06.05.2011
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