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Ein ehrgeiziges Projekt feiert Geburtstag: Bürgerstiftung Sozialstation Friedberg blickt auf zehnjähriges Bestehen zurück

Bürgermeister Eichmann empfängt die Bürgerstiftung Sozialstation Friedberg anlässlich ihres 10-jährigen Bestehens im Rathaus. Gratulation an Stiftungsvorstand und Stiftungsrat (von links: Wolfgang Rockelmann, Julia Heinzelmeier, Günther Schreier, Peter Bergmaier, Roland Eichmann, Hr. Mair)
 
Roland Eichmann dankt den Verantwortlichen der Bürgerstiftung
Das zehnjährige Bestehen der Bürgerstiftung Sozialstation Friedberg nahm Bürgermeister Roland Eichmann zum Anlass, um Vertreter der Stiftung, Freunde und Unterstützer im Rathaus zu empfangen. Damit schuf er einen würdigen Rahmen für den Geburtstag der Stiftung, die ein typisches Beispiel bürgerschaftlichen Engagements in Friedberg ist.

Ein wirtschaftliches Standbein für die Sozialstation
Den Anschub leistete damals Georg Fendt, ein „Motor der sozialen Dienste in Friedberg“, wie Vorstandsvorsitzender Wolfgang Rockelmann berichtete.
Mit der Stiftung wollte Fendt ein weiteres Standbein für die Sicherung der Sozialstation schaffen – losgelöst von öffentlichen Fördermitteln, die ihm nicht dauerhaft erschienen. Das Projekt bezeichnete er selbst als ehrgeizig, aber auf lange Sicht erfolgreicher als staatlich verordnete Zuwendungen. Die Stiftung sollte dazu dienen, kranken, alten und behinderten Mitmenschen eine ambulante oder teilstationäre Pflege zuteilwerden zu lassen. 2007 wurde sie beurkundet, nachdem sich fünf Stifter gefunden hatten, die auch mithilfe einer Immobilienerbschaft 150.000 Euro aufbrachten.

Ein steiniger Weg
Der Plan, den Stiftungsstock zu vergrößern, um die Sozialstation mit dem Ertrag zu unterstützen, ließ sich allerdings nicht sofort realisieren. Denn tatsächlich war zunächst Geld nötig, um die Sozialstation zu retten, die schon in den Jahren zuvor gegen erhebliche Defizite ankämpfen musste. Um ihre Zukunft zu sichern, wurde sie 2010 in eine gemeinnützige GmbH umgewandelt, mit der Bürgerstiftung als alleinigem Gesellschafter. Großes Sorgenkind war damals die Kurzzeitpflege, genauso wie in vielen Einrichtungen der Region, die nach und nach kapitulierten. Im Herbst 2011 beschloss der Förderverein die Schließung der Friedberger Einrichtung. Dank einer konzertierten Aktion von Stadt, Mitarbeitern und Bevölkerung konnte die Kurzzeitpflege zunächst noch weiter betrieben werden, 2014 wurde sie jedoch endgültig geschlossen.

Sozialstation agiert heute erfolgreich
Inzwischen hatte der Bereich der ambulanten Pflege schon erfolgreich mit der Sozialstation Hochzoll fusioniert. Das Wachstum hat sich richtige Entscheidung in der richtigen Richtung erwiesen. Dass der Betrieb heute kein Defizit mehr aufweist, ist auch der Leistung von Gudrun Jansen zu verdanken. Sie ist seit drei Jahren Geschäftsführerin der „Sozialstation Augsburg Hochzoll Friedberg und Umgebung – ökumenische ambulante Pflege gGmbH“. Stiftungsratsvorsitzender Dr. Peter Bergmair dankte ihr für die „hervorragende Arbeit“.

Bürgerstiftung konnte viele Projekte unterstützen
Stolz kann auch der Vorstand der Bürgerstiftung auf seine Leistung sein. Rund 70.000 Euro konnten in den letzten zehn Jahren in verschiedene Projekte investiert werden, berichtete Wolfgang Rockelmann. Das Spektrum reicht von Ausbildungen und Fortbildungen, über Zusatzleistungen für sozial schwache Senioren bis hin zur neu eingerichteten Tagespflege. Darüber hinaus unterstützt die Bürgerstiftung satzungsgemäß auch andere soziale Projekte, wie etwa den Garten des Kinderheims.
Rockelmann bedankte sich bei den Förderern und Stiftern für die tatkräftige Mitarbeit, finanzielle und ideelle Unterstützung in den letzten zehn Jahren.

Was sich die Stiftung wünscht
Für die Zukunft wünschte er sich im Namen des Vorstands noch viele neue Mitglieder in der Stiftergemeinschaft, viele Spender und Förderer, Stifter und Zustifter. Sie alle tragen dazu bei, die Idee von Georg Fendt, in etwas Bleibendes zu investieren, dauerhaft zu unterstützen. Letztlich ermöglicht dieses Engagement auch, das Ansinnen vieler Friedberger Bürgerinnen und Bürger in die Zukunft zu tragen, die schon 1906 den Verein für ambulante Krankenpflege und damit eine frühe Bürgerinitiative gegründet hatten.
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